Hilfe - Suche - Mitglieder - Kalender
Vollansicht: In Die Nacht
Tokio Hotel Forum > Tokio Hotel > Tokio-Hotel FanFics
Jülchen
In die Nacht


Genre: Romantik/Drama
Rollen: Bill und Tom
Autor: Julia S.
Datum: 31. 12. 07

Kapitel I - In mir wird es langsam kalt


Kalter Regen prasselte an die verdunkelten Fensterscheiben und die graue Landschaft zog in Windeseile vorbei. Es war mitten im Winter, eiskalt und trotzdem zu warm, als dass es schneien könnte.

Der schwarzhaarige Junge seufzte schwer und wandte seinen trüben Blick nach draußen ab. Er war erschöpft, das Lachen war ihm schon vor geraumer Zeit vergangen. Ja, nun fiel ihm sogar schon sein aufgesetztes Lachen schwer, das Lachen, dass er nur den Kameras schenken wollte und konnte.

-„Hey, Bill, alles in Ordnung?“, fragte die sanfte Stimme seines Zwillingsbruders. Tom legte eine Hand auf die Schulter des Schwarzhaarigen und ihm wurde ein wenig wärmer ums Herz.

-„Hm.. jaja“, er blickte auf und schenkte seinem Bruder ein kleines Lächeln. Ein Lächeln dass ihm sehr viel Kraft kostete und dennoch gab es niemanden dem er es lieber schenken wollte.

-„Du siehst nur so.. so niedergeschlagen aus“.

-„Tja, du weißt ja..“, murmelte Bill und blickte auf seine Füße. Tom nickte.

Ein leises Brummen ertönte und der Bassist deren Band drehte sich zu dem Zwillingspaar um.

-„Könnt ihr nicht leise sein? Manche Leute versuchen zu schlafen!“, sagte er missgelaunt und hatte Schwierigkeiten seine eigentlichen Freunde aus seinen verschlafenen Augen klar auszumachen.

-„Mann, Georg! Du pennst nun schon seit Stunden und dann spricht man mal drei Sätze und du flippst gleich aus!“, begann Tom sich aufzuregen.

-„Ihr könnt ja reden, aber in einer angemessenen Lautstärke“, knurrte er und drehte sich wieder um.

Der Schwarzhaarige lehnte seinen Kopf an die kühle Fensterscheibe und atmete tief durch.

-„Ich kann dir gar nicht sagen wie sehr ich diesen Van satt habe“, murmelte Tom leise und verschränkte die Arme vor der Brust. Missmutig lehnte er sich wieder zurück in den hellen Ledersitz.

-„Du sprichst mir aus der Seele“, seufzte der blonde Junge, der neben Georg saß.

-„Gustav! Ich dachte dass du auch pennst!“, sagte Tom verwundert zu ihm.

-„Nee, schon seit ’ner ganzen Weile nicht mehr, Georgs Schnarchen hat mich aufgeweckt“, antwortete er und musste sich ein Grinsen verkneifen.

-„Klappe, Gustav! Ich schnarch ja nicht einmal!“, fauchte der Braunhaarige sofort.

-„Ist ja schon gut, ich weiß ja wie du drauf bist, wenn du müde bist, wieso sage ich dann überhaupt was?“, murmelte der blonde Junge und sagte das viel mehr zu sich selbst, als zu sonst irgendjemanden.
Bill ließ ein erneutes Seufzen ertönen. Er wollte nur mehr in seinen wohlverdienten Urlaub und nie mehr zurückkommen.

-„Weißt du wie lange wir noch fahren?“, fragte der Schwarzhaarige seinen älteren Bruder.

-„Nee“, lautete dessen wortkarge Antwort.

-„Mh..“, machte der Sänger und sah nach vorne.

Bill begann sein Leben zu hassen. Anfangs dachte er seinen Traum leben zu dürfen, doch langsam erschien ihm alles mehr wie ein Alptraum. Immer das zu tun was einem vorgeschrieben wurde, immer gut drauf sein zu müssen und darauf achten zu müssen, dass man ja alles richtig machte erschien ihm alles andere als ein schöner Traum. Ganz davon zu schweigen, dass er nirgends mehr seine Ruhe und kein Privatleben mehr hatte.

Rein gar nichts hatte er in dieser Hinsicht.

Doch andererseits; wenn er auf der Bühne stehen durfte um tausenden von Leuten seine Musik zu präsentieren, hatte er schon irgendwie das Gefühl, dass sich alles bezahlt gemacht hatte.

-„Saki, wie lange fahren noch?“, fragte Tom und erhob seine Stimme ein wenig.

-„Gute zwei Stunden“, antwortete ihr Leibwächter, der in diesem Fall auch ihr Fahrer war.

-„Da hörst du’s“, lächelte er Bill an.

Der Schwarzhaarige nickte. Mit trübem Blick sah er auf seine Fingernägel herab die schwarz glänzten.

-„Du ziehst ein Gesicht wie sieben Tage Regenwetter, du hast doch noch etwas anderes, stimmt’s?“, fragte der Dunkelblonde Junge und sah seinen Zwilling forschend an.

Tom hatte Recht. Ihn bedrückte tatsächlich noch etwas anderes.

Nie hätte er sich träumen lassen, dass es jemals etwas geben würde, worüber er mit seinem Bruder nicht sprechen konnte, doch nun war tatsächlich so ein Thema aufgetaucht.

-„N-nein, es ist aber nichts!“, log er schnell.

-„Ach quatsch nicht! Du weißt ganz genau, dass du mir nichts vormachen kannst!“, sagte Tom, legte seinen Kopf schief und musterte seinen Bruder scharf, „Jetzt rück schon raus mit der Sprache!“.

-„Da gibt’s nichts zum Rausrücken!“, blockte der Jüngere sofort ab und verschränkte schützend die Arme vor der Brust.

-„Mh..“, machte der dunkelblonde Gitarrist, zuckte mit den Augenbrauen und wandte sich von seinem Bruder ab.

-„Du zickst jetzt rum, weil ich dir nicht sage, was ich nicht habe?!“, der Schwarzhaarige zog seine Augenbrauen hoch und sah Tom an.

-„Nein! Ich zicke rum, weil du mich anlügst und mir auch noch Weis machen willst, dass du es nicht tust!“, knurrte er.

Bill schüttelte seinen Kopf und rutschte tiefer in seinen Sitz hinein.

Einige Minuten voller Schweigen vergingen, dann ergriff Tom wieder das Wort.

-„Wieso willst du es mir nicht sagen?“.

-„Was soll das heißen?“.

-„Ich glaube, das ist die dümmste Frage die du je gestellt hast!“, regte sich der Dunkelblonde auf.

-„Lass mich in Ruhe, ich hab’ dich nicht darum gebeten mich zu umsorgen“, fauchte Bill.

-„Klappe da hinten!“, brüllte Georg.

-„Halt sie doch selber! Wenn ich mit Bill reden will, dann mach ich das auch!“, brüllte Tom genau so laut zurück.

Der schwarzhaarige Junge kniff seine Augen zusammen und vergrub sein Gesicht in seinen Händen. Er ertrug das alles nicht mehr, es wurde ihm einfach zu viel.

-„Ey, pass ja auf was du sagst, Kleiner“, drohte Tom der Bassist und verengte seine Augen zu Schlitzen.

-„Halt jetzt endlich deine dumme Fresse, Georg! Schau dir an was du da angerichtet hast!“.

Tom rutsche zu seinem Bruder rüber und legte vorsichtig einen Arm um ihn.

-„Bill..“, sagte er leise.

-„Lass mich in Ruhe!“, fauchte der Angesprochene, „Zuerst behauptest du, dass ich lüge und jetzt tust du wieder so, als ob nichts wäre!“, unsanft schob er Toms Arm von der Schulter und drehte sich weg.

-„Aber-“.

-„Nichts aber!“, unterbrach er ihn unwirsch.

-„Okay..“, gab der Ältere niedergeschlagen von sich und setzte sich zurück auf seinen Platz.



Der Rest der Fahrt verging größten Teils im Stillschweigen, gesprochen wurde nur das Nötigste.

Und Bill? Ja, der brachte es sogar zu Wege gar nichts zu sagen. Sein Blick galt einzig und allein der vorbeirauschenden Landschaft und er hing einfach nur seinen Gedanken nach.

-„Bill“, störte eine Stimme seine Ruhe, „Bill wir sind da!“.

-„Hm..“, machte er nur, blickte langsam auf, direkt in das Gesicht seines Bruders und er sah anschließend schnell wieder weg.

Der Dunkelblonde sprang aus dem Van, wartete kurz, ob denn vielleicht nicht auch sein Zwilling schon nachkommen würde, entschied sich dann aber doch lieber seine Tasche zu schnappen und in das Haus zu gehen, vor welchem sie Halt gemacht hatten.

Mühsam und mit einigem Geächze und Gestöhne, kämpfte sich Bill aus seinem Gurt und Sitz und stieg aus.

Er streckte sich und atmete tief durch. Er konnte kaum glauben, dass er nun endlich zuhause war.

Saki reichte ihm seine Tasche, die der Schwarzhaarige leise ‚Danke’ murmelnd annahm, sich von seinem Leibwächter verabschiedete und seinem Bruder ins Haus folgte.

-„Bill!“, empfing ihn seine Mutter Freudestrahlend und nahm ihn in die Arme um ihn fest zu drücken.

Er blickte über die Schulter seiner Mutter hinweg und entdeckte Tom, der ein wenig zerknautscht aussah. Ihn hatte sie also auch schon in Arbeit gehabt, dachte er sich und ein leichtes Lächeln huschte über seine Lippen.

-„Geht’s dir gut, mein Schatz?“, fragte Siemone und strich ihrem Sohn über den schwarzen Haarschopf, „Du siehst ganz blass aus!“.

-„Nein, keine Sorge, Mama, alles in Ordnung bei mir“, wollte er ihr versichern und zwang sich zu einem Lächeln, „und wie geht es dir?“.

-„Jetzt wo ich euch beide wieder bei mir habe, könnte es nicht besser sein!“, strahlte sie.

-„Ist Gordon noch in der Arbeit?“, fragte er und machte sich auf den Weg in die Küche, um sich eine Cola aus dem Kühlschrank zu nehmen.

-„Ja, aber keine Sorge, er kommt bald nach Hause!“, antwortete Siemone und ihr Blick wanderte zur Uhr.

-„Ich geh schon mal nach oben um zu packen, okay?“, sagte jetzt Tom und machte sich auf den Weg in sein Zimmer, „Solltest du übrigens auch machen, Bill, du brauchst ja immer ewig und drei Tage“, fügte er dann noch schnell hinzu und war schon über die Treppe verschwunden.

-„Haha..“, sagte der Jüngere finster, trank den Rest seiner Cola aus und wollte schon aus der Küche gehen, da spürte er die Hand seiner Mutter auf der Schulter.

-„Alles okay zwischen euch?“, fragte sie ein wenig besorgt.

Bill nickte nur zur Antwort, „Ich werd’ dann mal Toms Ratschlag nachgehen, ja?“.

-„Ist gut“, sagte sie und sah ihrem jüngsten Sohn leise seufzend nach.



Der schwarzhaarige Junge saß auf seinem Bett, vor seinen Füßen stand der leere Koffer und er begann darüber nachzudenken, was er denn nun alles brauchte.

Zuerst einmal Musik, dachte er, stand auf und schaltete seinen CD-Player ein. Na also, da fällt einem das Denken sofort leichter.

Bill stellte sich vor seinen Kleiderschrank und suchte sich seine liebsten Shirts raus, die er sorgfältig in den Koffer legte, denen folgten seine Hosen und die Unterwäsche.

Er überlegte gerade, wo er denn seine Badeshorts aufbewahrte, da klopfte es an der Tür.

-„Ja, wer stört?“, fragte er leicht genervt.

-„Ich störe“, sagte Tom, schob die Tür auf und betrat das Zimmer seines kleinen Bruders.

-„Was willst du?“, er setzte sich auf sein Bett und sah fragend zu dem Dunkelblonden auf.

-„Reden! Ich will wissen was du hast und wieso du mich anlügst, beziehungsweise wieso du es mir nicht sagen kannst!“, Tom verschränkte die Arme vor der Brust und baute sich vor ihm auf.

-„Jetzt lass mich mal in Ruhe! Verdammt! Ich werde dir gar nichts sagen! Wenn du jetzt bitte so gütig wärst und deinen Quadratarsch aus meinem Zimmer bewegen würdest, wäre ich dir mehr als dankbar!“, fauchte Bill und wollte aufstehen.

-„Ich werde bestimmt nirgends hingehen!“, sagte er und schubste den Schwarzhaarigen wieder zurück aufs Bett.

-„Du spinnst jetzt komplett hab ich das Gefühl!“.

-„Pass ja auf was du sagst, Kleiner!“.

-„Ich geb’ dir gleich ‚Kleiner’!“, fauchte Bill, stand auf und stieß seinen Bruder unsanft zur Seite, „Hau jetzt ab! Ich hab noch genug zu tun, da brauchst du mich nicht auch noch nerven!“.

-„Aber-“.

-„Hör jetzt mal mit deinem beknackten ‚aber’ auf! Ich red nicht mit dir und jetzt Adieu!“, der Schwarzhaarige bugsierte seinen Bruder zur Tür hinaus und schlug diese lautstark wieder zu.

Eine Weile verharrte er regungslos, starrte auf seine weiße Zimmertür. Tränen stiegen ihm in die Augen hoch und dann ließ er sich an der Wand entlang zu Boden gleiten, legte seinen Kopf auf die Knie und weinte erbärmlich.

-„Hör mal, ich lass mir das nicht von dir-“, plötzlich stand Tom wieder im Zimmer und als er seinen Bruder sah, brach er seinen Satz abrupt ab.

-„Bill!“, rief er erschrocken und stürzte sich zu ihm. Der Dunkelblonde zog ihn zu sich in die Arme und hielt ihn fest.

Der schwarzhaarige Junge begann immer mehr zu weinen und krallte sich im Shirt seines Bruders fest.

-„Bitte sag mir jetzt endlich was los ist!“, flehte er.

Bill schüttelte nur seinen Kopf und versuchte sich zu beruhigen. Er konnte es einfach nicht, und Tom konnte auch nicht von ihm verlangen, dass er es ihm sagt. Das ging einfach nicht!

Eine Weile lang wiegte der Ältere seinen Bruder sanft hin- und her. Er wollte, dass er endlich zu weinen aufhörte. Immer wieder strich er ihm über den Rücken und langsam beruhigte Bill sich wieder. Sein Körper hörte auf zu zittern und schon bald waren auch die Schluchzer verstummt.

-„Bill..“, sagte Tom leise und schob ihn ein wenig von sich weg, um dem Schwarzhaarigen in die Augen blicken zu können, „bitte sag es mir! Ich sterbe gleich vor Sorge!“, pure Verzweiflung glänzte in seinen Augen.

Der Jüngere Zwilling wischte sich die Tränen von den Wangen und überlegte. Er wollte Tom nicht länger anlügen, das ging einfach nicht, doch ihm die Wahrheit zu sagen fiel ihm gleich doppelt so schwer.

Der dunkelblonde Junge sagte nichts. Er wusste dass sein Bruder überlegte und so sah er ihn einfach nur aufmerksam an, studierte jede Mimik die sein Gesicht preisgab.

Nach einem schier unendlich langen Schweigen blickte Bill wieder auf, direkt in das Gesicht seines Bruders. Tief atmete er durch, schloss seine Augen und begann zu sprechen.

-„Also gut, ich werde es dir sagen..“.

Toms-Guardianangel
omg !!! das ist ja geil >.< ....tu mia bitte einen gefallen..schreib so schnell du kannst weida !! xDD wub.gif
0nly0ne
wow..
bin fasziniert von deiner schreibart. o.O

schreib schnellstmöglich weiter..
bitte!!! xD
Love-EmO-TH
Noch so ne tolle FF wub.gif
OMG ich bin begeistert! Oh der Bill tut mir irgendwie leid! Und Tom wie der sich sorgen macht! Ach herrje ist das süß!^^
Jülchen
awww danke für eure süßen Kommis! *euch Kekse in Mund stopf*
weiter gehts biggrin.gifD



Kapitel II - Die Schatten wollen mich holen

Fragend blickte Tom seinem Bruder ins Gesicht. Er wusste nicht ob er aufgeregt, nervös oder neugierig sein sollte. Noch nie war er so ahnungslos Bill gegenüber gewesen, sie hatten sich doch sonst immer blind verstanden und jeder wusste, auch ohne nur ein Wort auszusprechen, was in dem anderen vorging.

Hilfesuchend blickte der Schwarzhaarige durch sein Zimmer, die Verzweiflung stand ihm direkt ins Gesicht geschrieben. Tom merkte ihm an wie schwer es ihm fiel darüber zu sprechen, worüber es auch immer gehen mochte, doch er würde nicht nachgeben, wollte er doch unbedingt erfahren was in seinem kleinen Zwilling vorging und welches Problem ihm so sehr zusetzte, also hakte er noch einmal nach.

-„Willst du mir denn nicht endlich sagen, was los ist?“.

Bill nahm tief Luft und stieß diese durch ein gequältes Seufzen wieder aus.

-„Komm schon, Kleiner“, grinste er verkrampft und versuchte damit die Stimmung ein wenig zu lockern, doch alles was er dafür erntete war ein vernichtender Blick von seinem Bruder.

-„Tut mir Leid“, sagte Tom daraufhin schnell, „aber bitte sag mir endlich was los ist, hast du eigentlich eine Ahnung wie viele Sorgen und Gedanken ich mir um dich mache?“.

-„Es.. e-es fällt mir aber einfach so furchtbar schwer!“, jammerte er, doch dann weiteten sich auf einmal seine Augen, “I-ich.. ich kann es dir nicht sagen!“, wie von der Tarantel gestochen sprang er panisch auf.

-„Was?!“, Tom sah verdutzt zu seinem Zwillingsbruder auf, „aber du hast doch gesagt, dass du es mir sagst! Du musst einf-“.

-„Nein, Tom! Nein, ich kann es nicht! Nein, nein, nein!! Bitte geh.. bitte!“, wieder traten Tränen aus seinen Augen und er schluchzte auf, „Na los, hau ab!“, sagte er mit zittriger Stimme und verbarg sein weinendes Gesicht hinter seinen zarten Händen.

Der dunkelblonde Junge sah Bill mitleidend an. Er rappelte sich hoch, ging auf ihn zu und nahm seinen Zwilling wortlos in die Arme, welcher zuerst gegen die Umarmung Toms ankämpfte, dann aber schon viel zu schwach für weitere Proteste war und sich hilfesuchend an seinen Zwilling klammerte.

-„Komm, Bill, ich bin dein Bruder.. Du weißt, dass du mir alles sagen kannst“, beruhigend strich er ihm über den Rücken, „egal was es ist..“.

Eine Weile lang zitterte und wimmerte Bill noch weiter in seinen Armen, bis er sich dann endlich ein wenig beruhigt hatte und sich dazu überwinden konnte zu sprechen.

-„I-ich hab’ aber wirklich ein Problem“, nuschelte der Jüngere in den weißen Stoff von Toms großen T-Shirt, „viel schlimmer als du es dir vielleicht vorstellen kannst..“.

-„Bitte, du machst mir Angst! Sag’ mir endlich was los ist, sonst dreh ich noch durch! Bill..“.

Der Schwarzhaarige schloss seine Augen und schüttelte nur schwach seinen Kopf, eine weitere heiße Träne bahnte sich ihren Weg über die ohnehin schon so nassen Wangen.

Tom legte seine Hände auf die schmalen Schultern seines Gegenübers und drückte ihn an die kalte Wand.

-„Ich lass dich erst wieder los, wenn du mir gesagt hast, was mit dir los ist!“.

-„Tom!“, jammerte der schwarzhaarige Junge gequält.

-„Du hast mir gesagt, dass du es mir verrätst!“.

-„Ja gesagt, nicht versprochen!“.

-„Bill!“, sagte Tom in einem warnenden Ton, „entweder du sprichst jetzt aus freien Stücken, oder ich werde gewalttätig!“.

-„Es wäre dann beides nicht mehr aus freien Stücken!“, pampte Bill ihn an und versuchte sich aus dem Griff seines Bruders zu befreien.

Tom seufzte schwer, dachte jedoch nicht daran den Griff an den Schultern seiner Bruders zu lockern.

-„Ich hab’ Zeit“.

-„Ich auch“.

Der warnende Blick des Dunkelblonden wich nun schon einem Bedrohlichem.

-„Bill, verstehst du es denn gar nicht?!“.

-„I-ich.. doch..“, murmelte er leise und einsehend.

Tom hob seine Augenbrauen.

-„Du musst mich aber loslassen.. Ich renn schon nicht weg!“, sagte er stöhnend auf den skeptischen Blick seines Zwillings.

-„Na gut“, er wusste, dass er ihm vertrauen konnte und ließ von ihm ab.

-„B-bitte, sag es keinem, du darfst es keinem sagen, egal ob du mir damit helfen willst! Versprich es mir!“.

-„Ähm.. o-okay..“, sagte Tom ein wenig verwirrt, nickte jedoch zustimmend.

-„I-ich.. du wirst mich verachten.. du wirst mich hassen“, sagte Bill aufschluchzend.

-„Das könnte ich doch gar nicht, das weißt du..“.

Tränen tropften aus seinem bleichen Gesicht und der schwarzhaarige Junge schob zitternd die Ärmel seines schwarzen Pullovers bis zu den Oberarmen zurück. Er streckte seine, nun nackten, Arme seinem Bruder entgegen und was für ein Anblick sich ihm da bot, ließ Tom vor Entsetzen laut aufkeuchen.

Bill hatte seinen Kopf zu Boden gesenkt und weinte nun schamlos. Sein gesamter Körper bebte.

-„A-aber Bill, warum?!“, sagte Tom verzweifelt, nun war auch er kurz vor den Tränen.

Der Schwarzhaarige schüttelte nur seinen Kopf. Der Ältere packte die zierlichen Arme seines Bruders und betrachtete diese voller Entsetzen.

Die dünnen, blassen Ärmchen zierten kleine Einstichlöcher, welche von geschwollenen, blauen Flecken umringt wurden.

-„Nein, bitte sag mir, dass du so etwas nicht tust..“, flüsterte Tom und schluckte hart.

Bill konnte daraufhin nichts erwidern. Er zog seine Arme zurück und die Ärmel seines Pullovers sofort wieder über sein, nun nicht mehr verborgenes, Geheimnis.

-„Ich hätte es dir nicht zeigen dürfen“, wimmerte er.

-„Du bist doch völlig durchgedreht! Bill, Drogen! DROGEN! Wieso tust du so etwas?! Warum hast du mit dem Scheiß überhaupt angefangen?!“.

-„I-ich konnte nicht mehr.. dieser.. dieser Druck der die ganze Zeit auf mir lastete u-und..-“.

-„Und das hat dir geholfen oder was?! Verdammt!“.

-„Ja, hat es!“, schrie nun auch schon der Schwarzhaarige, „du müsstest doch am besten wissen wie es mit diesem Druck ist! Und dann hab’ ich.. hab’ ich das eben probiert und es hat geholfen!!“.

-„Das ist keine Ausrede! Heroin! Du spritzt dir tatsächlich so ’nen Scheiß..“, sagte er nun fassungslos.

-„Tom, i-ich ka-“.

-„Nein! Das bist nicht du! Verdammt, Bill, das bist nicht du!!“, tobte er.

Der Jüngere ließ sich wieder zu Boden sinken, zog seine Beine an und schluchzte und weinte herzzerreißend. Tom konnte nur seinen Kopf schütteln.

-„Wie lang?“, fragte er.

-„W-was wie lang?“, sagte Bill zitternd darauf, da er die Frage nicht ganz deuten konnte und wischte sich die Tränen von den kühlen Wangen.

-„Wie lange spritzt du dir schon diese Scheiße, verdammt?!“.

Der Schwarzhaarige schüttelte nur schwach seinen Kopf und legte ihn auf seine Knie.

-„Ich hab dich was gefragt! Bist du taub?!“.

-„Es bringt dir jetzt auch nichts wenn du mich anschreist!“, weinte Bill und krallte seine Fingernägel schmerzhaft in seine Beine.

-„Das wirst du wissen!“, tobte er, „Gib mir jetzt endlich eine Antwort!!“.

-„I-ich.. seit.. seit zwei Monaten..“, sagte er – allerdings so leise, dass Tom ihn nicht verstand.

-„Wie lange?!“.

-„Seit zwei Monaten!“, antwortete er nun laut und begann wieder zu zittern.

-„Oh Gott..“, sagte er nun entsetzt, „und ich hab mich schon darüber gewundert, dass du immer in voller Montur durch die Gegend gerannt bist!“.

Der jüngere Zwilling wagte es noch immer nicht, zu seinem Bruder aufzublicken und drängte sich immer mehr der Wand entgegen, als ob sie ihm Schutz vor Toms Zorn bieten würde.

-„Ich sag´s dir, auch wenn ich jetzt so überhaupt keinen Bock habe mit dir irgendwohin zu fahren, werden wir morgen in unseren Urlaub fliegen! Ich habe dir versprochen es niemandem zu sagen und könnte es Mum auch gar nicht zumuten! Aber eines sollst du wissen: Ich werde dich keine einzige Sekunde lang aus den Augen lassen und wehe dir ich erwische dich dann trotzdem dabei, dass du dir wieder so ein Teil in die Venen rammst, dann werd´ ich mich vergessen! Da kannst du dir aber sowas von sicher sein!“, zischte er leise und verengte seine Augen zu Schlitzen, um seinen Bruder scharf und bedrohlich zu anzublicken.

Bill wusste nicht mehr, was er darauf sagen sollte, aber er wusste, dass Tom seine Drohung wahr machen würde und darauf war er nun wirklich nicht erpicht, nachdem es ihm schon so und so furchtbar schlecht ging. Er wollte nicht auch noch seinen Bruder verlieren, den Menschen, der immer für ihn da war und auf den er immer zählen konnte und so nickte er nur schwach.

-„Und damit du heute nicht auch noch eine Dummheit begehst, werde ich bei dir pennen!“.

-„Was?“, sagte Bill nun verwirrt und sah auf.

-„Du hast schon richtig gehört! Ich trau dir nicht mehr! Nicht in dieser Beziehung! Weißt du eigentlich wie furchtbar du mich enttäuscht hast mit deinem Geständnis?“, der Schwarzhaarige glaubte einen Hauch von Traurigkeit aus Toms Stimme vernehmen zu können.

Der Jüngere konnte dazu nichts mehr sagen, ihm fehlte einfach jegliche Kraft und so rappelte er sich hoch.

-„Ich muss noch meinen Koffer fertig packen..“, murmelte er und tat dies dann auch ohne eine längere Umschweife. Still, ohne auch nur einen Mucks von sich zu geben, begann er seine restlichen Habseligkeiten in den blauen Koffer zu packen und Tom beobachtete ihn nur erstaunt.

Wie konnte er nun auf einmal nur so tun?! Außenstehende konnten ja beinahe behaupten, dass in den letzten zehn Minuten nichts weiter Erschütterndes vorgefallen wäre, bis auf die Tatsache, dass die größte Quasselstrippe der Welt schwieg, aber das war in letzter Zeit ja auch keine Neuigkeit gewesen.

Wenn Tom doch bloß schon früher eine Ahnung gehabt hätte.. Vielleicht hätte er ihm helfen können, ihn abhalten können, aber Bill verhielt sich immer so, als ob alles so weit so gut gewesen wäre. Bis auf das Problem, dass sie alle schon so gequält hatte, aber daraus machte schon die ganze Band längst kein Thema mehr.

Abwesend und in Gedanken versunken beobachtete der Dunkelblonde seinen Zwilling. Es gab noch so viele Fragen zu klären, aber er konnte ihn diese jetzt nicht auch noch fragen.

-„Was?“, fragte Bill dann unsicher, als er gemerkt hatte, dass sein Bruder ihm mit seinem Blick gefolgt war und stoppte sein Tun.

-„Geht´s dir jetzt wenigstens besser, wo du dir das.. das von der Seele geredet hast?“, wenn der ältere Zwilling schon so etwas erfahren musste, sollte es auch wenigstens etwas an Sinn haben, denn er wusste nicht wie er Bill helfen konnte – jedenfalls noch nicht.

Der Schwarzhaarige schüttelte nur genervt aufstöhnend seinen Kopf.

-„Du bist ein Idiot, Tom!“.

-„Äh, sag´ mal, jetzt läuft’s bei dir schon gar nicht mehr richtig oder was?!“.

Bill blickte auf und wieder einmal schimmerten kleine Tränen in seinen Augen, diesmal jedoch vor Zorn.

-„Du hast mich doch ausgequetscht wie eine Zitrone! Von mir selber aus hätte ich dir gar nichts gesagt!“, fauchte der jüngere Bruder und knallte seine Sonnenbrille, die er gerade in den Koffer packen wollte, auf den Tisch, welche daraufhin bedrohlich knackste.

Tom schüttelte nur seinen Kopf, er hatte keine Lust auf weitere Streitereien mit seinem Zwilling und beschloss seinen Mund zu halten.

-„Na, was ist los, Großmaul?! Hast du plötzlich nichts mehr zu sagen? Vorhin hat es dir nicht an Worten gefehlt, um mich niederzumachen!“.

-„Alter, Bill, halt jetzt endlich deine Klappe! Treib’s jetzt bloß nicht zu weit“, warnte ihn der Dunkelblonde.

-„Du hast mir gar nichts zu sagen! Du glaubst wohl, dass du über mich bestimmen kannst! Da hast du dich aber gewaltig geschnitten! Ich kann machen was ich will und du hast mir als letzter was zu sagen, verstanden?!“, schrie er sich in Rage.

Tom ging auf ihn zu und packte ihn an den Handgelenken, um Bill dann grob an die Wand zu pressen. Er kam dem noch immer verweinten Gesicht seines Bruders gefährlich nahe und funkelte ihn wütend an.

-„Du hast es noch immer nicht verstanden, was?! Du verstehst einfach nicht, dass ich das alles mache, weil ich mir Sorgen um dich mache, weil du der wichtigste Mensch in meinem Leben bist! Weißt du eigentlich, dass Heroin dich umbringen kann?! Und wenn du sterben solltest, würde ich keine Sekunde zögern, um dir in den Tod zu folgen!“, der dunkelblonde Junge steigerte sich so hinein, dass er nicht einmal bemerkte, dass ihm die Tränen wie Sturzbäche über die Wangen flossen.

-„Tom, ich-“, stammelte der Schwarzhaarige.

-„Nein, Bill! Halt die Klappe!“, schluchzte er, „Es tut so weh zu wissen, dass du so etwas machst! Du bist meine zweite Hälfte, ohne die ich nicht überleben kann! DU bist mein ganzes Leben!“.

Bill wusste nicht mehr wie ihm geschah, oder was er tat. Ohne noch über weitere Folgen nachzudenken, überbrückte er die wenigen Zentimeter, die ihn von den Lippen seines Bruders trennten, indem er ihm seinen Kopf entgegenstreckte und verschloss sanft seinen Mund mit Toms.

Die Augen des Älteren weiteten sich vor Schreck, war er jedoch nicht einmal in der Lage sich zu Bewegen oder zu Wehren – sofern er das gewollt hätte.
0nly0ne
omg.
also hat bill sich doch in tom verknallt?!
aba dass grad H n thema wird,
hätte ich nich' gedacht.

schreib bitte schnellstmöglich weita.
möcht wissn ob bill die drogen besiegt
nd wie tom auf den kuss reagiert? xD

mag deine ff.<33
Jülchen
Danke für dein Kommi , kriegst dafür gleich das nächste Kapitel . (;
Also , nein , Bill ist nicht in Tom verknallt und auch nicht umgekehrt , aber was nicht ist , kann ja noch werden .. ich weiß nicht so genau xDD Hab ja erst 3 Kapitel fertig . (; Und jetzt kommt der Urlaub und blaah .. jaah , da kann schon noch so einiges passieren . (;

So danke nochmal an dich und ich hoffe , dass dir das nächste Kapitel gefällt !





Kapitel III – Wie lang könn' wir beide hier noch sein?


Regungslos verharrten beide in dieser Position, keiner bewegte sich. Noch immer lagen die weichen, warmen Lippen auf denen des anderen.

Tom fasste sich als erstes wieder und löste sich ruckartig von seinem Bruder. Entgeistert sah er sein Gegenüber an – sie hatten sich gerade tatsächlich geküsst.

Auf den Mund und viel zu lange, als das er als 'brüderlich' durchgehen konnte.

Bill war erstarrt, hatte er doch den Kuss ausgelöst. Stocksteif lehnte er nun an der Wand und starrte mit weit aufgerissenen Augen den dunkelblonden Jungen an.

-„Ich.. i-ich.. es tut mir Leid“, stammelte er nun und wagte es nicht einmal zu blinzeln.

-„Es ist doch gar nichts passiert“, antwortete Tom monoton.

-„W-was?“, Bills erstarrter Gesichtsausdruck wich nun einem verwirrten.

Nichts soll passiert sein?! Das war doch gerade eben viel mehr als 'Nichts'! Hätten ihre Lippen noch einen Augenblick lang länger aufeinander gelegen, hätten sie sich wahrscheinlich gegenseitig die Zungen in den Hals gesteckt.

Was für ein absurder Gedanke.

Der Schwarzhaarige verzog den Mund und schüttelte seinen Kopf. Wie hatte er das nur tun können?!

-„Ja, was 'was'?!“:

-„Tom, ist dir nicht klar was eben passiert ist?“.

-„Nein! ..ich, ähm.. doch..“, gab er nun klein bei und blickte zu Boden.

Und das Schlimmste daran ist, dass ich es schön fand, dachte sich der ältere Zwilling und biss sich fest auf die Unterlippe.

Keiner wusste mehr was er sagen sollte. Minutenlang standen sie da und schwiegen sich beschämt an – so etwas hatte es noch nie zuvor bei ihnen gegeben.

-„Ich hau ab..“, sagte Tom hastig und machte sich auf dem Weg zur Tür, „Bei dir pennen tu ich aber trotzdem, ist nur zu deinem eigenen Wohl!“, sagte er noch schnell, bevor er das Zimmer seines Bruders verließ.

Bill warf sich stöhnend in sein Bett. Das darf doch alles nicht wahr sein!

Er fuhr sich mit den Händen übers Gesicht und schloss seine Augen. Das war im Moment alles zu viel für ihn. Von wegen gemütlicher Ferienbeginn..



Stillschweigend – wieder einmal – lag das Zwillingspaar im Bett des Dunkelhaarigen. Nur das blasse Mondlicht, das durch das Zimmerfenster fiel, erleuchtete spärlich das Gesicht des anderen und Tom wagte es ab und zu einen Seitenblick auf seinen Bruder zu werfen.

Bill merkte dies allerdings jedes Mal und stöhnte nun genervt auf.

-„Hab ich was im Gesicht, oder wieso glotzt du mich die ganze Zeit so doof an?!“.

-„Mh.. nein“, sagte er etwas beschämt und fühlte sich ertappt.

-„Gut..“.

Wieder einmal Stille.

-„Ha-Hat sich jetzt etwas zwischen uns verändert?“, fragte der Dunkelblonde etwas zaghaft.

-„Weiß nicht..“, murmelte der Gefragte und zuckte mit den Schultern.

Das war eine gute Frage.. und er hatte ehrlich gesagt wirklich keine Ahnung. Doch wenn jetzt etwas anders zwischen ihnen war, sich ihr Verhältnis vielleicht gänzlich zerstört hatte, wusste Bill, dass es seine Schuld war. Würde er damit leben können? Doch bis jetzt hatte Tom ja noch nichts zum Thema 'Wer hat wen zuerst geküsst?' gesagt..

War er ihm denn auch entgegengekommen? Nein, der schwarzhaarige Junge schüttelte seinen Kopf und wandte ihn wieder Tom zu.

-„Ich weiß es echt nicht.. Was würdest du sagen?“.

Der Ältere drehte sich jetzt mit seinem ganzen Körper seinem Bruder zu und stützte seinen Kopf mit einer Hand ab, um Bill anzusehen.

-„Denkst du denn wirklich, dass so eine Lächerlichkeit alles irgendwie.. verändern oder zerstören könnte, was wir bis jetzt erlebt und durchgemacht haben? Ich glaube das nämlich nicht.. Es war eben ein.. Ausrutscher“.

-„Ausrutscher“, murmelte der Dunkelhaarige nachdenklich, „Ja, da hast du recht! Ein Ausrutscher“, er zwang sich zu einem Lächeln, „Am besten ist es, wenn wir das Ganze einfach vergessen“.

-„Das ist eine gute Idee!“, antwortete ihm Tom.

Beide legten sich wieder entspannt hin, Gesicht zu Gesicht lagen sie nun da und blickten in die so ähnlichen Augen des anderen.

-„K-können wir jetzt eigentlich wieder über alles reden?“, fragte der Dunkelblonde zaghaft.

-„Was für eine Frage! Natürlich“, lächelte der Jüngere.

-„I-ich ich fand das vorhin irgendwie schön..“; flüsterte der andere nun und unterbrach den Augenkontakt zu seinem Zwilling.

-„Was?“, verwirrt sah er Tom an, doch dann ging ihm ein Licht auf, „M-meinst du den Kuss?“.

Der ältere Junge nickte nur schwach und sah noch immer so gut es ging, an Bill vorbei. Er rechnete damit, dass Bill ihn jede Sekunde anschreien, aufspringen und ihm an den Kopf werfen würde, was für eine 'kranke Sau' er doch sei.

Doch nichts von alledem geschah.

Der Schwarzhaarige legte sich auf den Rücken und blickte nachdenklich an die Decke.

-„Weißt du.. i-ich hab' ja irgendwie damit angefangen.. und ich.. ich könnte nicht von mir behaupten, dass es mir nicht auch gefallen hat..“

Überrascht sah Tom nun auf.

-„Und es hat mich von.. naja, du weißt ja schon von was, abgelenkt..“.

-„Dann war es ja eigentlich doch nicht so blöd“, murmelte Tom nun und Bill nickte bestätigend.

-„Weißt du.. vielleicht.. ich ähm.. also ich würde dir so gerne helfen, bei deinem Problem, das weißt du, weil ich so furchtbar große Angst um dich habe und wenn.. wenn dich das ablenkt, dann..“.

-„Ja..?“, flüsterte der Jüngere und drehte sich nun wieder seinem Bruder zu.

-„Vielleicht würde dir das ja dann helfen.. davon loszukommen.. I-ich meins ja nur gut mit dir“, fügte er schnell hinzu und schluckte einen schweren Kloß hinunter.

-„Mhm.. vielleicht“.

-„Wir könnten es ja probieren..“, flüsterte nun auch schon der Dunkelblonde.

Bill konnte nur mehr nicken. Gefangen war in dem Blick seines Bruders.

-„Na dann..“.

Tom griff nach der zarten Hand seines Bruders und verhakte seine Finger mit denen von ihm.

Langsam – wie in Zeitlupe laufend – näherten sich ihre Gesichter. Beide sahen sich fest in die Augen. Sie wussten genau, dass das über gewöhnliche Brüderlichkeit hinausging, auch wenn es scheinbar nur für einen guten Zweck war.

Nun waren sie sich schon so nahe. Verboten nahe. Sie konnten schon jeweils den heftiger gehenden, warmen Atem des anderen auf seinen Lippen spüren, sanft stupsten sich ihre Nasenspitzen an und wie es zuvor geschehen war, berührten sich zärtlich ihre Lippen.

Ein wohliger Schauer durchfuhr Toms Körper und er wagte es seine Hand vorsichtig auf Bills Wange zu platzieren.

Der Schwarzhaarige schloss seine Augen und genoss das Gefühl, der weichen Lippen auf den Seinen. Er vergaß den Augenblick, vergaß alle Verbote und Regelungen und die Tatsache, dass Tom sein Bruder war.

Der ältere Zwilling drückte seine Lippen etwas fester an Bills und öffnete langsam seinen Mund. Zaghaft stupste er mit seiner Zunge an die warmen Lippen seines Bruders und wartete angespannt darauf, was denn nun passieren würde.

Der Jüngere öffnete seine Lippen einen Spalt breit und ließ es zu, dass Toms Zunge in seine Mundhöhle gleiten durfte. Sanft berührten sie sich nun und Bill war von diesem Gefühl so überrascht, dass er leise in den Kuss stöhnte.

Er rückte näher an Tom und sich immer weiterküssend, legte Bill einen Arm um seinen Bruder und schmiegte sich näher an ihn.

Der Kuss wurde heftiger und die Hand des Dunkelblonden wanderte nun in den Nacken seines Bruders, um den Kuss noch ein wenig zu intensivieren.

Tom liebte den Moment, er kostete ihn voll aus, doch dann beschlich ihn ein ungutes Gefühl und ein unangenehmer, im Augenblick unerwünschter, Gedanke schob sich in den Vordergrund. Es war verboten und am liebsten wollte sich Tom nun selbst ohrfeigen, weil er das Gefühl hatte, dass er das alles nur tat, um seine eigenen Wünsche zu erfüllen und nicht um Bill zu helfen.

Doch er brachte es nicht übers Herz, sich nun von seinem Zwilling zu lösen. Es war gerade so schön.

Im Eifer des Gefechts bemerkte Bill nicht einmal wie sehr er durch diesen Kuss erregt war und bekam das erst mit als er mit seiner an Toms auch immer größer werdende Beule in seinen Boxershorts stieß.

Erschrocken keuchte der Schwarzhaarige auf und löste sich ruckartig von Tom. Nie hätte er gedacht, dass sein eigener Bruder ihn dermaßen erregen könnte.

Mit weit aufgerissenen Augen sah er Tom an.

-„E-es tut mir Leid!“.

-„Schhh..“, machte Tom nur und küsste ihn wieder.

Bill wollte und konnte nicht protestieren und so erwiderte er den Kuss und dasselbe Spiel fing von vorne an.

Nach einer schier ewigen Weile ließen sie dann endlich von einander ab und blickten sich ausdruckslos in die Augen.

Es war doch Wahnsinn, was sie da gerade getan hatten. Einfach nur Wahnsinn.. Doch es war so wunderschön gewesen.

-„Ich..“, begann Bill, weil er das Gefühl hatte etwas sagen zu müssen, doch der Dunkelblonde legte sanft einen Finger auf die roten Lippen seines Gegenübers und hieß ihn zu schweigen.

-„Lass uns schlafen, ja?“, er lächelte ihn sanft an und Bill erwiderte dieses Lächeln nur zu gern, es gab ihm das Gefühl, dass alles in Ordnung ist.

-„Ja, gute Nacht“.

-„Nacht..“, der Dunkelblonde schmiegte sich sanft von hinten an seinen Bruder und legte einen Arm um ihn.

Ein sanftes, zufriedenes Lächeln legte sich auf die Lippen von Bill und einen kurzen Augenblick später war er auch schon eingeschlafen und mit ihm sein Bruder.



Uuuund? Hatte gefallen? biggrin.gif
Krieg ich n Kommi von euch ? *kicher*euch knutsch*
Toms-Guardianangel
also nen teil von dieser ff hat auf mich gepasst also wo bill tom das geheimniss sagt ging mia genau so mit ner freundin nua bei mai warns keine drogen...naja auch egal dry.gif

die is voll toll.. wub.gif
omg ich bin so hin und weg ^^
mach büdde schnell weida ^^
0nly0ne
wow..
und wiiie es mia gefällt.xD
toll weitergeschrieben.<3

aba i-wie versteh ich nich' alles. tongue.gif
wenn bill nich' in tom verknallt is',
nd tom nich' in bill,
wieso haben sie sich dann geküsst?? o.O

aba finde die ff echt tollig.<33 wub.gif
Jülchen
Tja, Tom hat es eben gefallen und er benutzt jetzt mehr oder weniger als Vorwand , dass es Bill ablenkt , um ihn zu küssen . (x Aber die werden sich schon noch verlieben - das werd ich schon machen . xDD

Im Urlaub , jaja , da wird's dann rund gehen , ich hab da schon so einige Ideen , ihr dürft gespannt sein . ^^

Und danke für Kommies . <3
*Küsschen und Blümchen verteil*
0nly0ne
*blümchen annimm nd in vase in zimmer stell*
&
*küsschen in hosentasche pack* (für späta) xD

achsoo..
aba dann hat sich tom ja doch in bill verknallt. tongue.gif
xD

juhuu,
bau' aba auch n bissl romantik ein. wink.gif
nich' nur so *piep* szenen. *lol*

weitaaa.<33
Punkrockgirl
Wie schonmal angemerkt finde ich deine FF gar nicht schlecht und ich bin schon verwöhnt, was sowas angeht wink.gif
Wobei, mir persönlich ist sie an manchen Stellen noch zu abgehackt und auch fast noch zu viel wörtliche Rede.
Wenn das dein Stil ist, dann ist das in Ordnung, dann ist es auch gut, aber für mich persönlich ist es eben nicht so schön zu lesen, mir gefällt das nicht so gut.

*Kekschen geb und auf Fortsetzung wart*
Jülchen
Ach ja.. das hat jetzt etwas gedauert mit dem neues Kapitel ne? Ich hab zurzeit ne Schreibblockade. -___- Und die is auch noch nicht weg, was ihr bestimmt an diesem Kapitel merken werdet. *seufz* Das Kapitel is leider total grottig geworden. Naja, ich hoffe, dass ich trotzdem von euch Kommies krieg! biggrin.gifD Es gibt auch ein wenig Lemon. (x

Aww, danke für eure Kommies! Die sind toll. Mit solchen kann ich was anfangen! Danke ! : DD *Milkshake-Runde ausgeb*

Hoffe euch gefällt das Kapitel trotz allem.

Cheers, Julie.



Kapitel IV – Wenn wir gehen dann nur zu zweit

-„Los, jetzt beeilt euch mal, sonst verpassen wir noch unsere Maschine!“, kam es gehetzt von der Mutter der Zwillinge.

-„Hast du gewusst, dass Stress eine der Hauptursachen für Herzinfarkte ist?“, kam es genervt von Tom und konnte seinen Koffer noch schnell genug nachziehen, ehe sein jüngerer Bruder beinahe darüber gestolpert wäre.

-„Mann, Tom!“, empörte dieser sich dann und strafte ihn mit einem verärgerten Blick.

-„Kommt schon, Jungs!“, Gordon blickte über seine Schulter zurück zu den Brüdern, welche erhebliche Schwierigkeiten hatten, den raschen Schritten ihrer Mutter zu folgen.

Beide stöhnten gleichzeitig genervt auf und verdrehten die Augen, begannen dann jedoch zu rennen und holten ihre Mutter schlussendlich ein.

Keuchend blieben sie vor ihrem Gate stehen.

Bill warf seinen Kopf in den Nacken, legte seine Hand auf seinen Bauch und zog die Luft gierig in seine Lungen. Tom hingegen ließ sich sofort auf eine Bank fallen und knallte seinen Koffer achtlos auf den Boden.

-„Es ist keine Zeit zum Sitzen, Tom!“, ermahnte ihn Siemone und scheuchte ihn von seinem Sitz hoch,

-„Mir reicht’s! Was soll das für ein Urlaub werden, wenn du mich die ganze Zeit durch die Gegend scheuchst?!“.

-„Gib die Schuld der Fluggesellschaft!“, sagte sie und kramte in ihrer braunen Handtasche nach den Bordkarten.

-„Nein, ich gebe dir die Schuld, Brüderchen!“.

Verwirrt blickte der Schwarzhaarige seinen Zwilling an.

-„Wie bitte, was?!“.

-„Na wer bekam zuerst seinen Arsch nicht hoch und meinte, dann noch einmal seinen ganzen Koffer ausräumen zu müssen, nur weil er seine Kamera nicht fand?!“.

-„Ach, halt die Klappe, du Depp..“, knurrte Bill und blickte durch die Gläser seiner Sonnenbrille zu Boden.

-„Und seit wann fotografierst du eigentlich?“, grinste Tom dann und stupste seinem Bruder in die Seite.

Der Jüngere schenkte ihm nur einen finsteren Blick,



Bill war langweilig. Immer wieder aufseufzend wechselte er die Position in seinem Sitz und warf einen flüchtigen Seitenblick auf seinen Bruder, welcher seelenruhig schlief und den Schwarzhaarigen alleine mit der Qual der Langeweile ließ.

Sie waren nun schon eine halbe Stunde darauf und daran, ihrem Urlaubsziel immer näher zu kommen, doch Tom, diese Schlafmütze, ließ ihn ganz alleine.

Stöhnend ließ er seinen Blick durch das kleine Flugzeug schweifen. Sie hatten einen Privatflug gebucht – war ja nicht so, dass es ihnen an Geld für so etwas fehlte. Im vorderen Bereich saßen seine Mutter und Gordon, das Geschwisterpaar in der letzten Reihe.

Bill begann nun also nachzudenken. Das ging bei ihm immer schon fast wie von selbst. Ließ man ihn zulange ohne Ablenkung seinen Gedanken ausgesetzt, war er in den nächsten Sekunden sofort darin versunken.

Die gestrige Nacht ging ihm wieder durch den Kopf. Dieser Kuss – wohl eher dieses Rumgeknutsche – das war einfach unglaublich. Er hatte sich beim Besten Willen nicht vorstellen können, dass es so aufregend sein konnte, seinen eigenen Bruder zu küssen.

Doch dann kam Bill wieder in den Sinn, wie sehr ihn die Berührungen seines Bruders erregt hatten. Das ist doch nicht normal. Angestrengt nachdenkend begann er auf seiner Unterlippe herumzukauen, schüttelte seinen Kopf und kniff für einen kurzen Moment die Augen zu. Er musste ganz schnell diese Gedanken verdrängen.

Beinahe schon hilfesuchend blickte er sich um, sah dann zu seinem Bruder und seufzte – wieder einmal – laut auf.

Es reicht, dachte er und stupste den Dunkelblonde an.

-„Hey, du Schnarchnase!“, sagte er und Tom rührte sich tatsächlich.

-„Was is’n?“, knurrte dieser verschlafen und machte sich nicht einmal die Mühe Bill anzusehen. Mit geschlossenen Augen lehnte er an der Wand, der Mund stand halb offen.

-„Mir ist langweilig! Wieso pennst du?“.

-„Ersteres is’ mir egal und Letzteres, weil.. weil ich müde bin“, murmelte er und bewegte sich wieder ein paar Zentimeter, „Lass mich in Ruhe, Bill..“.

-„Nee! Willst du, dass ich vor Langeweile sterbe?“.

-„Im Moment wär das gar nicht so schlecht!“, fauchte der ältere Junge nun.

-„Pff.. dir ist wohl die dünne Luft hier oben zu Kopfe gestiegen, was?“, sagte der Schwarzhaarige nun beleidigt und verschränkte die Arme bockig vor der Brust.

-„Ja, nee, is’ klar! Die Angst hab ich nämlich auch!“, knurrte Tom, drehte sich immer mehr der Wand zu und zog die Schultern schützend hoch.

-„Jetzt komm, du Penner!“, musste Bill nun grinsen und piekste seinem Bruder in die Seite, welcher zusammenzuckte, „Du kannst mich nicht ignorieren, das weißt du!“, sagte der Jüngere und piekste immer wieder in die Rippen seiner Bruders.

Tom begann langsam echt wütend zu werden und knirschte bedrohlich mit den Zähnen. Er hasste es, wenn man ihn nicht in Ruhe schlafen ließ.

-„Ich kann dir gar nicht sagen, wie sehr du mir heute auf’m Sack gehst!“, presste er hervor.

-„Du bist selber Schuld, das weißt du auch! Unterhalte mich, dann bin ich ruhig!“, erklärte Bill und piesackte seinen Bruder weiterhin.

-„Willst du den Urlaub mit Ganzkörpergips verbringen?!“.

-„Nee, seh’ ich so aus?“.

-„DANN LASS MICH JETZT ZUFRIEDEN!“, brüllte der Dunkelblonde und sah den Jüngeren nun mit wutverzerrtem Gesicht an.

Gordon drehte sich verwirrt zu den Brüdern um und sah sie fragend an.

-„Alles in Ordnung bei euch, Jungs?“.

-„Nein, Bill führt sich auf wie das größte Kindergartenkind!“, antwortete Tom schnaubend.

-„Naja, wenn dann schon das kleinste Kindergartenkind, ergibt ja sonst herzlich wenig Sinn“, sagte der Schwarzhaarige und konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen.

-„Ich will keine Fäuste sehen!“, mahnte Gordon und drehte sich wieder um.

Zähne zermalmend sah der ältere Zwilling seinen Bruder an.

-„Du kleiner Wichser, du! Ich kann di-“, der Blonde brach mitten im Satz ab und sah seinen Bruder prüfend an und musterte ihn scharf von oben bis unten.

-„Du hast doch etwa nicht..?!“, zischte er nun.

-„Was?“, skeptisch besah Bill sich seinen Zwillingsbruder, doch dann ging ihm ein Licht auf.

-„Nein!“, sagte er sofort empört.

-„Wirklich nicht?! Vielleicht hast du ja deswegen heute solange im Bad gebraucht!“, Tom verschränkte seine Augen zu Schlitze, durch welche er seinen Bruder weiterhin scharf beobachtete.

-„Nein, du Volltrottel! Wie kannst du nur..?!“, sagte er und achtete darauf, ja nicht zu laut zu werden.

-„Oh ja, wie kann ich nur?! Ich hätte ja auch nicht von dir gedacht, dass du so etwas überhaupt tust!“.

Bill wandte seinen Kopf zur Seite ab.

-„..und da du auch so gut drauf bist, warst, was weiß ich, dachte ich eben..“.

-„Jetzt bin ich nicht mehr gut drauf! Darf ich denn nicht mal lachen, ohne dass ich gleich.. ohne dass ich.. Hör mal, wir fliegen heute in unseren Urlaub, wir haben Ferien! Da hast nur einzig und allein du schlechte Laune!“.

-„Ach, halt doch die Klappe“, knurrte Tom und wendete seinen Blick aus dem kleinen, ovalen Fenster und beobachtete für einen kurzen Augenblick die Wolkentürme, welche vorbeizogen.

-„Ich wusste, dass ich es dir nicht hätte sagen sollen! I-ich..“, stammelte Bill mit brüchiger Stimme, „Ach Scheiße“, schluchzte er, stand auf und verschwand auf die kleine Toilettenkabine.

-„Na toll“, stöhnte Tom und schnallte sich ab, um seinem kleineren Bruder zu folgen.

Er kämpfte sich aus der Sitzreihe und vergewisserte sich, dass seine Mutter und Gordon beschäftigt waren. Sachte klopfte er an die, sehr instabil scheinende, Tür.

-„Bill, komm schon, mach die Tür auf“, murmelte er und sah wieder nervös zu seinen Eltern vor.

-„Hau ab!“.

-„Nein! Bill, bitte.. es tut mir Leid! Komm, mach auf, es tut mir Leid, dass ich gleich das von dir angenommen habe, aber.. aber.. bitte versteh mich doch! Lass mich rein.. Bitte..“.

Ein leises Schniefen war zu hören, dann hörte Tom das Klacken des Schlosses und die Tür öffnete sich. Schnell huschte der dunkelblonde Junge in die enge Toilettenkabine.

Der Schwarzhaarige saß auf dem Klodeckel und hatte seinen Kopf in seinen Händen abgestützt. Er schien ganz blass im Gesicht. Besorgt sah ihn Tom einige Sekunden lang an, dann sperrte er die Tür wieder ab.

-„Wieso weinst du jetzt?“, fragte er sanft und griff ein wenig zögernd nach Bills Hand.

Der Jüngere schüttelte nur seinen Kopf und wischte sich die Tränen von den Wangen, ließ jedoch die Berührung ihrer Hände zu.

Tom seufzte leise und kniete sich vor seinen Bruder, unglücklich besah er ihn sich.

-„Bill, es tut mir Leid.. Bitte hör auf zu weinen! Du weinst doch wegen mir, stimmt’s?“.

Der Jüngere schüttelte nur abermals seinen Kopf, schloss seine Augen und senkte seinen Blick tief zu Boden. Tom blieb vor ihm sitzen und ließ ihn keine Sekunde lang aus den Augen.

Vorsichtig begann er über die blasse Hand seines Zwillings zu streicheln und legte sie dann langsam an seine Wange. Nun blickte Bill langsam auf, mit roten, nassen, verweinten Augen sah er seinem Bruder in das Gesicht und seine wunderschönen, vollen Lippen waren leicht geöffnet.

-„Tom?“, fragte er unsicher.

-„Hm?“, erwiderte der andere leise.

„K-küsst du mich?“.

Tom sagte darauf nichts, verhakte seine Finger mit Bills und nahm auch seine andere Hand. Er reckte seinen Hals ein wenig und legte seine Lippen gleich darauf auf Bills.

Einen Moment verharrten sie so, doch dann öffnete Bill seine Lippen und suchte sich mit seiner Zunge den Weg in die Mundhöhle seines Bruders. Er wollte mehr, er wollte wieder diesen Geschmack von Tom in sich haben.

Der Dunkelblonde zögerte keinen Augenblick und kam ihm auch mit seiner Zunge entgegen. Er liebte es einfach seinen Bruder zu küssen, alles war so vertraut und doch so fremd und da war noch dieser Nervenkitzel..

Tom schloss seine Augen und legte seine Hand nun in Bills Nacken um den Kuss ein wenig zu intensivieren

Die Tränen waren bei dem kleineren Zwilling längst verebbt, er genoss den Moment.

Tom küsste so gut, dass hätte er sich nicht träumen lassen. Gut, er hätte sich auch nicht träumen lassen seinen eigenen Bruder jemals so zu küssen.

Bill rutschte herab in den Schoß seines Bruders und schlang seine Beine um ihn. Langsam wanderten seine Lippen über seine Wange hinunter zu seinem Hals. Tom legte seinen Kopf ein wenig zur Seite, um dem Schwarzhaarigen etwas mehr Platz zu bieten, doch eine kleine Sirene schaltete sich in seinem Kopf ein.

Geht das denn nun nicht zu weit? Das ist Bill, dein Bruder, Mann! Und du lässt es zu, dass er dich geil macht!, schimpfte er mit sich selbst, doch er konnte sich nicht gegen Bill wehren, es war doch gerade so schön.

Der schwarzhaarige Junge ließ von Toms Hals ab, blickte ihm kurz in die Augen und küsste dann wieder seine Lippen. Jedoch heftiger und etwas stürmischer als zuvor.

Der Dunkelblonde hörte nun nicht mehr auf seinen Verstand, er tat nun was ihm sein Herz befehlte.

Langsam und vorsichtig fuhr er mit seiner Hand unter das Shirt von Bill und strich zärtlich über die nackte, warme Haut. Der Jüngere musste kurz leise in den Kuss keuchen, ein angenehmer, warmer Schauer lief ihm über den Rücken.

Bill spürte es schon wieder, er wurde erregt - von Tom. Doch er fand es einfach nur schön. Die Berührungen von ihm waren so sanft und so liebevoll. Tom wollte ihm nicht wehtun, das spürte er allein schon an der Art wie er ihn küsste, und das obwohl sie nicht einmal verliebt ineinander waren. Sie führten hier doch nur das Ablenkungsmanöver aus.. oder was auch immer.

Nun wanderten Toms Finger hinab. Hinab zu seiner Gürtelschnalle, strichen ihm kurz über den Bauch und begannen dann, das eiserne Teil zu öffnen.

Bill protestierte nicht, er wollte ja nicht einmal etwas sagen, einfach nur dasitzen, Tom küssen und.. und ja.. wollte das jetzt auf sich zukommen lassen.

Auch Tom zögerte nicht. Wenn es Bill zu weit gehen würde, würde er sich schon gegen ihn wehren – hoffte er zumindest.

Der Gürtel war offen, bald darauf auch der Hosenknopf und der Reißverschluss.

Tom hob Bill ein wenig an den Hüften an und zog ihm mit einem Ruck die Jeans und die Boxershorts ein Stück herab. Nun streckte sich Tom Bills blanke Erregung entgegen und dieser Anblick brachte ihn nun doch zum Schlucken.

Das war verboten.. verboten.. verboten.. Was er gleich tun wollte war verboten, schallte es ihm die ganze Zeit durch den Kopf.

Der Schwarzhaarige sah ihn lüstern an. Dann küsste er ihn wieder stürmisch und drängte ihm sein Becken entgegen.

Egal, dachte Tom, sein Verstand hatte sich nun gänzlich ausgeschaltet. Er hatte nur noch Augen für seinen Bruder, der nur mehr auf seine Erlösung zu warten schien.

Ihre Zungen lieferten sich einen heißen Kampf, während Toms Hand langsam zu Bills Penis vorwanderte.

Seine Fingerkuppen strichen sanft über seine Eichel und Bill stöhnte leise in den Kuss.

Der Jüngere schlang seine Arme um Toms Hals und küsste ihn immer weiter. Die warmen Finger Toms strichen nun langsam über seine gesamte Länge, ehe sie sie ganz umschlossen.

Bill musste sich aus dem Kuss lösen und seinen Mund auf Toms Schulter pressen, um nicht laut aufzustöhnen.

Der Dunkelblonde begann nun langsam seine Hand auf- und ab zu bewegen und der Schwarzhaarige warf seinen Kopf in seinen Nacken. Tom leckte zärtlich über Bills Hals und führte seine Handbewegungen gleichmäßig fort.

Der jüngere Zwilling konnte nur mit aller Kraft ein kehliges Stöhnen unterdrücken. Es war alles so erregend. Sein Bruder machte ihn so was von dermaßen an, dass Bill erhebliche Schwierigkeiten hatte nicht sofort zu kommen.

-„Schneller, Tom“, flüsterte er heiß und schluckte hart.

Den Dunkelblonden erregte Bills leises Keuchen und seine Bewegungen selbst so sehr, dass sein Penis schon schmerzhaft wenig Platz in seiner Boxershorts fand. Er erfüllte jedoch den Wunsch seines Bruders und verschnellte die Reibung an Bills Glied.

Schnell musste er ihn küssen, um ein lauteres Stöhnen zu vermeiden. Sie durften ja nicht zu laut werden, das wäre ihr Untergang.

Der Jüngere drängte ihm nun schon selbst sein Becken hart entgegen, um die Reibungen zu erhöhen und hatte immer größere Schwierigkeiten nicht zu stöhnen.

Unkontrolliert atmete er, presste seinen Mund wieder auf Toms Schulter und kam. Beinahe schon wimmernd ergoss er sich in der Hand seines Zwillings und zuckte vor Erregung auf ihm.

Als das warme Sperma über Toms Finger rann, konnte auch er nicht mehr anders und kam selbst zum Orgasmus. Einzig und allein durch die Bewegungen und Geräusche, die sein Bruder von sich gab.

Leise Keuchend saßen nun beide in der kleinen Kabine, versuchten ihre Atmung wieder zu normalisieren. Vorsichtig strich Tom seinem Bruder eine verschwitzte Haarsträhne aus dem Gesicht und lächelte leicht.

-„Danke, Tom“, murmelte Bill nur leise und hauchte ihm noch einen letzten, sanften Kuss auf die Lippen.
BILLTOMLOVER
uhiiii xP
schreib weiter <333
Jülchen
Danke fürs Kommi : DD

Weiter gehts ..

Und zum ersten mal macht sich Bills Sucht , bzw die Probleme , die damit auftreten , bemerkbar .
Drama , Drama , Drama .. sag ich (;

Viel Spaß beim Lesen : DD Gebt mir Kommis (: Dann gehts bald weiter ^-^
*euch Milkshakes und Kekse gib*


Kapitel V - Du bist alles was ich bin



Als erster erhob sich Bill und räusperte sich ein wenig betreten.

-„Ähm.. w-wie.. wie sollen wir jetzt diese Schweinerei sauber kriegen?“, fragte Tom, biss sich auf die Unterlippe und wagte es kaum seinem Bruder in die Augen zu sehen.

Sie hatten es schon wieder zu weit getrieben, noch viel weiter als schon mit der Küsserei. Er hatte dass Gefühl, als ob sie schon sämtliche Grenzen übertreten hätten – selbst wenn sie ihre eigenen sehr weit entfernt gelegt hatten, doch wann hätten sie denn ahnen sollen, dass sie jemals so etwas machen würden?

-„Warte mal..“, sagte der Jüngere, schnappte sich die Toilettenpapierrolle vom Halter und wischte sich so gut es ging mit reichlich Blättern sauber, um sich anschließend wieder anzuziehen.

-„Geht es bei dir? Ich meine.. Sieht man etwas?“, fragend sah er seinen Bruder an; das war mit Abstand das unbequemste Gespräch mit Tom, dass er jemals geführt hatte.

Tom stand auf und sah an sich herab.

-„N-nein.. nein, ich denke es geht“, sagte der Dunkelblonde und zupfte an seinen viel zu weiten Hosen herum.

-„Ähm ja, gut..“, murmelte Bill, stellte ich neben seinen Zwilling und betrachtete prüfend sein Spiegelbild, um vielleicht verräterische Spuren aufzudecken.

Er zupfte ein wenig an seinen Haaren herum und sah dann in Toms Spiegelbild, welches ihn die ganze Zeit über schon beobachtet hatte.

Der Schwarzhaarige stoppte sein tun und hielt den Augenkontakt mit seinem Zwilling.

Tom war noch nie aufgefallen, wie hübsch sein Bruder eigentlich war, sahen sie sich doch so ähnlich. Trotzdem schien ihm Bill tausendmal schöner, als er es selbst war.

Lag es vielleicht an seiner Androgynität?

Bills Gesichtszüge waren weicher, feiner als seine eigenen. Seine Nase viel zarter und seine Lippen viel voller.

-„Ist was?“, traute sich Bill nun fragen und durchbrach damit Toms Gedankenwall.

-„Hm? Nein, nein! Alles in Ordnung!“.

Bill drehte sich zu Tom um und sah ihm nun direkt ins Gesicht.

-„Bitte.. bitte versprich mir, dass all das nichts zwischen uns ändern wird“.

-„Ich.. äh.. was?!“.

-„Bitte versprich es mir einfach“, mit einem letzten Blick in Toms Augen verließ der Jüngere die Kabine.

Die Blicke seines Bruders brannte Tom auf der Netzhaut, er hatte so einen Schmerz ausgestrahlt, einen Schmerz, welchen er nicht richtig deuten konnte – noch nicht.

Kurz schüttelte er seinen Kopf, wusch sich seine Hände und verließ dann auch den engen Raum.

Was Gefühle waren da am hochkommen? Beziehungsweise; hegte er schon verbotene Gefühle für Bill?



Stunden später landete der kleine Privatflieger endlich auf der Landebahn der kleinen Insel.

-„Komm, Billy! Wir sind da!“, sagte der Dunkelblonde voller Vorfreude und schüttelte seinen Bruder sanft an den Schultern.

-„W-was?“, murmelte der andere verschlafen.

Er war vorhin weggenickt – zur Vergnügung seines Bruders, hatte doch Bill ihn vorhin zusammengestaucht, weil er geschlafen hatte.

-„Aufstehen! Du bist keinen Dreck besser als ich“, ein amüsiertes Grinsen zierte Toms Lippen.

Gordon und Siemone hatten sich bereits abgeschnallt und waren gerade dabei, ihr Handgepäck aus den Staufächern zu holen.

-„Oh!“, rief Bill überrascht und wollte aufspringen, wurde jedoch von seinem Gurt gehindert.

Der Ältere lachte auf.

-„Halt die Fresse, Tom!“, knurrte der Jüngere, schnallte sich ab.

Mit hochrotem Kopf wollte der Schwarzhaarige nach vorne stapfen, wurde jedoch prompt von Tom aufgehalten.

-„Hey, Kleiner! Was ist mit deiner Tasche?“, rief er ihm grinsend hinterher.

Bill sagte nichts, machte eine Kehrtwendung, schnappte seine weiße Tasche und der Rot-Ton in seinem Gesicht wurde noch eine Nuance dunkler.

-„Was ist dir denn so peinlich?“.

-„Klappe..“, murmelte Bill, steckte seinen Kopf hinunter und nahm seinen angebrochenen Weg wieder auf.

-„Na ihr zwei?“, lächelte Siemone ihre Söhne an.

Die vier verließen das kleine Flugzeug und sofort prallte ihnen die heiße Nachmittagssonne ins Gesicht.

-„Hey, ich steh auf das Wetter!“, ließ To gutgelaunt ertönen und schälte sich aus seiner übergroßen Weste.

Bills kleiner Scham-Anfall war nun wie weggeblasen und strahlend – auch wenn er nur am Flugplatz stand – sah er sich um.

-„Kommt“, trieb die Mutter der Zwillinge sie an und so gleich folgten sie ihr gehorsam hinein in den bemerkenswerten kleinen Flughafen der Insel.



-„Ich glaub’s nicht!“, gab Bill auflachend von sich und ließ sich in sein großes, weiches Bett fallen.

-„Du kannst es ruhig glauben, Kleiner! Wir sind im Urlaub“, mit seinen Koffern kämpfend, zwängte er sich durch dir schmale Tür des Bungalows – zumindest versuchte er es.

-„Verdammt!“.

Bill verdrehte seine Augen und erhob sich genervt stöhnend wieder aus seinem Bett, um seinem Bruder durch die Tür zu helfen.

-„Du bist echt doof!“, sagte der Schwarzhaarige und nahm seinem Bruder den größten Koffer ab.

-„Ja..“, keuchend schob er sich nun samt seiner Reisetasche durch die Tür, um sich dann auf sein Bett fallen zu lassen, „Aber zum Glück noch lange nicht so doof wie du!“, frech grinsend blickte er zu ihm hoch.

-„Pass auf was du sagst, Tom!“.

-„Wieso? Als ob ich Angst vor dir haben müsste“, sagte der andere weiterhin grinsend.

-„Mh.. du solltest mittlerweile wissen, zu was ich alles fähig bin, wo du mich doch schon so lange kennst!“.

-„Tu ich ja auch, deswegen weiß ich ja, dass ich vor ’ner Mücke mehr Angst haben muss als vor dir!“.

-„Pff.. achte auf deine Fresse, Großer!“, sagte Bill, kniete sich über Tom und drückte ihn an seinen Handgelenken fest in die Matratze.

-„Warum?“, aus unschuldigen Augen sah er zu seinem Bruder hoch.

-„Weil es sein könnte, dass ich sie dir poliere wenn du weiterhin so frech bist!“.

-„Drohst du mir, Billyboy?“.

-„Vielleicht“.

Schallendes Gelächter brach aus Tom hervor und der Jüngere wich vor Schreck von ihm zurück.

-„Du bist echt zu lustig!“, kicherte der Dunkelblonde weiter vor sich hin und Bills sonst so blasses Gesicht nahm einen immer dunkler werdender Rot-Ton an.

-„Halt’s Maul!“, knurrte er wieder einmal mehr als peinlich berührt.

Tom stand auf, wischte sich die Lachtränen weg und hielt kurz inne - doch dann prustete er wieder los.

-„Ehrlich, Bill, du bist zu geil! Und jetzt wirst du schon wieder rot“, gackernd ging er mit seiner Tasche ins Bad.

-„Du bist ein Arschloch, Tom!“, rief Bill ihm hinterher, „Du machst dich nur über mich lustig, wo du doch genau weißt, wie scheiße es mir geht!“, Tränen sammelten sich in seinen Augenwinkeln und seine Stimme wurde brüchig.

Wie konnte Tom nur so ein gefühlskalter Esel sein?! Verarschte ihn nach Strich und Faden, wo er doch genau wusste, in welcher furchtbar schlechten seelischen Verfassung Bill sich befand.

Der ältere Zwilling öffnete die Badezimmertür und spähte erschrocken hervor. Er hatte sich umgezogen und so stand er nur mehr in Badeshorts vor ihm.

-„Aber.. Billy.. i-ich“, er ging ein paar Schritte auf ihn zu, „Das war doch nur Spaß! Ich.. oh Gott.. Es tut mir so Leid!“.

-„Denk doch mal nach bevor du redest!“, fauchte der Jüngere und die erste Träne verließ seine Augen, „Machst immer nur Späße auf den Kosten anderer!“.

-„Bill! Bitte, es tut mir Leid! I-ich wollte doch nicht, dass du weinst.. ach bitte.. Kleiner“, zaghaft griff er nach der Hand seines Bruders.

Bill jedoch wich überstürzt zurück.

-„Das kannst du dir sparen! Du bist so rücksichtslos, Tom!“, immer mehr Tränen flossen über seine Wangen.

Grob stieß er Tom von seiner Seite und stürzte aus dem Bungalow – und Tom wurde in diesem Moment klar, wie schlecht es wirklich ging.



Mit tränenverschleiertem Blick suchte Bill hastend die Umgebung ab – weit und breit nur Sand und Meer.

Ein kurzes, schwaches Kopfschütteln seinerseits, dann flüchtete er den Strand hinauf. Er lief so schnell und solange seine Füße ihn trugen.

Keuchend ließ er sich in den sonnengewärmten Sand sinken, weit und breit niemand zu sehen.

Ein Weinkrampf packte ihn, ließ seinen gesamten Körper erbeben und ihn immer wieder laut aufschluchzen.

Salzige Tränen tropften von seinem Gesicht in den Sand und dessen Wärme ließ diese sofort verdunsten und die Welt nur mehr von dem Leiden dieses Jungen vermuten.

Der Schwarzhaarige weinte nicht nur aus diesem einen Grund, dem Streit mit Tom. Nein, das wäre doch lächerlich!

Alles stieg ihm im Moment zu Kopfe.

Der nun riesige von ihm abfallende Druck, welcher solange auf ihm alleine gelastet hatte, seine sämtlichen Sorgen, das Problem mit der Sucht, die in ihm aufkommenden, verbotenen Gefühle für Tom, der Streit,..

Wie viel konnte er noch ertragen? Wann wurde es zu viel für ihn?! Wie weit war diese Grenze noch entfernt?

Krampfhaft klammerte sich seine Hand um seinen Unterarm, seine Nägel krallten sich in sein Fleisch, doch dieser Schmerz störte ihn im Moment noch am mindesten.

Er wollte seine Sorgen vergessen, wieder einmal auf dieser Wolke der Erleichterung und Sorglosigkeit schwimmen. Einfach nichts mehr spüren.

Bill stand nun mit schwachen Beinen auf. Sein Atem ging schnell, Schweiß war ihm auf der Stirn ausgebrochen. Es war ihm nicht möglich gerade zu stehen.

Am ganzen Leib zitternd verharrte er kurz in dieser zusammen gekrümmten Position, dann begann er zu laufen.

Er brauchte seine Droge. Er musste sie jetzt kriegen, es ging einfach nicht anders. Es war der einzig vernünftige und mögliche Weg.

Blind war er – bloß angetrieben von der Sucht.

Der schwarzhaarige Junge brauchte seine Erlösung, er ertrug diesen seelischen Schmerz nicht mehr.

Bill spürte dumpf wie es kühl um seine Füße wurde.

Panisch schrie er auf, als dieses Gefühl sich seine Beine hoch fraß und immer kälter wurde, schon richtig schmerzte.

Er musste dieser Kälte entkommen, lief immer weiter, doch es gab kein entkommen, je weiter er lief, desto höher kroch sie, desto mehr fror sie ihn ein.

Bill schluckte und hustete. Er bekam keine Luft mehr.

Plötzlich spürte er einen festen Griff um seinen Oberarm. Starker Gegendruck wirkte gegen seinen ganzen Körper und auf einmal durchflutete ihn eine vertraute Wärme, diese Wärme, die alles durchdrang, sogar die finstersten und kältesten Mächte. Sie durchsickerte sogar diese Kälte.

Hart landete er auf einem warmen Boden, zitternd und sich krümmend lag er da, spuckte und prustete salziges Wasser aus seinem Mund und rang nach Luft.

-„Bill!“, hörte er jemanden panisch schreien, „Bill!!“.

Der Schwarzhaarige konnte jedoch keine Antwort geben, so sehr er auch wollte, es ging einfach nicht. Er hatte das Gefühl, als ob scharfe Krallen ihm die Kehle zudrücken würden und so begann er zu würgen.

Eine gellende Ohrfeige brachte ihn in die Realität zurück.

Kerzengerade, mit weit aufgerissenen Augen saß er im Sand. Seine Haare hingen ihm nass und hinabgeplättet über die Schultern und die durchnässte Kleidung klebte ihm auf der Haut.

-„Bill! Jetzt sag doch was!!“, flehte Tom ihn an, welcher neben ihm kniete.

Er sah zu Tode erschrocken aus. Auch er war bis auf die Knochen durchnässt, sein Gesicht bleich wie eine weiße Wand.

-„I-ich.. Tom“, fand der Jüngere nun wieder schwach zu seiner Stimme, strich sich mit zitternden Fingern eine nasse Strähne aus dem Gesicht.

-„Was war los?! Oh Gott, Bill..“, der Dunkelblonde wusste nicht wie er seinen Schock in Worte fassen sollte und bemerkte nicht einmal, dass er weinte.

Nun traten auch wieder heiße Tränen aus Bills Augen, hinterließen eine brennende Spur auf den kalten Wangen des Jüngeren.

Tom sagte nichts mehr, schlang die Arme um seinen Bruder und hielt ihn fest.

-„Lass mich nicht mehr los..“.
Mary1988
wann gehtsn hier weider??? ich warte seehhhnssüüücchhhtiiig happy.gif
sonja7
oh süße das ist echt mal hir der hammer ich hab mir grad alles durch gellesn und finde sie nur hammer hammer geil schreib bitte schnel weiter.

Das ist so traurich mit bill *das bringt ein zum weinen*

schnel weiter ja
Emma94
Wooah aba halloo!!! wub.gif
ich hab voll den schreck gekriegt als ich das gelesen hab blink.gif laugh.gif
ich find die ff einfach nur hammer geil, wie du bills emotionen immer an den richigen stellen einsetzt!!

wUnDeRtOlL x3

♥♥♥---------------------♥♥♥
Jülchen
Aww danke für eure lieben Kommentare . (:
Frisches Kapitel:



Kapitel VI - ..und alles was durch meine Adern fließt


-„Wir müssen dich aus den nassen Sachen rauskriegen“, sagte Tom und half seinem, kleinen Bruder in das kleine Bad ihres Bungalows.

Tom versuchte das verräterische Brennen in seinen Augen zu ignorieren, er musste doch stark sein – stark sein für Bill. Bis jetzt hatte er sich wacker geschlagen.

Noch immer saß dem Dunkelblonden der Schock tief in den Knochen, das war einfach nur grauenvoll gewesen. Seinen eigenen Zwilling so zu sehen, in diesem Zustand. Gar nicht auszudenken was passiert wäre, wenn er ihm nicht gefolgt wäre.

Bills gesamter Körper zitterte und nun schüttelte es ihn schon regelrecht vor Kälte.

Der ältere Bruder zog ihm mit Müh und Not das T-Shirt und seine Hose aus, was sich mehr als schwierig erwies, da Bill steif wie ein Brett dastand und nur flach atmete.

Nun stand der Schwarzhaarige nackt da und Tom musste schlucken, da ihm unwillkürlich Szenen aus der Flugzeugtoilette durch den Kopf schossen.

Kurz schüttelte er seinen Kopf und legte einen Arm um Bills Hüfte.

-„Komm, wir gehen jetzt unter die Dusche“, sprach er sanft zu seinem Bruder, hievte ihn fast ganz von alleine in die Duschkabine und drehte das Wasser auf, so dass es nun in angenehmer Temperatur auf sie herabprasselte.

Dem dunkelblonden Jungen war es hetzt im Moment sogar egal, dass seine Dreadlocks nass wurden und eine Badehose hatte er sowieso schon an.

-„Ich wasch dir jetzt die Haare ja?“, sagte er und Bill nickte darauf kaum merklich.

Tom nahm eine Flasche aus dem kleinen Regal in der Ecke der Dusche und begann mit dem Inhalt das rabenschwarze Haar seines Bruders einzuschäumen.

Immer wieder musste er ihm mit dem Daumen sanft über die Stirn streichen, um das Shampoo daran zu hindern in Bills Augen zu rinnen.

Was Tom nicht bemerkte, war, wie sein kleiner Bruder zu weinen begann. Die Tränen gingen ganz in dem herabprasselnden Nass unter und für ein Schluchzen war er viel zu Schwach.

Jede Berührung von Tom, egal wie sanft sie auch war, durchbohrte sein Herz wie ein Messerstich,, wurde ihm doch immer klarer wie sehr er in seinen Bruder verliebt war.

Es war ja nicht so, dass er nur heimlich für ihn schwärmen konnte, nein, er konnte Tom doch auch ‚zur Ablenkung’ küssen und anscheinend mit ihm noch ein wenig weitergehen, aber ihm fehlte etwas.

Die emotionale Bindung.

Er würde nie mit seinem Zwilling zusammen sein können, ihm nie sagen können, dass er ihn liebt, da Tom ihn dann wahrscheinlich verstoßen würde, eine Beziehung würde dieser bestimmt nicht wollen, nicht mit seinem eigenen Zwillingsbruder..

Bill konnte nur so weitermachen, weiter die ‚Ablenkungsmanöver-Masche’ durchführen, doch - und das wusste er genau – würde ihn früher oder später völlig zerstören.

Der ältere Zwilling war gerade dabei den Schaum aus dem Haar seines Bruders zu waschen, als dieser plötzlich zusammensackte.

-„Bill!“, schrie er erschrocken auf und stürzte sich sofort zu ihm auf den Boden.

Aufschluchzend lehnte der Dunkelhaarige seinen Körper an die beschlagene Duschwand und schloss seine Augen. Er konnte es nicht mehr länger unterdrücken und das Weinen nahm ihm so viel Kraft, dass ihn seine Beine nicht mehr trugen.

-„Oh Gott, Bill! Soll ich einen Arzt rufen?!“, sagte Tom panisch und legte seine Hand an Bills Schulter.

Der Jüngere schüttelte nur seinen Kopf und brach in Tränen aus. Sein gesamter Körper wurde geschüttelt von der Qual die er in seinem Herzen trug.

Der dunkelblonde Zwilling zog seinen Bruder zu sich in die Arme und hielt ihn fest.

-„Schhh.. Bill“.

-„B-bitte keinen Arzt.. nein, bitte..“, flehte der andere immer wieder schluchzend.

-„Nein, keine Sorge, ich rufe keinen Arzt“, sagte Tom beruhigend und gefasst, obwohl ihm gerade selber zu heulen zumute war, „keine Sorge, aber du solltest jetzt ins Bett, Bill“.

Er wusste nicht woher er die Kraft nahm, doch er zog Bill hoch auf seine Beine und brachte es auch noch fertig den Jüngeren abzutrocknen.

Der Schwarzhaarige ließ es aber nicht mehr zu, dass Tom ihm die Haare trocken föhnte, vielleicht war es ja auch besser so, er brauchte einen kühlen Kopf um wieder ganz zu sich zu kommen.

Bill schaffte es auf zittrigen Beinen in sein Bett; sein Zwilling folgte ihm, beobachtete ihn von hinten besorgt und verzweifelt.

Beinahe kraftlos erscheinend ließ sich der Junge in die Laken fallen, Tom nahm die Decke seines Bettes und legte sie behutsam über den nackten. Zitternden Körper seines Bruders.

-„Tom..“, sagte der Dunkelhaarige heiser, „Bitte bleib bei mir..“.

Der Angeflehte nickte, nahm sich einen Stuhl und setzte sich neben das Bett seines jüngeren Bruders.

Müde streckte Bill seine Hand nach dem blonden Jungen und dieser ergriff sie.

Seine Hand war eiskalt und ließ Tom erschaudern.

Der Jüngere schloss nun seine Augen, ein- zwei kleine Schluchzer und Seufzer lies er noch ertönen, doch dann überwältigte ihn der Schlaf, was das ruhige, gleichmäßige Schnaufen vermuten ließ.

Tom hielt jedoch noch immer Bills Hand, und dieser dachte nicht einmal im Schlaf daran diese loszulassen.

Er hoffte inständig, dass Bill sich in seinem Schlaf erholen würde. Es war einfach grauenvoll wie schlecht es ihm ging. War er denn schon so tief in seine Sucht geschlittert? Schaffte es Tom allein ihn da wieder rauszureißen?

Fragen über Fragen zerschlugen sich in seinem Kopf. Es würde alles viel schwieriger werden, als er vielleicht gedacht hatte.

Lange, er wusste schon nicht einmal mehr wie spät es war, begann er Bill genau zu mustern. Er konnte es einfach nicht bleiben lassen, die Gesichtszüge seines Bruders zu analysieren.

Er konnte sich nicht helfen, doch irgendwie dachte er, Gefühle für seinen Bruder zu entwickeln. Nur, warum?! Das ging doch nicht!

Und wie dumm waren sie eigentlich? Machten da einfach immer herum wenn es ihnen passte, sie waren wirklich beide total bescheuert und irgendwie wurde er das Gefühl nicht los, dass es Bill gar keine Hilfe was, doch er würde vorerst nichts sagen, er genoss es einfach zu sehr Bill zu küssen.

Verdammt egoistisch war er! Naja.. was soll’s.

Der schlafende Zwilling begann plötzlich zu wimmern. Erschrocken fuhr Tom hoch, trennte die Verbindung ihrer Hände.

-„Billy?“.

Von dem Jüngeren kam keine Antwort, er schien immer noch zu schlafen.

Sein Wimmern wurde lauter, die Augenlider zuckten unruhig und der Körper des Schwarzhaarigen begann sich zu verkrampfen.

Oh Gott, was sollte er nun tun? Träumte er oder waren es doch wieder die Entzugserscheinungen? Oder hatte er tatsächlich Schmerzen?!

Tom wusste nicht, sollte er ihn wecken?

Verzweifelt begann er auf seiner Unterlippe zu kauen, doch plötzlich schlug Bill seine Augen auf.

-„Wasser“, krächzte er, „Ich brauch Wasser“.

-„Ich hol dir welches!“, sagte der Dunkelblonde und sprang auf.

Im kleinen Kühlschrank des Bungalows fand er schließlich eine Flasche Mineralwasser.

Kurz besah er sich die Flasche, hoffentlich passte das. Er flitzte zurück ins Zimmer, in dem Bill lag.

-„Hier“, sagte er mit zittriger Stimme, half seinem Bruder ein wenig hoch und legte ihm die geöffnete Flasche an den Mund.

Der Schwarzhaarige trank beinahe die ganze Flasche auf einmal leer.

-„Tom..“, sagte er dann heiser, „Bitte.. legst du dich zu mir?“.

Der Ältere nickte stumm. Bill rutschte ein wenig zur Seiten und der andere Zwilling legte sich zu ihm.

Plötzlich drehte sich der Jüngere auf die Seite, zu Tom, und kuschelte sich nahe an ihn.

Der Ältere zögerte einen Moment, legte dann aber einen Arm um seinen Bruder und strich ihm sachte durch das noch immer feuchte Haar.

-„Danke Tomi..“, sagte Bill dann leise und schwach, er befand sich schon wieder im Halbschlaf.

Es erinnerte Tom an früher, als sie noch Kinder waren, immer wenn der andere Bruder krank war oder es ihm nicht so gut ging, kuschelten sie sich zusammen. Da erschien das Leid nicht mehr so groß.

Tom lächelte schwach.

-„Ich hab dich lieb, Billy..“.



weiter ?
BILLTOMLOVER
is das süüüß x3


ganz schnell bitte xD
Emma94
Ohh!! AAhh!! ^^
Wie schööön dramatisch beschrieben wub.gif i love it♥

"Ich hab dich lieb Billy" <-- Ich schmelze dahin xO



Weiter bitte x3
Jenni@SDL
also bis jetz echt supi und verdammt spannend wink.gif
freu mich schon auf ne fortsetzung happy.gif
Jülchen
aii danke für eure süße kommis. ^-^
es geht weiter . ;D

n schön langes kapitel; um genau zu sein: ich hab meinen kapitel-längen rekord gebrochen!
7 Seiten im Word bei ziemlich kleiner Schrift *erblindet bin beim Korrekturlesen* . Das sind fast 3.000 Zeichen . xD Hoffe ihr lest trotzdem . ;D
Es lohnt sich denn:

LEM0N !!

So , jetzt will ich gar nicht mehr länger quasseln ; Lesen ! : D
Kommis dalassen . ;DD
*euch Lollies geb*

Cheers .



Kapitel VII – Immer werden wir uns tragen

Am nächsten Morgen wurde Bill schon sehr früh wach, die Sonne war gerade aufgegangen und in der Ferne hörte er die Wellen, die sich am Ufer zerbrachen.

Leise seufzend drehte er sich zur Seite, mit dem Gesicht zu seinem großen Bruder, welcher noch friedlich schlief. Die entspannten, aber dennoch markanten, Gesichtszüge wirkten so weich im warmen Morgenlicht.

Plötzlich verengten sich die Augenbrauen des Dunkelblonden und er murmelte etwas Unverständliches. Bill musste lächeln. Tom konnte ja so niedlich sein.

Der schwarzhaarige Junge konnte nicht widerstehen und strich seinem Bruder vorsichtig über die Wange. Er hatte mit zusammengebundenen Dreadlocks geschlafen, das war sehr untypisch für Tom und so löste er vorsichtig den Haargummi aus den langen, dunklen Filzzöpfen.

Diese Aufgabe erwies sich als etwas schwieriger und Toms Schlaf wurde unruhiger. Leise brummte er und öffnete verschlafen seine Augen.

-„Bill.. was tust’n du da?“, fragte er leise.

-„Du hast dir deine Dreads gestern nicht mehr aufgemacht! Muss doch unbequem sein..“.

-„Achso.., danke Billy“.

Ein warmes Lächeln schlich sich auf Toms Lippen. Der Jüngere erwiderte dieses Lächeln nur schwach.

-„Du solltest weiterschlafen, es ist noch viel zu früh zum Aufstehen“, und mit diesen Worten zog er Bill eng in seine Arme.

Sofort durchströmte Bills Körper wieder diese vertraute Wärme und er schmiegte sich glücklich seufzend an Tom.

Dieser brachte es tatsächlich fertig, seinen kleinen Zwilling wieder zum Einschlafen zu bringen.



Gegen elf wachte der schwarzhaarige Junge dann endgültig auf. Seine Müdigkeit war gänzlich der Energie des Tages verflossen.

Er lag noch immer in den Armen seines Bruders, welcher anscheinend auch schon wach war und ihm zärtlich über den nackten Rücken streichelte.

-„Morgen Tomi“, nuschelte er in die Dreadlocks seines Zwillings.

-„Hey.. hast du gut geschlafen?“.

Bill löste sich von seinem großen Bruder und nickte.

-„Aber jetzt hab ich Hunger, wie ein Bär!“, sagte er und legte eine Hand auf seinen immer lauter knurrenden Magen.

-„Na dann sollten wir was zu Futtern besorgen! Willst du, dass ich etwas herbestelle oder das wir rausgehen?“.

-„Ich würde gerne einmal hier rauskommen“, antwortete der Schwarzhaarige leise und zurückhaltend.

-„Ja klar, ist doch kein Problem“, lächelte Tom und stand auf, „Du solltest dir etwas anziehen, Billy!“, grinsend verließ er das Zimmer.

Der Jüngere folgte kopfschüttelnd dem Beispiel seines Bruders und verließ das weiche, warme Bett. Seufzend setzte er die bloßen Füße auf den kühlen Boden und tapste in den Wohnbereich des Bungalows.

Tom hatte sämtliche Fenster und die hölzerne Tür geöffnet und das warme Sonnenlicht und die frische Meeresluft fluteten das Zimmer.

Es war so schön hier, und das obwohl es gerade Anfang Jänner war.

-„Oh Gott, ich werde wahnsinnig! Ich gehe nie wieder hier weg!“, strahlte Bill.

-„Doch, du solltest deinen Hintern mal ins Bad bewegen und dir was anziehen, Kleiner“, grinste Tom, „Dann können wir endlich was futtern gehen! Ich zieh mir gleich die Badehose an und du?“.

-„Ja, wir können uns dann ja auf den Strand schmeißen, kann nicht schaden bei uns Leichen-Färbigen!“, kicherte der Jüngere.

-„Ja“, sagte Tom glücklich darüber, dass es Bill an diesem Tag wohl wieder besser ging.

Der Schwarzhaarige schnappte sich seine blaue Badehose und verschwand damit ins Bad.

Tom zog sich gleich im Wohnbereich um und war – wie immer – schneller fertig als sein kleiner Bruder.

-„Billiiiie!“, rief er laut und hämmerte an die Badezimmertür, „Mach mal hinne! Ich muss noch pissen!

Der Schwarzhaarige riss energisch die Tür auf.

-„Ich bin’s ja schon du ungeduldiges Etwas!“.

-„Ich bin nicht ungeduldig, sondern pinkle mich gleich an und außerdem hab ich schon ein Loch im Bauch!“, grinste Tom, zwängte sich an Bill vorbei und verrichtete seine Notdurft.

Während der Dunkelblonde sich die Hände wusch, gesellte sich Bill zu ihm und lehnte sich an das Waschbecken.

-„Was.. wir werden vermutlich unter Leute kommen nicht?“.

Tom sah verwirrt zu seinem Bruder auf.

-„Ja, so wird das für gewöhnlich hier ablaufen!“.

-„Naja, ich mein ja nur weil..“.

-„Weil was?“.

Bill sagte darauf nichts mehr und streckte Tom seine vernarbten, zerkratzten und blau befleckten Arme entgegen.

-„Oh.. verstehe“, hilfesuchend blickte sich der ältere Zwilling um, „Hey, ich hab ne Idee!“.



-„Oh Mann!“, sagte Bill mit glänzenden Augen auf das große Buffet vor ihm, „Ich werde wahnsinnig!“.

Er schnappte sich ein Tablett und lud sich von allem etwas auf die dann insgesamt drei Teller.

Tom beobachtete ihn amüsiert und nahm sich dann auch etwas zu essen – jedoch nicht so viel wie Bill.

-„Komm Tomi! Wir suchen uns jetzt ’nen Tisch, ich kann’s kaum erwarten zu essen!“.

Lachend dreht er sich um und knallte prompt in jemanden hinein.

Das Glas auf seinem Tablett schwankte bedrohlich und die sich darin befindende Cola schwappte ein wenig über.

-„Hey, was zum Teufel –?!“, fragte sein Kollisionspartner verärgert und drehte sich um, seine ärgerliche Miene wurde jedoch sofort wieder weich als er sah, wer ihn da angerempelt hatte.

Ein junger Mann mit braunen Haaren und leuchtend grünen Augen sah Bill nun interessiert an.

Hatte er ihn denn erkannt? Er sprach doch anscheinend auch deutsch.

-„Es.. es tut mir Leid! Ich hab dich.. Sie nicht gesehen“, stammelte Bill verlegen und konnte sich nicht von diesen faszinierend grünen Augen losreißen.

-„Ist ja nichts passiert“, lächelte er nun freundlich, „Und ich bin wirklich viel zu jung um gesiezt zu werden!“, lachte er.

-„O-okay, gut, Entschuldigung!“, der Schwarzhaarige lächelte schüchtern, „Ich wollte das nicht, war ein Missgeschick“.

-„Es ist schon in Ordnung, wirklich!“.

Eine Weile lächelten sich die zwei einfach nur an. Tom beobachtete das Ganze argwöhnisch, er wusste nicht warum, aber für diesen Typen konnte er nur Skepsis aufbringen.

Er ging nun auf die beiden zu.

-„Komm Bill, wir suchen uns jetzt ’nen Tisch!“, er zog seinen Bruder an seiner freien Hand weiter und warf noch einen letzten zweifelnden Blick zurück auf den fremden Mann.

In einer Ecke sitzend, winkten ihnen Siemone und Gordon entgegen und eben jenen Tisch steuerten die Zwillinge an.

-„Hey ihr zwei!“, lächelte ihre Mutter, „Auch schon mal wach? Das ihr euch zum Mittagessen schon blicken lässt, wundert mich sehr“.

Bill stellte sein Tablett auf den Tisch und seufzte leise.

Plötzlich weiteten sich die Augen von Siemone, als ihr Blick auf Bills verbundene Arme fiel.

Das war Toms glorreiche Idee, und die Ausrede zu dieser ganzen Sache würde ihr bald auf dem Fuße folgen.

-„Was ist denn mit deinen Händen, Schatz?!“.

-„Ähm.. also Tom und ich.. wir..“, stotterte Bill, er fühlte sich jetzt so überrumpelt, das er keinen vernünftigen Satz rausbrachte.

-„Ist nur ein Modegag, du kannst dich wieder abregen Mum!“, erklärte Tom dann ganz gelassen, „Uns war gestern noch langweilig, da ist uns der Erste-Hilfe-Kasten zum Opfer gefallen!“.

Der Dunkelblonde wusste, dass das eine lasche Ausrede war, aber etwas Besseres war ihnen nicht eingefallen. Unter dem Tisch kreuzte er seine Finger und hoffte inständig, dass seine Mutter ihm das glauben würde.

-„J-ja, und mir hat’s irgendwie gefallen, also hab ich es oben gelassen!“, konnte Bill nun beipflichten und setzte ein gequältes Grinsen auf.

Siemone lehnte sich zurück, verschränkte die Arme und besah sich ihre Söhne voller Argwohn.

-„Ihr seid echt merkwürdig“, lachte Gordon nun, „Also echt!“.

Bill grinste weiterhin gequält, zum Glück kannte er die Zwillinge nicht so gut wie die eigene Mutter und da die zwei auch schon so viel Blödsinn gedreht hatten, musste es sich doch nicht um eine Lüge handeln.

Still begann der Schwarzhaarige zu essen und Tom tat es ihm gleich.

Die Mutter der Brüder sah sie noch einen kurzen Moment lang an, schüttelte dann den Kopf und aß weiter.



-„Wir gehen dann mal zum Strand“, sagte der Dunkelblonde nachdem die Zwillinge fertig gegessen hatten und stand auf.

-„Bis später“, sagte Bill und stand ebenfalls auf.

Zusammen gingen sie aus dem Speisesaal, zurück an den Strand, an welchem auch direkt die Bungalows lagen.

-„Wollen wir ein wenig am Strand liegen? Das haben wir schon ewig nicht mehr gemacht“.

-„Ja, aber ich will mein Handtuch holen und können wir dann bitte weiter raufgehen wo keine Leute und Bungalows mehr sind?“.

-„Ja unbedingt“, der Ältere lächelte und betrat die kleine Hütte, welche direkt neben der, ihrer Eltern lag.

Bill schnappte sich ein blaues Handtuch, nahm auch gleich Toms mit und zog seinen Bruder sofort wieder mit hinaus.

-„Wie weit wollen wir denn noch latschen?“, keuchte Tom als sie schon so weit gewandert waren, dass weit und breit keine Menschenseele mehr in Sicht war.

-„Hier ist es gut! Ich mag alleine sein..“, sagte er leise und sah auf seine verbundenen Hände.

-„Mhm.. verstehe ich.. Sag mal Bill, ist alles-“.

-„Ja, alles ist in Ordnung!“, blockte Bill sofort ab und breitete sein Handtuch auf dem warmen Sand aus.

Tom tat es ihm gleich und seufzend sah er sich um. Direkt hinter ihnen befanden sich hohe Felswände. Sie waren total abgeschottet.

Bill legte sich neben seinen Bruder und blickte mit verengten Augen in den Himmel.

-„Es ist schön hier“, seufzte er zufrieden und genoss die warmen Sonnenstrahlen auf seiner Haut.

-„Ja.. holen wir uns eh keinen Sonnenbrand? Wir haben irgendwie alles vergessen, Sonnenbrille, Sonnencreme,..“.

-„Ach was soll’s, wir hatten doch sowieso noch nie ’nen Sonnenbrand!“.

Der Jüngere griff neben sich in den Sand, um ihn durch seine Finger rieseln zu lassen. Er griff weiter hinüber und berührte plötzlich die Hand seines Bruders.

Er verharrte so und Tom griff auf einmal nach Bills Fingern und hielt sie fest. Der jüngere Zwilling drehte den Kopf zu seinem großen Bruder und lächelte ihn sanft an. Das Lächeln wurde erwidert und trotzdem war die Stimmung irgendwie gedrückt.

Unwillkürlich kamen in Bill Bilder aus der Flugzeugtoilette hoch, Die erregten Laute und das vor Lust verschleierte Gesicht, die mehr als befriedigenden Berührungen auf seinem..

Bill schluckte hart, der Schweiß war ihm auf der Stirn ausgebrochen.

-„Ähm, Bill? Alles okay?“.

Der Angesprochene nickte kaum merklich, sein Blick hing an Toms Lippen, welcher nun die Augenbrauen verengte.

-„Was willst du denn?“.

-„Tom.. k-küsst du mich? Ich will.. b-bitte..“.

Er hatte dieses riesige Verlangen nach Tom, er wusste, dass er jetzt dagegen nicht ankämpfen konnte. Er wollte jetzt mindestens seine Lippen spüren, seine Zunge an seiner, oh Gott.

-„Du willst, dass ich..“.

-„Wir haben doch schon so.. und du.. du willst mir doch helfen.. bitte..“, hauchte er.

Bill rückte nahe an Tom, legte ein Bein über die Hüften seines Bruders und lag somit halb auf ihm.

Bill wartete auf keine Antwort von Tom mehr, sah ihm eine Sekunde lang in die Augen, ehe er seine Lippen auf die des Dunkelblonden legte und verlangend mit seiner Zunge darüber fuhr.

Tom war überrascht darüber, sodass er aufkeuchte. Das war er gar nicht gewohnt von seinem Bruder.

Bill hatte seine Augen geschlossen und küsste seinen Bruder nun voller Leidenschaft. Er setzte sein ganzes Verlangen nach ihm in diesen Kuss.

-„Bill..“, nuschelte der Ältere in den Kuss.

-„Schhh..“, machte der Schwarzhaarige nur und küsste ihn weiter.

Tom gab es nun auf zu widersprechen und erwiderte den Kuss, zudem er gar nicht mehr gegen reden wollte. Nur entfernt hörten sie das Rauschen der Wellen, die Schreie der Möwen, das Hauchen des Windes.

Der Jüngere setzte sich nun ganz auf die Hüften seines Bruders, streichelte langsam mit seinen Fingerkuppen über den Oberkörper von Tom, liebkoste dessen Brustwarzen. Diese Berührungen entlockten dem Dunkelblonden ein raues Stöhnen.

Bill war mittlerweile erregt, er wusste nicht, was er da tat, die ganzen Verbote, welche ihm durch den Kopf geschwirrt waren, hatte er einfach verdrängt. Er gab sich völlig der Leidenschaft hin.

Und sein gesamtes Blut schien nun in seine südlicheren Regionen zu schießen.

Bill ließ langsam seine Hüften kreisen, merkte an seinem Oberschenkel, dass auch Tom diese Szene nicht ganz so kalt ließ.

Als ihre steifen Glieder aneinander stießen, stöhnten beide laut auf.

-„Oh Gott, Bill.. was machen wir hier nur?“, keuchte der Ältere.

Älter war Tom, aber denn auch vernünftiger?!

-„Ich.. ich.. Tom, jetzt gibt es kein zurück mehr“, flüsterte Bill und leckte ihm verlangend über die Lippen.

Damit hatte der kleinere Zwilling völlig Recht, sie konnten jetzt nicht mehr zurück, sie waren doch schon zu oft zu weit gegangen.

Der Dunkelblonde legte seine Lippen wieder auf Bills und drängte seine Zunge gierig in die Mundhöhle seines Bruders. Er streichelte seinem Bruder an den Seiten entlang, schob seine Hände in dessen blaue Badeshorts und schob sie ihm weiter herunter, sodass sie ihm nur mehr tief auf den Hüften saßen.

Bill hob sein Becken ein wenig an, zog sich seine Hose selber aus und setzte sich von Tom herab. Ein kurzer prüfender Blick versicherte ihm, dass sie noch immer ganz alleine waren.

Er legte seine Hände auf den Hosenbund von Toms rot bedruckten Badhosen und zog sie ihm mit einem Ruck von den Beinen. Der Ältere wartete keine weitere Sekunde und zog seinen kleineren Zwilling zurück auf sich.

Ihre erregten Glieder stießen aneinander und beiden wurde ein lautes Stöhnen aus ihren Mündern entlockt.

Tom setzte sich auf und Bill schlang nun seine Beine um den Unterkörper von ihm.

Dieser vertraute Geruch, dieser Körper, er schien alles gerade ganz neu, auf eine andere Art und Weise zu entdecken.

Der Dunkelblonde umschloss mit seiner Hand Bills und auch seine eigene pralle Männlichkeit und streichelte mit seinem Daumen sanft aber bestimmend über die Spitzen. Beide keuchten lustvoll auf. Bill ließ sein Becken kreisen, sodass sich zwischen ihnen noch mehr Reibung erzeugte.

Tom küsste seinen Bruder wieder verlangend und griff nach Bills Hand, um sie auf seinen Penis zu legen, während er seine eigene Hand an Bills legte.

Der Schwarzhaarige musste sich von dem Kuss lösen, warf seinen Kopf zurück und stöhnte kehlig auf, sein Atem wurde immer schneller.

Beide begannen ihre Hände zu bewegen, und das Zwillingspaar fiel in ein lautes, gemeinsames Stöhnen ein.

Die Spitzen wurden gegenseitig heftig massiert und die Hitze schien ins unermessliche zu steigen, alles schien vor Leidenschaft zu kochen und die Lustgeräusche der Geschwister wurden immer lauter.

Tom gab seine Hände weg, packte auch die von Bill, gab ihm einen eindeutigen Blick und legte seine Hände nun auf Bills Po.

Näher drückte er ihn an sich, sie begannen sich immer näher aneinander zu reiben und es dauerte nicht mehr lange, bis beide ihren Orgasmus erreichten.

Beinahe gleichzeitig erfasste ein heftiges Beben die sich so ähnlichen Körper und sie ergossen sich.

Schwer keuchend lehnte sich Bill an die Schulter seines großen Bruders.

Tom ließ sich zusammen mit seinem Zwilling zurück auf sein Handtuch fallen. Keuchend lagen sie noch immer nackt aufeinander. Beide hatten die Augen geschlossen und versuchten ihre Atmung zu normalisieren.

-„Das wahr..“.

-„Wow“, vervollständigte Bill den unfertigen Satz Toms und raffte sich hoch.

Sein Bauch war ganz klebrig. Angeekelt verzog er den Mund.

-„Ich denke, jetzt wäre es an der Zeit, dass wir baden gehen!“.



weiter ?
Jülchen
liest denn keiner ?? ):
Jenni@SDL
doch,doch ich^^....vor ein paar tagen erst...hab aba iwie mein kommi vergessen *sry*

aba jetz: büüde schnell weiter schreiben....gehn ja ganz schön hart ran die beiden xDD
happy.gif
Mary1988
hui, da wird einem ja ganz heiss haha *spaßi* ! aber mir gefällts, mach weiter so! :>
-Mona-
aah ich hab das Kapitel erst grade gesehn^^
haaaaaaamma geil^^
hot hot smile.gif

haha mehr von solchen teilen bitte^^
Jülchen
danke für die kommis ^^



Kapitel VIII – Egal wohin wir fallen, egal wie tief


-"So so..", ein dreckiges Lächeln schlich sich über die Lippen des jungen Mannes.

Er setzte sein Fernglas ab, durch welches er gerade noch gespäht hatte und fixierte seine beobachtete Stelle mit den Augen.

Obwohl diese sehr weit weg war, setzte er jeden Schritt bedacht,. Um seinen Hals baumelte das schwere Fernglas und in der Hand hielt er eine Kamera.

Er kniete sich in den warmen Sand, setzte die Kamera an und schoss ein beweisbringendes Bild nach dem anderen.

-"Soweit ich weiß, seid ihr Brüder, Jungs..", murmelte er bösartig grinsend, "Ihr werdet schon noch sehen, was ihr davon habt.. Das ist die Rache, Bill...".



-"Bist du irre?!", fragte Tom völlig perplex als ihm sein Bruder eine schöne Ladung voller salzigem Meerwasser ins Gesicht und über seine nässeempfindlichen Dreadlocks spritzte.

-"Nee.. du etwa?", gackerte der Schwarzhaarige und schwamm vor Tom davon.

-"Na wart's nur ab, ich kriege dich schon!", rief er Bill hinterher und folgte ebenjenem.

Das Wasser war mittlerweile schon so tief, dass sie nur noch mäßig Sicht auf den sandigen Grund hatten und plötzlich ging alles ganz schnell.

Tom sah nur noch wie Bills Kopf auf einmal unter der Wasseroberfläche verschwand und weg war er. Spurlos verschwunden!

-"Bill?!", schrie er sofort, "BILL!".

Er schwamm schnell an die Stelle an welcher Bill verschwunden war und panisch suchte er das Wasser unter sich ab.

Auf einmal spürte er wie sich etwas um sein Fußgelenk schloss und auch er unter Wasser gezogen wurde.

Und so schnell konnte er gar nichts realisieren, war er schon wieder an der Oberfläche. Neben ihm hielt sich ein zu Tode lachender Bill an einer Boje fest damit er vor Gekichere nicht unterging.

-"Das war es echt wert!", prustete er und verschluckte sich beinahe am Meerwasser, "Dein Gesicht ey!", spottend deutete er mit einer Hand auf Tom und kriegte sich gar nicht mehr ein vor Lachen.

Tom hingegen fand das alles andere als lustig und er wurde regelrecht wütend. Schön wenn es Bill im Angesicht der Lage so gut ging, aber das war zu viel des Guten!

-"Idiot!", fauchte Tom, "Wie bescheuert bist du eigentlich?! Ich glaub du warst zu lang in der Sonne!", knurrend drehte er sich um und schwamm zurück zum Strand.

-"Hey was-?", fragte der Jüngere verwirrt, "Tom!!", schrie er und schwamm ihm nach, "Jetzt warte doch mal, verdammt Tom!".

Tom stieg aus dem Wasser und stapfte durch den trockenen Sand zurück zu seinem Handtuch.

Bill stolperte ihm hinterher und fiel vor Eile beinahe hin.

-"Verdammt, Tom!".

-"Lass mich in Ruhe du Trottel", fuhr der Dunkelblonde ihn an, schüttelte sein Handtuch aus und ging zurück in Richtung Bungalow.

-"Mann, Tom, das war doch nur 'n Scherz!", rief er ihm hinterher und stampfte mit dem Fuß auf.

Der ältere Zwilling verschwand aus Bills Blickfeld. Er hatte ihn einfach ignoriert.

-"Na toll..", murmelte der Schwarzhaarige. Er ärgerte sich über Tom, und gleichzeitig auch über sich selbst.

Genervt trat er in den Sand, stapfte zurück zu seinem Handtuch und setzte sich missmutig darauf. Er zog seine Beine an und stützte seinen Kopf auf die Knie. Unkonzentriert starrte er in die Ferne, auf den offenen Ozean.

Wie schön es hier doch gerade mit Tom gewesen war.. Alles zog immer viel zu schnell vorbei und jetzt saß Bill wieder alleine da. Er bezog diesen Gedanken jetzt nicht nur auf sich und Tom, irgendwie hatte er dieses Gefühl für sein gesamtes Leben. Viel zu schnell würde es vorbei sein..

Plötzlich hörte er Schritte neben sich und im Erwarten, dass es Tom sei, sah er hoch - doch es war nicht Tom.

-"Hey", sagte der braunhaarige Typ von heute Mittag.

-"Oh.. hallo!", sagte Bill überrascht.

-"Tut mir Leid, hab ich dich erschreckt?".

-"Nein, nein, schon in Ordnung, ich hab nur jemand anderes erwartet..".

-"Achso.. mh, willst du, dass ich wieder gehe?".

-"Hm? Nein, um Gottes Willen, nein! Setz' dich ruhig hin, der Strand gehört ja nicht mir", lächelte Bill.

-"Wirklich? Darf ich?".

-"Natürlich!".

-"Okay, danke", sagte er lächelnd, breitete sein großes Strandtuch aus und setzte sich hin, "Du hast so verlassen ausgesehen und da unser kleines Treffen heute Mittag leider viel zu kurz war, hab ich mir gedacht, dass ich mich zu dir geselle!".

-"Find ich gut", lächelte Bill und konnte es sich nicht verkneifen seinen Blick flüchtig über den Körper des jungen Mannes schweifen zu lassen.

Er sah schon ziemlich gut aus, er war braun gebrannt und seine Muskeln ein wenig antrainiert.

Kurz lächelten sich die beiden gegenseitig an.

-"Wie heißt du eigentlich?".

-"Ähm.. naja, Bill", antwortete der Schwarzhaarige recht zögernd.

Er war sich nicht sicher ob der Mann ihn kannte und wenn er ihn noch nicht erkannt haben sollte, dann vielleicht jetzt, wo er seinen Namen hörte.

Doch der Typ zeigte keine auffällige Reaktion, was Bill verwundern ließ, er sprach doch deutsch und ihm war zuhause noch nie jemand untergekommen, der ihn nicht erkannt hätte.

-"Hey Bill"; lächelte er, "Ich bin Fabian!".

-"Schöner Name", grinste Bill. "Wo kommst du eigentlich her?", das hatte er sich jetzt nicht verkneifen können.

-"Also ich arbeite beinahe das ganze Jahr über hier als Animateur, aber eigentlich komme ich aus Deutschland",.

-"Achso ist das", sagte Bill, das erklärte das Unwissen des Braunhaarigen.

-"Jaah.. und bist du auf Urlaub hier?".

-"Mhm, es ist schön hier finde ich", lächelte er.

-"Ja, das ist wahr, ich glaube nirgends ist das Meer blauer und der Strand schöner als hier", kicherte der junge Mann, dann sah er zu Bill.

-"Hey, was hältst du davon, wenn wir uns heute Abend treffen? In der Hotelbar? Ich lade dich auf etwas zu trinken ein", lächelte Fabian.

-"Ja, das würde ich echt gut finden!".

-"Sagen wir halb neun?".

-"Sehr gut!".

-"Schön, ich muss jetzt leider schon wieder zurück, die Mittagspause ist vorbei", grinste der Braunhaarige und stand auf, "Ich freue mich schon auf heute Abend!", lächelte er, dreht sich um und ging davon.

Bill sah ihm noch hinterher. Er hatte sich richtig wohl gefühlt in Fabians Nähe.. So schnell fasste er normalerweise in niemanden vertrauen, so dass er gleich mit demjenigen etwas trinken ging.

Kurz schüttelte er seinen Kopf und machte sich auf den Weg zurück zu seinem Bungalow, das war immerhin ein ganzes Stückchen, wo Tom und er doch so weit hinaufspaziert waren.

Tom.. den hatte er mittlerweile ganz vergessen gehabt, so war er von Fabian abgelenkt worden.

Nachdenklich schob er die Tür auf, schlich in die kleine Hütte und lauschte angestrengt. Er konnte das Prasseln den Dusche hören.

Seufzend pfefferte er sein Handtuch in eine Ecke und ging in sein Zimmer um sich Klamotten zu suchen.

Er kramte in seinem Koffer, Bock zum Auspacken hatte er noch keinen gehabt.

Was sollte er nur anziehen? Irgendwie wollte er besonders gut für Fabian aussehen. Nachdenklich hob er ein schwarzes, sehr enganliegendes Shirt aus seinem Koffer. Bill wusste, dass es auch besonders gut an ihm aussah..

Na gut, wieso sollte er sich heute Abend nicht ein wenig feiner herrichten? Er ist ja schließlich heute den ganzen Tag irgendwie verlottert mit Badeshorts herumgerannt.

Jetzt fehlte ihm noch ein Unterteil und wie von selbst griffen seine Finger zu einer blauen Jeans - die engste in seinem Besitz. Na wenn das mal nicht was heißen sollte.

Grinsend legte er seine ausgewählten Klamotten aufs Bett. Was sollte er jetzt noch die restliche Zeit über machen? Es war erst halb vier. Auf Tom hatte er keinen Bock und rausgehen wollte er auch nicht noch mal.

Schwer stöhnend ließ er sich auf sein Bett fallen. Jetzt wiederum war es blöd auf so einer kleinen Insel zu sein. Er hatte keinerlei Alternativen um sich zu beschäftigen, keine anderen Freunde waren hier. Nur die doofe, langweilige Familie.

Frustriert drehte sich Bill zur Seite und ein Gähnen entschlich seinen Lippen. Vielleicht konnte er ja ein wenig schlafen...



Gelangweilt saß Tom vor dem kleinen Fernseher, welchen der Bungalow beinhaltete und zeppte gelangweilt durch die Kanäle. Es lief nichts, was ihn auch nur annähernd interessieren würde.

Er wusste, dass Bill wieder zurück gekommen war, als er unter der Dusche stand, hatte er das Zufallen seiner Zimmertür vernommen. Das war mittlerweile schon vier Stunden her und Bill hatte kein Lebenszeichen mehr von sich gegeben.

Irgendwie wollte er ja nach ihm sehen, aber sein Stolz hatte es im verweigert, da er ja eigentlich böse auf Bill sein musste. Also hatte er es belassen, hatte in der Zwischenzeit etwas gegessen, hatte auf seinem wichtigsten Gepäcksstück, seine Gitarre, herumgeklimpert und war nun schließlich vor dem Fernseher gelandet, als auch der Laptop kein Vergnügen mehr bereitete.

-"Scheiße!", entglitt es seinen Lippen laut und plötzlich saß er kerzengerade auf der Couch, auf welcher er gerade noch herumgelümmelt war.

Was wenn Bill wieder zur Nadel gegriffen hatte?! Wie konnte er das nur vergessen haben?! Verdammt!

Wie von der Tarantel gestochen sprang er auf und hetzte zu Bills Zimmer und riss sofort die Tür auf.

-"Bill!".

Der Jüngere lag regungslos im Bett, hatte Tom den Rücken zugedreht.

-"Bill!!", sagte er laut.

-"Mh..", machte der kleinere Zwilling und rührte sich ein wenig.

-"Verdammt Bill!", sagte Tom nervös, kniete sich aufs Bett und schüttelte den Schwarzhaarigen.

-"Was ist los?!", knurrte er verschlafen und öffnete seine Augen, "Tom! Kannst du mich nicht einmal in Ruhe lassen?! Du bist so bescheuert!".

-"Geht es dir gut?!", fragte er, ignorierte einfach die Beleidigung, welche Bill ihm an den Kopf geschmissen hatte.

-"Jetzt nicht mehr!", fauchte er.

-"Was soll das heißen?".

-"Ich hab so gut geschlafen, bis mich ein nerviger Tarzan-Verschnitt aus meinen Träumen gerissen hatte!".

-"D-du hast geschlafen?", fragte Tom verunsichert und ließ endlich von seinem Bruder ab.

-"Ja du Idiot! Oder was hast du gedacht?! ..Oh ich weiß schon.. verdammt Tom, du hast überhaupt kein Vertrauen zu mir was?".

-"I-ich..".

-"Spar's dir! Ich will es nicht hören!", sagte Bill enttäuscht und wütend zugleich.

Er stand auf und sah auf die Uhr.

-"Scheiße schon so spät?", sagte er mehr zu sich selbst, als zu Tom, schnappte sich seine Klamotten und hetzte hinüber zum Badezimmer.

Er musste doch auch noch Duschen!

-"Hey.. was-?", verwirrt sah Tom ihm nach, entschloss sich dazu, Bill nachzugehen, er musste jetzt sowieso noch mit seinem Zwilling über das letzte Geschehnis reden.

Natürlich vertraute er ihm, aber er hatte einfach zu viel Angst um Bill und wie hieß es so schön? Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.

Einmal klopfte er an die Badezimmertür und machte sie sofort auf und vor ihm stand ein Bill in Unterhosen.

-"Bill, komm, reden wir!".

Bill quiekte erschrocken auf und wirbelte um seine eigene Achse.

-"Scheiße Tom! Hau endlich ab!", schrie er, griff nach einem Handtuch und hielt es sich vor die nackte Brust.

-"Was tust du jetzt so blöd? Ich hab dich schon mein ganzes Leben lang nackt gesehen, und jetzt hast du sogar noch Unterhosen an!".

-"HAU EINFACH AB! Kapierst du es nicht, wenn ich dich nicht sehen will?!".

Diese Worte hatten gesessen.

-"Ich geh ja schon", sagte Tom mit brüchiger Stimme und verletzt verschwand er aus dem Badezimmer.

Bill seufzte gequält, fuhr sich mit den Händen durch sein Gesicht und hielt kurz inne.

In seinen Fingern kribbelte es, er wusste; wenn dieser Stress nicht aufhören würde, würde er bald wieder zur Nadel greifen.

Tom war ihm keine Hilfe, ganz und gar nicht.
cookii
ist nun meine zweite ff, die ich von dir lese.
die Eine ist schon so perfekt, es fehlte nur noch eine Winzigkeit, zu meinem vollkommenen Glück.
...und jetzt findet das hier statt... *total verzückt bin*
die Heroin-Sache mein ich *meine kranke Phantasie schag*

das ist sooo wow
und twincest natürlich - was Anderes kann nie sooo toll sein tongue.gif

zu diesem Pitel:
Beweisphotos ohmy.gif Rache?
der Spion ist aber jetzt nicht der selbe Typ, mit dem Bill beim Essen zusammengestoßen war huh.gif
Fabian - wie kann Bill nur Interesse an dem haben
er soll sich wieder auf Tom besinnen

schreib bitte bald weiter, ja?
Vicky
So .. ich hab jez mal alles nachgelesen..

Hier das Commie: smile.gif

Toll, dass Tom nich so leicht locker ließ =)

Drogen??
Das hät ich jez als letztes getippt !!

"...was für eine 'kranke Sau' er doch sei..."
Hat er in echt eh schon mal zu Tom gesagt happy.gif

"...Ablenkungsmanöver oder was auch immer..."
Na lol.. laugh.gif
Ich denke da is aber schon mehr .. smile.gif

Omg, am Flugzeugklo?? ^^

Was für ein typ war das, den Bill angerempelt hat?? O.o
Fabian hat doch nicht gesehen, wie sie … OMG..
Was will Bill nur von dem??
*gar nich ab kann*
Billy_w
*awr* Julie!! Egal was Eli zu Twincest FF's sagt............. sie sollte deine erst mal lesen ^^

verdammt! schreib nich so gut!!!

weiter ja?!
*mich hinsetz keksfutter und auf das nächste pitl warte*
Jenni@SDL
o____O der typ,der da gespannert hat....auwaia,da kommt doch noch was >.<
bill muss ja fabian ganz schön faszinierend finden,wenn er so nen aufriss macht..wegen styling und so^^

aba,dass er tom so scheiße anmacht is ja nich soo schön
sad.gif
sau spannend: mach büdde schnell weiter wink.gif
Miss.Sunshine91
Hey du ... hab grad deine FF gelesen und find sie echt verdammt gut smile.gif
Bin schon voll gespannt wies weiter geht ....
...ob Bill sich wirklich so für diesen Fabian interressiert
und wies mit seiner Sucht weiter geht !!!

Mach echt weiter so *knutscha*
biggrin.gif
sonja7
hey süße ich hab entlich auch wieder alles gelles *entlich geschaft* bitte mach schnell weiter ich bin echt neugirg

bitte bitte bitte ja

Echt hammer geil die kapitel wub.gif
_-MiSs_KaUlItZ-_
weiterweiterweiterweiter! *fleh*

oje, ich hab das gefühl dass mit diesem fabian was nich stimmt... sad.gif

mann, tom + bill = <3

so und ned anders wink.gif

ps: sau geile ff, best ff ever!

lieb U
Jülchen
Und weiter geht's! ^-^ Hab erst jetzt entdeckt , dass ich das letzte Kapitel noch gar nicht on gestellt hab hier . o___o Danke euch für eure Kommentare ! *euch flausch* weitermachen! ;D
<3



Kapitel IX – Ich will da nicht allein sein

Selbstzufrieden besah Bill sich sein Spiegelbild. Er sah wirklich gut aus. Seine Kleider saßen eng wie eine zweite Haut, seine rehbraunen Augen waren dezent schwarz geschminkt und seine rabenschwarze Mähne fiel ihm glatt über die schmalen Schultern. Er wollte Fabian schließlich keinen Schock versetzen und hielt seinen Style heute eher in der beschränkten Grenzen.

Er hatte sich wieder beruhigt, die warme Dusche hatte dem Jungen gut getan, hatte sein Ärgernis und seine Aufregung den Abfluss hinab gespült und von ihm weggetragen. Jetzt durfte ihm nur nicht noch einmal Tom über den Weg laufen.

Er würde nur Fragen stellen, welche Bill ignorieren würde, weil er darauf nicht antworten wollte und konnte. Außerdem würde es alles wieder hochkochen lassen, was er nun so grandios verdrängt hatte.

Seufzend prüfte der Dunkelhaarige sein Spiegelbild nochmal mit einem Rund-um-Blick, dann sah er auf die Uhr.

Zehn Minuten vor halb neun. Er sollte sich jetzt wirklich beeilen.

Vorsichtig spähte er aus der Badezimmertür; Gott sei Dank weit und breit kein großer, nerviger Bruder in Sicht

Der schwarzhaarige Junge schlüpfte in seine Sneakers und machte sich auf den Weg zur Haustür.

-„Wo willst du hin?“, ertönte plötzlich eine sehr bekannte Stimme hinter ihm – Toms Stimme.

-„Raus“, gab der Angesprochene jedoch kühl zurück und drehte sich nicht einmal zu seinem Bruder um.

-„Wohin du gehst, hab ich gefragt!“.

-„Ich sagte raus! Kannst du mich nicht einmal zufrieden lassen?!“.

-„Ich will nur wissen wo du hingehst verdammt! Was hast du vor? Mit wem triffst du dich?!“, hakte der Dunkelblonde nach und musterte scharf Bills aufgemachtes Äußeres.

-„Gut“, sagte Bill arrogant und verschränkte die Arme vor seiner Brust, „wenn du es unbedingt wissen willst: Ich treffe mich mit Fabian!“.