soo. ich hab jetzt mal den ganzen text gefunden.
ein sehr schön geschriebener artikel, wie ich finde
http://img150.imageshack.us/img150/9672/img474do4wf3.jpghttp://img260.imageshack.us/img260/9903/img475vg1vy1.jpghttp://img405.imageshack.us/img405/1263/img476xz9wr7.jpghttp://img509.imageshack.us/img509/5575/img477kq2zf8.jpgTokio Hotel - Aufgepasst, Gefahr!je mehr zeit vergeht und je erfolgreicher TH werden, desto mehr wächst auch die kontroverse, die sie umgibt. hinter den meisten kritikern verstecken sich die, die wir "antis" nennen, aber es sind nicht nur sie. rebellionen gibt's auch innerhalb einer gewissen fanbase, die unglücklich mit den aktuellen geschehnissen sind. Nicolas, welcher endlich wieder bei uns ist, versucht die aufgewühlten geister zu beruhigen und die situation ordentlich zu analysieren. also her mit den beschuldigten...
Nostalgiedie idee zu diesem artikel kam mir durch einen zufall. er war letzten oktober, der 16te, und wir haben auf TH gewartet. es sah aus, als ob alles wunderbar werden würde und genau das war es dann auch. trotzdem, ein paar stunden vor dem konzert, wärend wir mir einigen gruppen von fans geplaudert haben, hab ich eine gewisses unbehagen feststellen müssen, das mir vorher nie aufgefallen ist. wärend ich immer bequem in meinem journalistensessel saß und die band immer innen treffen durfte, hab ich nie mitbekommen was sich draußen abspielt. wenn man den aussagen von Zoe, Lucie, Juliette und vielen anderen glauben schenken darf, dann hat sich die atmosphäre nicht viel geändert. obwohl TH noch immer ein muss in ihren augen ist, sind die zeiten in denen die fans sich zusammengetan haben um die band in kleinen venues wie Trabendo oder Bataclan zu unterstützen nun wirklich vorbei. TH zu hören ist zu einer unkontrollierbaren maschinerie geworden, eine achterbahn aus der es unmöglich ist, zu entkommen. bei den fans scheint eine art nostalgie zu herrschen, als ob sie etwas liebgewonnenes verloren haben, das nie zurückkehren wird...
Fragenein paar tage später, als ich an das alles zurückgedacht habe, wollte ich dann doch mehr wissen. waren die fans die ich in Bercy getroffen habe teil eines großen unglücks oder nur ein paar isolierte fälle? eine andere frage: haben sich Bill, Tom, Gustav und Georg seit ihrem debut verändert und, am allerwichtigsten, hatte das irgendeinen negativen einfluss auf ihre musik? weil wir sollten ja nicht vergessen: TH sind in erster linie eine rock band. obwohl immer mehr produkte wie parasiten um sie herum entstehen, ist immer noch ihre fähigkeit gute musik zu machen und live aufzutreten das wichtigste an ihnen. der rest ist, meiner meinung nach, nur gerücht und unnütze diskussion. eine große aufgabe, aber immerhin eine welche entstanden ist aus offensichtlich wichtigen, empfindlichen (wunden) punkten. davor möchte ich aber noch einige dinge klar stellen: wärend meiner untersuchung habe ich aber festgestellt, dass trotz all der gerüchte und der leute, die diese verbreiten, TH offensichtlich nach wie vor die meisten fans glücklich macht. ich persönlich habe keine speziellen veränderungen an der band feststellen können. in meinen augen sind Bill, Tom, Georg und Gustav nach wie vor 4 absolut ehrliche jungs, die sich ihrer musik verschworen haben und das ist etwas, was ihnen niemand vorwerfen kann. falls es aber doch ein problem geben sollte, dann ist es trotzdem wichtig für mich, darüber zu reden. natürlich stelle ich hier keinerlei anspruch darauf, die absolute wahrheit zu sprechen aber da ich in verschiedenen anlässenbereits zeit mit der band verbringen durfte, weiß ich wie's um ihre meinung zu einer menge themen steht. ihr könnt das nehmen wie ihr wollt, aber immerhin: besser als nichts...
Zum Verkauf!wärend ich mit den fans gesprochen habe, hab ich festgestellt dass es offensichtlich ein problem damit gibt, dass die band durch diverse produkte kommerziell vermarktet wird. schuhe, tassen, füller, mappen, mp3-player, puzzles und neuerdings sogar ein schokoladen adventkalender... es ist zugegebenermaßen etwas schwierig, den zusammenhang zwischen diesen produkten und dem rock-geiste und der originalität zu finden, die die band bei ihrem debut ausgemacht hat. trotzdem muss man folgendes verstehen: Bill, Tom, Georg und Gustav verbringen sicherlich nicht ihre zeit damit, sich den kopf über neue produkte zu zerbrechen. im gegenteil- jeden tag werden sie von den verschiedensten firmen bezirzt um neue TH produkte herstellen zu lassen. wie sie's bereits in einem interview gesagt haben, haben die 4 das letzte word wenn's um produkte geht und entscheiden auch, welche dieser firmen ihren namen verwenden dürfen. trotzdem passiert es immer wieder, dass sich die jungs von produkten überzeugen lassen, die sie entweder witzig und amüsant finden oder die sie an gute zeiten erinnern. z.b., Bill hat schon mal erklärt, dass er als er klein war immer davon geträumt hat, mal aus ner tasse zu trinken, auf der der name seiner band steht. als jemand zu ihme gekommen ist und gefragt hat, was er von TH tassen hält, hat er natürlich zugestimmt ohne auch nur einen gedanken daran zu verschwenden, dass ihn vielleicht manche fans dafür verachten würden. selbiges gilt für den kalender. für Bill symbolisiert er einfach weihnachten und eine gute zeit mit seiner familie. können wir ihn wirklich deshalb verurteilen?
Fans oder Groupies?wärend meiner untersuchung hab ich ein weiteres problem festgestellt. so dumm das nun klingen mag, aber es scheint als würde es eine gewisse rivalität zwischen den sogenannten fans und groupies geben. ihr mögt euch nun fragen: wo liegt der unterschied? tja, fans sind die, die sagen dass sie die band seit dem debut kennen und sich nur für die musik interessieren. sie hassen die hysterie der groupies, die sich nur für die äußerliche erscheinungen von Tom, Bill, Gustav und Georg interessieren und die auch unfähig sind, sich in deren präsenz normal zu benehmen und im griff zu haben. als resultat davon stehen die beiden gruppen in rivalität zueinander und manche der mächen wurden sogar verbal und körperlich attackiert. unakzeptabel. Amandine, ein 16-jähriger fan aus Nantes hat eine bittere erinnerung an das konzert im zenith vom 17ten oktober: "ich hab mich echt darauf gefreut, TH live zu sehen", erinnert sie sich. "ich bin also ein paar stunden eher zum anstehen gegangen und obwohl manche ein paarmal vesucht haben sich reinzudrängen, war die atmosphäre ziemlich gut. wir sind in kleinen gruppen herumgestanden, haben gesungen,getanzt- kurzum, obwohl die reihe sehr lang war, war's cool.
aber so bald wir drinnen (im venue) waren, ist alles schief gelaufen. ich hatte zwar anfänglich einen ziemlich guten platz aber so bald die band auf die bühne ging, hab ich gespürt wie mich jemand an den haaren gezogen hat und versucht hat nach hinten zu zerren. überall wurde geschrien und einmal hab ich sogar gespürt wie jemand an meinem rücken gekratzt hat damit ich meinen platz aufgebe. ich hab mich aber gewehrt. und abends, als ich heim kam, hab ich gesehen dass mein top zerschlissen war und meine schultern waren so zerkratzt dass ich geblutet hab." 
dieser bericht ist zwar beängstigend, aber leider nicht der einzige seiner art. viele fans heutzutage sind offensichtlich bereit, alles zu tun um so nahe wie möglich an die bühne zu kommen, egal wie absurd oder lächerlich die aktionen auch sein mögen. trotzdem sind es aktionen wie diese, die laut unserer umfrage vermehrt die konzerte stören, die eigentlich nichts anderes als momente der glückseligkeit mit der band sein sollten. und wo wir schon dabei sind, würd ich auch gerne anmerken, dass die 4 nicht an diesem verhalten schuld sind. ich hab sie letztens danach gefragt und, glaubt es oder nicht, sie sind sich der problematik durchaus bewusst.
Tom konnte sich wieder mal nicht zurückhalten und hat gewitzelt: "also, mich stört das überhaupt nicht wenn mir die leute den rücken zerkratzen oder wärend einem konzert an meinen klamotten zerren. aber mal im ernst, wir haben einige ziemlich verstörende geschichten gehört über fans die sich wärend unserer konzerte und vor den hotels streiten. manchmal, wenn ich auf der bühne stehe, merk ich mir sogar die leute, die sich daneben verhalten. manchmal will ich einfach nur meine gitarre niederlegen und ihnen sagen, dass sie doch bitte aufhören sollen und sich beruhigen sollen, aber das würde natürlich total die atmosphäre ruinieren. die fans müssen echt lernen, sich im griff zu haben. wir sind nur ganz normale typen und, echt mal, wenn mich die fans wirklich kennen würden, dann hätten sie warscheinlich gar nicht das bedürfnis, mich umbedingt sehen zu wollen!" man kann nicht verleugnen, dass es diese probleme tatsächlich gibt und so lange das anhält, werden manche konzerte für alle ruiniert, ohne dass die band etwas dagegen tun kann.
Verlust seiner Stimmees gibt aber noch ein anderes problem, dass ich anreißen möchte. ich bin mir sicher, ihr wisst ja, dass die TH konzerte in Marseilles und Toulon im oktober wegen gesundheitlichen gründen gecancelt werden mussten. Bill hatte seine stimme verloren und konnte nicht mehr singen. tja, und offensichtlich gab es aber eine menge fans, die diesen grund nicht glauben wollten. sie behaupteten, dass die band einfach in der mitte der tour ne pause einlegen wollte um sich zu erholen und in Paris einkaufen zu gehen... da ich mich nicht so sehr damit auskenne, was im hintergrund alles gelaufen ist, hab ich mich dazui entschlossen gleich an die quelle zu gehen und Bill direkt zu fragen. er war ein bisschen überrascht und hat dann gemeint "Nach Bercy hatte ich schon probleme. ich hatte halsschmerzen und hab mich aber geweigert auf den doktor zu hören der gesagt hat, dass ich aufhören muss zu singen. also haben wir unser konzert in Nantes gespielt und da fing's echt an schlimm zu werden. obwohl ich alles tat was nur ging um das vor der öffentlichkeit zu verstecken, war's echt hart für mich das konzert an dem abend fertig zu spielen. meine stimmbänder haben gebrannt und ich hatte den eindruck, dass ich nicht richtig auf die hohen noten raufkam. am nächsten tag hatten wir das shooting für 1000 Meere in einem vorort von Paris. wir waren also den ganzen tag draußen und es war kalt und ich glaub, das hat mir dann den rest gegeben. nachdem der tag vorbei war, konnte ich nicht mal mehr sprechen. sowas ist mir noch nie passiert und ich hab mir ehrlich gesagt ziemliche sorgen gemacht dass meine stimme überhaupt nicht mehr zurück kommt. gott sei dank haben mir die doktoren erklärt, dass alles wieder gut wird wenn ich nur meine stimmbänder für ein paar tage schone. also haben wir uns dafür entschieden, die konzerte in Marseille und Montpellier zu streichen und was mich betrifft, ich hab 2 tage im bett verbracht und hab die ganze zeit mittelchen getrunken, die meine stimmbänder schnell wieder auf vordermann bringen. 2 tage später konnte ich in Touluse wieder singen und ich hatte echt viel spaß. es war echt toll, wieder singen zu können..." nach dieser kleinen erklärung denke ich wohl, dass jeder weitere kommentar zum thema sinnlos wäre. außer vielleicht, dass es doch vielleicht nicht alles umsonst war und TH umbedingt im märz in Marseilles spielen wollen...
Fazitihr werdet also gemerkt haben, dass obwohl manche fans erzürnt oder enttäuscht sind, TH nichts dafür können. Bill, Tom, Gustav und Georg sind vielleicht auch nur die opfer ihres erfolges der nun auch international startet und sie manchmal etwas überfordert. aber so lange sie weiter gute musik machen- und das haben sie uns gerade erst mit 1000 meere bewiesen- können wir nur sagen, dass sie sich definitiv an ihren teil des "vertrages" (mit den fans) halten. im gegensatz zu dem was andere denken mögen, ist es nicht das einfachste mit erfolg zurecht zu kommen. und ganz sicher nicht, wenn man erst 18 ist...
englische quelle: TH Cult @ LJ
amen, tom!