Emo_Core
17. February 2008, 18:19
Blamed
- 1 -
hässlich
verlogen
fett
gefühllos
verantwortungslos
egoistisch
unbeliebt
unsportlich
nutzlos
störend
dumm
ohne jegliche Begabung
chancenlos
~Shana~
-„Du bist ein Nichts, du kannst nichts und du wirst es nie zu Etwas bringen“
Kreidebleich stehe ich vor dem Spiegel in
unserem Badezimmer, das ich zuvor hatte penibelst reinigen
müssen. Immer wieder hallen diese Worte, verletzend wie sie waren, durch meinen Kopf.
Immer wieder hallen die Worte meiner Stiefmutter durch meinen Kopf.
Und wie immer kann ich sie nicht verstehen, nicht verstehen
warum sie mich so abgrundtief hasst.
Schon vor einiger Zeit hatte ich damit aufgehört, mögliche
Gründe zu finden.-
Jeder kennt es: Das Mädchen, das stinkreiche Mädchen das so
eingebildet und hochnäsig ist, dass es sich nicht herablässt, ein ernsthaftes
Gespräch mit Gleichaltrigen zu führen.
Das Mädchen, dass immer gute Noten schreibt sich jedoch mündlich nicht
am Unterricht beteiligt. Nach außen hin scheint sie perfekt: Sportlich, schlank, wunder-
hübsch- ja ihre Welt scheint perfekt. Geld so weit das Auge reicht, großes Haus, Einzelkind
Swimmingpool im Garten. Ja nach außen hin hat sie Alles, was sich ein Teenager in ihrem Alter nur wünschen kann. Jeder kennt sie: Shana Sauter.
Pinkii
17. February 2008, 19:21
uiii neue ff *.*
also ich kann jetzt noch nicht so viel dazu sagen,
die ff ist ja erst am anfang. Aber der anfang is ganz gut
alsoo mach aufjedenfall weiter..!!
dark-angel
17. February 2008, 20:12
die ff fängt schon mal gut an schreib bitte weiter
Emo_Core
17. February 2008, 20:56
- 2 -
„Shana!Shana!!Komm her!!!“
Ich zucke zusammen, wünsche mich wie schon so oft an einen anderen Ort.
Dennoch weiß ich genau dass ich es nie schaffen würde. Niemals.
Es bleibt mir keine Zeit mich selbst zu bemitleiden, ermahne ich mich selbst und
wende mich zur Badezimmertür, um zu ihr zu eilen. Zu IHR. Ich halte inne.
Naserümpfend spüle ich mein Erbrochenes in der Toilette hinunter. Wieder einmal hatte
ich mir den Finger in den Hals gesteckt. Ich weiß genau dass es nicht gut ist, aber ich will es ihr doch nur rechtmachen. Ihr zeigen, dass all das, was sie mir genannt hatte, einfach nicht stimmte.
Zögernd steige ich die lange Treppe in die Eingangshalle hinab.
Da steht SIE, starrt mich ungeduldig und streng an. Mit ihren straff zurückgebundenen Haaren
könnte sie glatt als Lehrerin durchgehen.
„Ich will in die Stadt, hol mir meine Schuhe!“ befiehlt sie mir und zeigt auf den 5 Meter entfernten
Schuhschrank, der unter anderen Möbelstücken unsere Eingangshalle schmückt.
Die Eingangshalle mit Boden aus Marmor, vergoldeten Kronleuchtern und Bilderrahmen.
Ein goldener Käfig, so konnte man es nennen. Ein goldener Käfig, den außer mir noch nie
ein anderer in meinem Alter gesehen hatte. Denn Freunde darf ich keine haben.
Ich nicke und suche ihr ihre schwarzen Pumps aus dem Regal. Mit gesenktem Blick gehen ich auf sie zu
und stelle das Paar vor ihr ab.
Kurze Zeit später spüre ich einen Schlag, meine Wange beginnt zu glühen. Reflexartig fasse ich mir an
die Stelle, an der mich ihre Hand getroffen hatte. Schuldbewusst schaue ich sie an und
lasse mich auf die Knie fallen um ihre Schuhe aufzuheben.
Es war dumm von mir, das falsche Paar herauszusuchen. Klar, hatte sie kein Bestimmtes ausgewählt , und im
Prinzip hätte ich ihr jedes Paar bringen könnten- es wäre immer das Falsche gewesen.....
Kommentare...was gefällt, was gefällt nicht...
Bill und Tom
18. February 2008, 20:55
jaaahhhaa mach weitterr bitteee
Emo_Core
19. February 2008, 18:46
Danke..=)
- 3 -
Sie steht am Fenster ihres Zimmers, das nicht zum Rest des Hauses passte.
Sie soll wissen wie andere Kinder leben müssen, war die Begründung
ihrer Stiefmutter vor 5 Jahren gegenüber ihres Vaters gewesen. Shana sei es nicht Wert.
Sie steht am Fenster und beobachtet wie schon so oft den großen Umzugswagen, der vor
dem Nachbarsgrundstück parkt.
Sie kühlt ihre Wange, aus der noch deutlich die roten Striemen zu erkennen sind, die die
Fingernägel von IHR hinterlassen hatten. Das ist sie also.
Die hochnäsige, eingebildete Shana, die Alles hat, was sich ein Teenager wünscht.
Welcher Teenager wünscht sich Hass, Gewalt und Demütigungen.
Freunde, Verständnis und Liebe- dass ist es, was sie braucht.
Während die anderen ins Kino gehen, führt sie täglich den Haushalt. Locker könnte sich ihre Stiefmutter
Angestellte leisten, aber sie hatte ja Shana.- das achso reiche, verwöhnte Gör
aus Berlin.
Wie in Trance starre ich aus dem Fenster und schaue
dem Laub zu, dass wie wild durch den Garten tanzt. Wie es durch die Luft wirbelt und schließlich
in den Pool segelt. Den Pool, den ich noch nie benutzt hatte.
Und dann sehe ich ihn wieder... den geheimnisvollen Fremden. Wie gebannt starre ich aus dem Fenster, kann
meinen Blick einfach nicht abwenden.
Erst als ich das Gefühl habe, dass sich unsere
Blicke soeben getroffen haben, lasse ich ruckartig den Vorhang fallen und trete vom Fenster zurück.
Hoffentlich hatte er mich nicht gesehen.
SIE würde es nicht dulden, es verhindern wollen.
Ich höre die große Eingangstür zuschlagen und warte förmlich auf ihr Rufen.
„Shana!!“
Seufzend stehe ich auf und folge ihrer Stimme.
- 4 -
Zögernd betritt sie das teuer eingerichtete Wohnzimmer.
Zusammen mit einer Bekannten sitzt ihre Stiefmutter an der gedeckten Kaffeetafel und
wippt ungeduldig auf und ab. „Da ist sie ja“ presst Frau Brand hevor und
präsentiert ihrer Freundin das völlig eingeschüchterte Mädchen.
Schweigend stehe ich in der Tür und sehe Sie abwartend an.
„Hallo Shana!“ lächelt mich die Unbekannte an und wendet sich dann an Monika.
„Mensch, da hast du aber eine eine hübsche Tochter- und so schön schlank.“
„Ich bin nicht ihre Tochter“ platzt es aus mir heraus. Bereue es jedoch gleich wieder, nachdem mich IHR
strafender Blick getroffen hat.
„Wohl war, ohne meinen Ernährungsplan wäre sie noch dasselbe fette Mädchen wie früher.“ erklärt
sie nun ernst. Nur mit Mühe kann ich den Kloß, der sich in
meinem Hals gebildet hat, herunterschlucken.
„Geh!“ fährt SIE mich an. Selbst die Unbekannte zuckt zusammen.
Erleichtert nicke ich. Alles ist besser als bei IHR sein müssen.
Bill und Tom
19. February 2008, 19:51
ja du hast weiter gemacht
ist ja schlimm was die da macht aber mach
bitte weiter
Pinkii
21. February 2008, 18:46
Ohaa.. die Stiefmutter is ja schrecklcih..
die arme Shana..
sagt da ihr Vater nix dazu..?
und wo is ihre echte Mum..?
mach biitte gaaaanz schnell weiter..!!=)
Emo_Core
21. February 2008, 20:35
- 5 -
Lange Zeit steht sie regungslos vor dem langen, schmalen Spiegel, der
direkt neben ihrem Bett hängt. Sie fährt sich durch das lange, seidige Haar. Hebt
ihr T-Shirt an- begutachtet ihren Körper. Streichelt sich mit den
Fingerspitzen über den flachen, gebräunten Bauch. Dreht und wendet sich; und kommt
immer wieder zum selben Ergebnis- es musste sich etwas ändern.
Sie ist perfekt so wie sie ist. Sie ist nicht hässlich- sie ist wunderschön.
Und dann tut sie Etwas, was sie zuvor noch nie gewagt hatte.
Aus der untersten Schublade ihrer Kommode zieht sie einen Nietengürtel,
den sie sich um ihre schmale Taille legt.
Auch die schwarzen Stiefel, die sie sich heimlich gekauft hatte, zieht sie über ihre
schwarzen, engen Jeans.
Selbst ihr T-Shirt, dass sogar einen Ausschnitt hat, ist schwarz.
Und nun steht sie da. Nicht die Shana, die sich Monika Brand geschaffen hatte.
Da steht sie, die Shana, wie sie sich wohlfühlt. Schwarz geschminkt und gekleidet.
Und könnte sie jemand so sehen könnte er es nicht glauben, denn-
sie lächelt-
- 6 -
Was war nur mit mir passiert?? Wo kam dieses Gefühl der Selbstsicherheit
plötzlich her?? Langsam gehe ich zu meiner Anlage und lege
meine Lieblings-CD ein.- Bullet for my Valentine- drehe sie voll auf.
Es war mir egal was passieren würde. IHRE Schläge machen mir schon lange
nichts mehr aus.
Und Dad?? Seit seinem Tod hatte sich alles geändert. Kurz nach der Hochzeit mit IHR war er gestorben.
Hätte er sie mir doch nur erspart.
Und jetzt kann er mir nicht mehr helfen- ich muss es selbst tun.
Ich schnappe mir mein Handy, meinen MP3-Player- und ja, aus der hintersten Ecke meines Schrankes
krame ich eine angebrochene Schachtel
Zigaretten.- Ohne nachzudenken, wie ich aussehe, und ohne den Gedanken, ob
ich IHREN Ansprüchen genügen könnte stürze ich die Treppe
hinunter, auf der sie mir wutentbrannt entgegenkommt.
„Shana! Mach die Musik aus, sofort!....Oh mein Gott! Wie siehst du denn aus!?“
Ohne ihr eine Antwort zu geben, laufe ich an ihr vorbei in die Eingangshalle.
Ich höre ihre Schritte hinter mir und werde
brutal herumgerissen.
Sie stehen sich gegenüber. Zwei Augenpaare die sich unentwegt anstarren.
Das Eine wutentbrannt über die Frechheit des Nichtgehorchens.
Das Andere voller Hass.
Eine Hand wird gehoben, dann das Hallen eines Schlages- und dann wird es ruhig.
Leute...! ich will Kommentare....=)))))))
Emo_Core
23. February 2008, 17:54
ouh...scheint so als würde hier niemand mehr lesen...
Mary1988
23. February 2008, 18:57
also ich find die Story super, mach weiter, ja ; )
Emo_Core
23. February 2008, 19:41
- 7 -
Ich hatte sie geschlagen, ich hatte sie tatsächlich mitten ins Gesicht geschlagen.
Geschockt sieht sie mich an.
Ich mache kehrt und verlasse das Haus. Auf dem Weg zum Eingangstor
stecke ich mir eine Kippe an und verlasse das Grundstück. Direkt vor mir erkenne
ich in der Dunkelheit die Umrisse des Umzugswagen. Im Schein der Straßenlaterne
kann ich die kleinen Regentröpfchen fallen sehen, die von der Straße abprallen
und schließlich kleine Pfützen bilden.
Seufzend stecke ich mir meinen MP3-Player in meine Jackentasche
und wechsle die Straßenseite.
Wenig später spüre ich einen Aufprall, falle, sitze verstört auf dem Boden, starre irritiert
auf, und kann nur die Umrisse einer mir wohlbekannten Gestalt erkennen.
„Sorry!Tut mir leid ich hab dich nicht gesehen“ sagt er und hilft mir auf.
„Schon okay“ flüstere ich und ziehe an meine Zigarette, der zum Glück nichts passiert ist.
„Ich bin Bill“ sagt mein Gegenüber freundlich. „Shana“ gebe ich leise zurück und schaue ihn unsicher an.
Unsicher- das hatte ich IHR zu verdanken. Jahrelang hatte sie es mir verboten
Jungs auch nur in die Nähe zu kommen. Schon beim kleinsten Kontakt hatte sie mich geschlagen.
„Ähm..willste hier im Regen stehenbleiben??“
„N..nein..natürlich nicht, ich wollte...“. „Shana! Komm sofort her!“ Erschrocken fahre ich herum.
Sehe sie deutlich über die Straßen stöckeln. „Scheiße“ rutscht es mir heraus.
„Wer issn des??“ fragt Bill mich leise, wendet seinen Blick jedoch nicht von IHR ab.
„Shana, du verzogenes Miststück. Du hast gefälligst zu gehorchen (gehorchen??bin ich ein Tier?), wenn ich dir Etwas sage.“ kreischt sie
mir aufgebracht mitten ins Gesicht.
„Lass mich..“ gebe ich trocken zurück.
„Dich lassen...du siehst doch zu was das führt. Und wer ist das überhaupt? Hatte ich dir nicht den Kontakt zu anderen Jugendlichen verboten?!“ Wie wild fuchtelt sie herum und zeigt auf Bill, der völlig verdutzt dasteht.
Immer wieder schüttle ich den Kopf, blicke sie hasserfüllt an.
„Was bildest du dir ein. Du bist ein Nichts, seh es endlich ein. Ich hatte es deinem Vater immer gesagt, dass es ein riesen Fehler war, dich in die Welt zu setzen und wäre es in seinem Testament nicht sein Wunsch gewesen,
dass ich mich um dich „kümmere“, dann wärst du längst wieder im Heim!“ schreit sie durch die Nacht.
Bei jedem weiterem Wort, dass sie sagt,
zucke ich zusammen. Dann holt sie aus. Ich spüre wie sie mich trifft.
Der Schmerz jedoch, ist nur eine Bestätigung.
Eine Bestätigung dafür, dass ich zuvor völlig richtig gehandelt hatte.
- 8 -
Hasserfüllt starre ich sie an. Ich werfe ihr den Rest meiner Zigarette vor die Füße,
wende mich von ihr ab, werfe Bill einen traurigen, letzten Blick zu und beginne zu rennen.
„Shana,bleib hier!“ höre ich sie noch.
Je weiter ich renne desto leiser wird sie.
Keuchend lehne ich mich an das Eisentor, dass unsere Schule umgibt.
So weit war ich also gelaufen.
Langsam schiebe ich es unter leisem Quietschen auf und gehe über den Pausenhof.
Wie ich befürchtet hatte, waren sämtliche Eingänge abgesperrt.
Zitternd setze ich mich vor den überdachten Haupteingang.
Womit hatte ich das nur verdient. Womit hatte ich es verdient jahrenlang so gedemütigt zu werden.
Währe Mum noch hier, wäre sicher Alles anderst gekommen.
Jetzt bin ich 16, habe keine Freunde und bin ein seelisches Wrack.
So oft hatte ich schon mit dem Gedanken gespielt, alledem ein
Ende zu setzen.
Wie heißt es so schön- lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende.
Aber dann hätte sie gewonnen.
Meine Augen werden immer schwerer.
Sie aufzuhalten kostet mich immer mehr Kraft.
Morgen würde ich wieder in den Unterricht müssen, wieder würde ich den
Blicken der anderen ausgesetzt sein.
Den fragenden und zugleich abwertenden Blicken meiner Mitschüler.
Ein letztes Mal gähne ich.
Dann schlafe ich ein.
TomkFan
23. February 2008, 20:01
Neue Leserin..Find deine ff voll geil..
Bitte schnell weiter schreiben!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Pinkii
23. February 2008, 20:56
Uuiii..
endliich hat sie sich gewehrt..!!!
Ich hoff mal, dass Bill ihr hilft..=)
und das sie sich nciht von der Tussi unterkriegen lässt..
aber des hat sie ja jetzt schon bewiesen, dass es nicht so ist.
also ich bin mal gespannt wie´s weitergeht..
also mach gaaaaaaaanz schnell weiter..!!!
Emo_Core
24. February 2008, 19:15
Kommies wären echt mal nett...
eure Meinung und so..was hat euch gefallen und was weniger...
"mach schnell weiter" is nich sehr aussagekräftig...
._.
- 9 -
Jemand rüttelt an ihren Schultern.
Jemand macht sich Sorgen um sie.
Jemand reißt sie unsanft aus ihrem leichten Schlaf.
Jemand wiederholt immer wieder ihren Namen- Shana!-
Jemand kann nicht fassen, was er 8 Stunden zuvor mitten auf der Straße gehört hatte.
Bill rüttelt an ihren Schultern.
Bill macht sich Sorgen um sie.
Bill reißt sie unsanft aus ihrem leichten Schlaf.
Bill wiederholt immer wieder ihren Namen-Shana!-
Bill kann nicht fassen, was er 8 Stunden zuvor mitten auf der Straße gehört hatte.
Irritiert öffne ich die Augen und Blicke direkt in SEINE.
Vorsichtig rapple ich mich auf. Die große Uhr auf dem Pausenhof zeigt 8.15Uhr an.
„Mist..“ murmle ich und klopfe meine Hose ab.
„Geht´s...geht`s dir gut?“ fragt er vorsichtig und schaut mich abwartend an.
„Klar warum?“ gebe ich schulterzuckend zurück.
Wieder eine dieser großen Lügen.
„Das meinst du doch nicht im Ernst...“ sagt er leise und starrt weiterhin
auf meine Wange.
„Das..das ist nicht so schlimm“ kläre ich ihn unsicher auf und deute auf die 3 roten
Kratzer die sich quer über meine rechte Gesichtshälfte ziehen.
„Nicht schlimm? Shana ich kenne dich erst seit Kurzem, aber…sie... sie hat dich gestern geschlagen...“ platzt es aus ihm heraus.
„Gestern? Schön wäre es...“ lächle ich gequält und öffne die Tür, die nicht mehr abgesperrt ist.
„Shana warte!“ höre ich ihn noch, bevor die Tür hinter
mir ins Schloss fällt.
- 10 -
Ohne Schultasche läuft sie durch die Gänge, die sich nach und
nach mit Schülern ihres Alters gefüllt hatten.
Deutlich spürt sie die einerseits erstaunten, aber auch geschockten Blicke der Anderen.
War das wirklich das verwöhnte, reiche Göre in den Designerklamotten,
das jetzt völlig in schwarz durch die Gänge streift.
War es wirkliche das stets perfekt gekleidete Mädchen,
mit dem makellosen Gesicht?
Mit dem makellosen Gesicht, dass jetzt von 3 roten Kratzern geziert wurde.
Was war mit ihr geschehen.
Wo war sie? Wo war Shana....
Zögernd laufe ich durch die Tischreihen.
Sollte ich es wagen? Was hatte ich zu verlieren..
Lächelnd schaue ich Caro, meine Nebensitzerin an. „Hi“ sage ich leise und
lege meine Zigaretten auf die Bank.
Mit offenem Mund mustert sie mich. „Hey.“ gibt sie unsicher zurück.
Ich lasse mich neben sie in die auf meinen Platz fallen.
Das war ein Anfang, geht es mir durch den Kopf.
Ein Anfang für die große Veränderung. Die Klassenzimmertür
schließt sich- die Gespräche- über wen auch immer- werden eingestellt.
Wie jeden Morgen geht unsere Lehrerin die Anwesenheitsliste durch.
Völlig in Gedanken versunken kratze ich mich an der Wange, die schon die
ganze Zeit juckte. „Au...Mist“ fluchte ich leise, und spüre wie
eine warme Flüssigkeit über mein Gesicht rinnt.
Ich musste mir die Kruste aufgekratzt haben.
„Shana?“ überprüft Frau Holz meine Anwesenheit..
Leicht irritiert über meine äußere Erscheinung schaut sie mich an.
„Alles okay...du..du blutest ja..“ stottert sie immer noch völlig durcheinander.
„Ja schon okay..“ lächle ich. Ja, Ich lächle.
„Deine Katze nehme ich an...hol dir doch ein Papiertuch von vorne“.
bietet sie mir an und deutet auf das Waschbecken.
„Nein, meine Stiefmutter“ sage ich ernst auf dem Weg nach vorne.
„Wie..wie meinst du das.“ erschrocken sieht sie mich an.
Auch die anderen schauen entsetzt vor sich hin.
Bill und Tom
24. February 2008, 20:21
oh mach bitteeeeee wweeeiiiterrr shnneelll
Pinkii
24. February 2008, 21:09
Ohhaaaaaaaaa..
endlich sagt sie was...
naja hoffentlich unternimmt die Frau Holz was dagegen.
Und Billii is ja süüüüüß..
der hilft ihr bestimmt..=)
uiii ich merk schon.. des wird ne tolle Lovestory..=)
also mach gaaaaaaanz schnell weiter..!!!
Emo_Core
27. February 2008, 15:42
Mehr Kommis wären echt toll
._.
- 11 -
Sie konnten es nicht glauben.
Die perfekte Shana Sauter hatte eine Stiefmutter
und sie rauchte.
Sie wurde von ihrer Stiefmutter geschlagen.
Die perfekte Shana Sauter war also gar nicht perfekt.
Vorsichtig wische ich mir das Blut aus dem Gesicht.
Was nun...was sollte ich nun sagen.
Hilflos blicke ich meine Lehrerin an. Sie nickt nur,
woraufhin ich mich wieder auf meinen Platz begebe.
Auch die anderen Lehrer an diesem Tag mustern mich misstrauisch.
Einige erkannten mich nicht, wieder andere erkundigten sich,
ob es in meiner Familie eventuell einen Todesfall gegeben hatte.
Familie? Welche Familie??
„Na wo bist du denn??“ murmle ich ungeduldig und wühle in meiner
Jackentasche.
Seufzend stecke ich mir eine Zigarette an und beobachte die anderen
Schüler, wie sie aus dem Schulhaus strömen, und sich auf den Heimweg machen.
„Hast du mir auch eine?“ vor mir steht Tom, ein Schüler der neu in meine Klasse gekommen war.
Ungefähr 1.70 groß, Dreads, Baggys und übergroße T-Shirts. So konnte man ihn
beschreiben.
„Klar“ murmle ich und halte ihm meine Schachtel entgegen.
„War das vorhin dein Ernst??“ nuschelt er während er sich seine Kippe anzündet.
Mir fehlen die Worte. In den letzten 5 Jahren hatte ich kein längeres Gespräch mit
einem Jungen in meinem Alter geführt.
Ohne etwas zu sagen starre ich ihn an, dann wende ich meinen Blick ab.
„Das heißt dann wohl ja...“ sagt er leise und bläst Rauch aus.
„Ich muss los...“ entschuldige ich mich laufe vom Schulhof.
- 12 -
Möglichst leise schließt sie die schwere Haustür auf
Sie wird zurückgerufen. Hinter ihr läuft Bill über die Straße und
deutet ihr auf ihn zu warten.
Ohne die Tür hinter sich zu schließen betritt sie die große Eingangshalle.
Er will mit ihr reden.
Sie steht nur da und starrt auf die lange, hölzerne Treppe.
Ich höre seine Schritte auf dem glatten Marmor hallen.
Er steht direkt hinter mir, doch ich bin nicht in der Lage mich umzudrehen.
Viel zu gebannt bin ich von dem Koffer und der Reisetasche, die
am Fuße unserer Treppe bereitstehen.
„Kann ich kurz mit dir reden??“ werde ich aus meinen Gedanken gerissen.
Langsam drehe ich mich zu ihm und schaue ihn kurz an.
„Klar was gibt’s..“ gebe ich leise von mir und warte auf eine Antwort.
„Tom..Tom hat es mir erzählt.“ beginnt er und wartet meine Reaktion ab.
„Du kennst ihn?“ stelle ich ihm zurück, um vom eigentlichen Thema abzulenken.
„Ja. Er ist mein Zwillingsbruder...“ erklärt er mir.
Zwillinge. Ganz ehrlich wäre mir dass nie von selbst aufgefallen.
Denn im Gegensatz zu Tom hat Bill schwarze, schulterlange Haare und trägt nicht wie
er Hopper Kleidung sondern meist schwarze Sachen.
Wahrscheinlich ist es das was mich immer so an ihm fasziniert hat.
Er kleidet sich so anders als andere in seinem Alter. So wie es ihm am Besten gefällt.
„Oh...das wusste ich nicht.“ entschuldigend sehe ich ihn.
„Schon okay“ lächelt er. „Das wissen die wenigsten.“
„Verreist ihr?“ wechselt er das Thema und deutet auf meine Koffer.
„Komm mit“ fordere ich ihn auf und führe ihn die Treppe hinauf in mein Zimmer.
„F***“ rutscht es mir heraus als ich meine Zimmertür öffne.
„Ähm...ist das dein Zimmer??“ fragend sieht Bill mich an und deutet auf die ausgeräumten Regale,
mein Bett ohne Matratze und die geöffneten, leeren Schubladen.
„War...“ antworte ich ihm abwesend. Ich lausche den Schritten die
die Treppe hinauf immer näher kommen.
„Ach, lässt du Nichtsnutz dich auch mal wieder blicken??“ schnauzt SIE mich an
und baut sich vor mir und Bill auf.
Bleib ganz ruhig...rede ich mir immer wieder ein.
„Du weißt wo die Tür ist??“ zischt sie und hält mir die geöffnete Hand unter die Nase.
„Schlüssel“ mault sie ungeduldig.
Hatte ich es also doch richtig interpretiert. Ich krame meinen Hausschlüssel aus der Hosentasche
und werfe ihn ihr vor die Füße.
„Ich hasse dich!“presse ich leise hervor und renne an ihr vorbei die Treppe hinunter.
„Shana warte“ höre ich Bill, der mir gefolgt war.
Bill und Tom
27. February 2008, 16:22
ok wenn du willst kann ich dir mehrere kommis machen
aber ich glaub des würde dann nicht so schön ausehen wenn
ich 10 komentare hintereinander schreibe xD
also mach bitte weiter
Devil483
27. February 2008, 17:11
---neue leserin---^^
ich find deine ff voll gut!
die ist ehct geil.
mahc ganz schnell weiter!
Mary1988
27. February 2008, 21:34
Emo_Core
27. February 2008, 22:01
Je mehr Kommies...desto schneller gibts nen neuen teil...
Kommie=Deine Meinung bezüglich der geschichte..
"Mach bitte weiter" und sowas...nervt...
._.
Dafür stell ich keine FF on...
- 13 -
Mit Koffer und Reisetasche bepackt sitzt sie mitten
auf dem Gehweg.
Zitternd zieht sie an ihrer Zigarette und starrt vor sich hin.
„Das ist jetzt aber nicht ihr Ernst oder??“
Bill kniet sich vor sie und schaut ihr in die Augen.
Und dann tut sie Etwas, was sie noch nie zuvor getan hatte.
Sie erzählt jemandem ihre ganze Geschichte....
„Doch...das ist ihr Ernst. Du kennst sie nicht, und darüber kannst du dich glücklich schätzen.“
beantworte ich ihm geistesabwesend seine Frage.
„Shana du bist erst 16, sie kann dich nicht einfach vor die Tür setzen.“ versucht er mir
verzweifelt einzureden.
„Doch sie kann Bill. Ich bin nicht ihre Tochter, zum Glück. Sie ist nicht verpflichtet sich auf ewig um
mich zu kümmern. Das Testament war nur bis zu meinem 16 Geburtstag geschrieben“ sage ich und spüre wie der Kloß in meinem Hals immer größer wird.
„Und..und dein Vater..muss der nicht?“
„Ich glaube du verstehst mich nicht richtig, Bill. Vor 5 Jahren haben
sie mich aus dem Heim geholt. Meine Mum starb als ich 10 war.
Dad wollte sich nicht allein um mich kümmern, also hat er mich in...in dieses Heim gesteckt.
Dann lernte er sie kennen“ erkläre ich und zeige auf die Villa.
„Er holte mich also zurück. Hätte ich damals gewusst dass er...dass er so früh stirbt und ich bei ihr allein leben muss
wäre ich freiwillig im Heim geblieben. Und da sie als „Pflegemutter“ immer die Möglichkeit hat,
mich erneut abzuschieben, habe ich nicht das Recht Anspruch auf ein Zimmer bei ihr zu stellen.“ beende ich
meine Erzählung und drücke meine Zigarette auf dem Boden aus.
Lange schaut er sie einfach nur an.
Kann nicht verstehen wie man sich so in einer Person täuschen konnte.
Sicher waren die Gespräche der anderen Mitschüler über
sie nicht an ihm vorbeigegangen.
Wussten sie eigentlich, wer Shana wirklich war.
Immer wieder fragt er sich, ob er das Alles richtig verstanden hatte.
Hatte er wirklich dieses hübsche Mädchen vor sich, das jahrelang von der Stiefmutter
geschlagen wurde, und das jetzt mit 16 auf der Straße saß und kein Zuhause mehr hatte.
- 14 -
„Was wirst du jetzt machen??“ fragt er mich vorsichtig und richtet sich auf.
„Ganz ehrlich?? Ich weiß es nicht. Ich hab ja nicht mal mehr Verwandte, geschweige denn Freunde,
zu denen ich vorübergehend gehen könnte.“ Diese Einsicht ist selbst für mich bitter.
Wie sollte es jetzt weitergehen. Ich habe keinen Job. Und von 150 Euro Kindergeld im Monat konnte ich wohl kaum leben.
„Hey jetzt lass den Kopf nicht hängen. Uns wird schon was einfallen.“ aufmunternd sieht er mich an und streckt mir seine Hand entgegen.
„Bill...warum machst du das??“ frage ich leise und wage es nicht, ihn anzusehen.
„Frag nicht und komm.“ er lächelt und packt mich am Arm.
„Stell dein Gepäck am Besten zu unseren Umzugsschachteln“ schlägt er vor und
zeigt auf einen Berg von Pappkartons.
„Bill.. ich glaub ich gehe besser wieder...ihr habt doch selbst genug zu tun.“ sage ich schnell
und wende mich zum Gehen.
„Nichts da...setz dich erstmal, ich komm gleich wieder.“ vorsichtig drückt er mich auf das Sofa, das
einsam im sonst noch leeren Wohnzimmer steht.
Nervös rutsche ich hin und her. Was hatte er denn vor. Das hier Alles konnte doch nicht war sein....
„Hi...“ begrüßt mich Tom und kommt auf mich zu.
„Hi“ sage ich so leise, dass ich mich selbst kaum verstehen kann.
„Du warst ja heute ganz schön schnell verschwunden.“ grinst er und lässt sich neben mich fallen.
„ Ja tut mir leid.“ entschuldige ich mich schnell und stehe auf.
„Achso...eigentlich soll ich dich ja holen“ lacht Tom nun und fasst sich an die Stirn.
„Mich holen??“ ungläubig schaue ich ihn an, bis er aufspringt
und mich hinter sich her die Treppe hinauf zieht.
„Kurze Zeit später stehe ich in einem Raum, der voll von Farbeimern und Folie ist.
„Das ist Shana“ höre ich Bills Stimme. Er steht neben einer Frau mittleren Alters,
die gerade mit einem klecksenden Pinseln kämpft.
„Hallo Shana!“ begrüßt sie mich freundlich und wirft den Pinsel in einen leeren Eimer.
„Hi..“ grüße ich zurück und versuche zu Lächeln.
Ehe ich mich versehe haben Bill und Tom den Raum verlassen und schließen die Tür hinter sich.
Unsicher trete ich von einem Fuß auf den anderen, bis die Mutter von Tom und Bill
anfängt zu sprechen.
Pinkii
28. February 2008, 14:16
jaa.. bill & Tom helfen ihr...=))
des is toll.. die tut mir so leid.
Aber warum lassn Bill & Tom sie mit der mami alleine..?
naja die is bestimmt voll nett usw.. aber trozdem..xD
also ich bin mal gespannt wies weitergeht..=)
also mach gaaaaaaaaaaaaanz schnell weiter..!!
Emo_Core
29. February 2008, 17:29
wow gleich ein kommie..
-.-
aber danke @ pinki
- 15 -
„Shana...Bill hat mir erzählt, was passiert ist. Und um ganz ehrlich zu sein, kann ich es
fast nicht glauben. Ich hab dich so oft laufen sehen. Niemals hätte ich gedacht, dass es dir so schlecht geht.
Wenn ich irgendwas für dich tun kann, dann....“ Okay...irgendwie fühle ich mich leicht überrumpelt.....
„Schon okay... Ich werd schon was finden. Ich will ihnen keine Umstände machen.“
„Shana du bist 16 Jahre alt. Du hast kein Zuhause, wie stellst du dir das vor.
Du machst uns doch keine Umstände, sonst hätte ich dir meine
Hilfe doch erst gar nicht angeboten.“ sie lächelt und kommt ein paar Schritte auf mich zu.
„Ich mache dir einen Vorschlag. Wenn du willst kannst du unbefristet bei uns in der Garage unterkommen.
Du hast ein Dach über dem Kopf, ein Bett und beheizt ist sie auch. Ich würde mich echt freuen, und Bill und Tom bestimmt auch. Abgesehen davon, könnte ich weibliche Unterstützung
gut gebrauchen...“ wieder lächelt sie und streckt mir ihre Hand entgegen.
„Ich..ich weiß nicht was ich sagen soll...“ stottere ich und fasse mir verlegen an die Wange.
„Sag einfach ja..“ lacht sie und schiebt mich zur Tür, vor der Bill und Tom schon gespannt stehen.
Sprachlos stehe ich vor Bill, dessen Grinsen immer größer wird.
Tausend Dinge kreisen durch ihren Kopf.
Warum? Wieso? Weshalb?
Warum tun sie das für sie?
Wieso sollten sie das tun?
Und weshalb sollte sie ihnen vertrauen?
Vielleicht weil sie keine andere Möglichkeit hat oder weil sie
endlich lernen muss nicht mehr nach Anweisungen zu leben, sondern
vielmehr nach eigenem Verlangen und nach eigenen Wünschen??
Es würde nicht leicht werden, doch eine andere Wahl hatte sie nicht...
- 16 -
„Danke..“ sage ich leise und laufe aus dem Haus.
„Shana was ist denn??“ höre ich Bill die Treppe hinunterrufen und
seine Mum, die ihn aufhält. „Lass ihr Zeit“.
„Lass ihr Zeit“. Zeit, genau das ist es. Ich brauche Zeit für mich.
Zeit um über all das nachzudenken.
Über Monika, meinen Dad, die Schule und über die Tatsache, dass ich jetzt
auf eigenen Beinen stehen muss.
Dass ich keine Eltern mehr hatte, zu denen ich gehen kann,
wenn ich Probleme habe. Aber mal im Ernst- hatte ich das
überhaupt jemals.
Leute die sich nach meinem Ergehen informieren.
Die einfach mal fragen wie es mir geht und ob alles in Ordnung sei??
Um ehrlich zu sein- Nein.
Seufzend setze ich mich im Vorgarten auf die Verandastufe und zünde mir eine Zigarette an.
Ja sogar zum Rauchen hatte sie mich getrieben.
Klar war es meine eigene Schuld überhaupt damit angefangen zu haben,
und klar hatte sie mich nicht dazu gezwungen.
Aber es war nun mal das einzige, was sie mir nicht verbieten konnte, und was mir
ein kleines Gefühl der Freiheit gab.
Mein Handy piept. Eine Erinnerung wie jeden Tag, an denen
ich immer um dieselbe Zeit Die Pille schlucke.
Schon mit 12 hatte sie mich zum Frauenarzt geschickt. Ich war noch nicht soweit,
aber das hatte sie sehr wenig interessiert.
Nie hatte ich wirklich verstanden warum ich sie eigentlich nehmen muss, da
sie mir ja jeglichen Umgang mit Jungen, ja sogar Mädchen
verboten hatte.
Es war wohl auch nur eine der Kleinigkeiten, mit denen sie mir zeigen wollte
dass sie das Sagen, und ich ihr nur zu gehorchen hatte.
Mir zitternden Händen drücke ich mir eine der kleinen,
flachen Tabletten aus der Verpackung und stecke sie mir in den Mund.
Hinter mir höre ich wie die Terrassentür aufgeschoben wird.
Kurze Zeit später setzt sich Bill neben mich und sieht mich eindringlich an.
„Es..tut mir leid, dass ich eben einfach abgehauen bin. Es war mehr als unhöflich, für das,
was ihr mir angeboten habt.“ entschuldige ich mich und schaue in reumütig an.
Er lächelt nur. „Komm mal mit“ fordert er mich auf und führt mich durch das Haus zu einer Tür,
die die Verbindung zur Garage ist.
„Wow“ entfährt es mir als er mich in den völlig umgebauten Raum führt, der mehr einem Jugendzimmer,
als eine herkömmlichen Garage gleicht.
„Gefällt es dir??Anfangs hatten ich und Tom hier geschlafen, aber jetzt sind wir oben eingezogen.“ grinst er und lässt sich auf die große, dicke Matratze fallen, die
in der einen Ecke liegt, und auf der Kissen und Decke mit roter Bettwäsche liegen.
Vorsichtig durchstreife ich den Raum, und lasse meine Finger über den schwarzen Schreibtisch und die kleine Kommode wandern, die ebenfalls einen Platz in der Garage gefunden hatten.
Eines hat es mir jedoch sofort angetan.
Das Poster von Placebo, das an der Innenseite des Tores hängt.
„Bill...ich..ich weiß nich´ was ich sagen soll...das..ist einfach nur Wahnsinn...“ stottere ich
und bleibe hilflos vor ihm stehen.
„Sag einfach dass du bleibst“ lächelt er und steht auf.
Ich nicke nur und falle ihm um den Hals, was mir jedoch im nächsten Moment total peinlich ist, weshalb ich ihn auch sofort wieder loslasse und mich entschuldige.
„Shana??“ fragt er mich und sieht mich kopfschüttelnd an.
„Hmm?“ gebe ich beschämt zurück.
„Hör bitte auf dich für alles zu entschuldigen. In einer guten Stunde gibt’s Essen. Wenn du vorher noch duschen willst oder so...s Bad ist oben..“ grinst er und wendet sich zum Gehen.
„Okay..“ sage ich etwas verblüfft und mache mich daran, meine Sachen auszupacken.
Pinkii
1. March 2008, 13:45
uiii wie lieb die sind..
hm.. aber da kommt bestimmt noch irgend n Problem auf.
des is doch jetzt alles zu perfekt..xDD
sonst wär die ff ja schon wieder zu ende.
und des wär ja schade.. XD
also ich bin mal gespannt..
mach gaaaaanz schnell weiter..=))
Devil483
2. March 2008, 13:30
ZITAT(Pinkii @ 1. March 2008, 13:45)

uiii wie lieb die sind..
hm.. aber da kommt bestimmt noch irgend n Problem auf.
des is doch jetzt alles zu perfekt..xDD
sonst wär die ff ja schon wieder zu ende.
und des wär ja schade.. XD
also ich bin mal gespannt..
mach gaaaaanz schnell weiter..=))
also ich bin der gleichen meinung^^
schreib ganz schnell weiter!
Emo_Core
2. March 2008, 19:56
- 17 -
Stück für Stück räume ich meine Kleider in die Kommode und stelle Schulbücher und Hefte
auf den Tisch.
Da ich nicht mehr viele Dinge besitze bin ich mit dem Ausräumen meine beiden Gepäck-
stücke auch recht schnell fertig.
Mit einer dunkelblauen Jeans und einem roten T-Shirt, sowie meinem Kulturbeutel
bepackt mache ich mich auf die Suche nach dem Badezimmer,
dass ich auch recht schnell finde.
Es ist groß und ziemlich in weiß gehalten. Es scheint mir als wäre es der einzige
Raum im Haus, der schon komplett fertig ist.
Abgesehen davon habe ich das Gefühl,
dass die Mutter der Zwillinge die Renovierung
ganz allein macht, denn so etwas wie einen Vater habe ich hier zuvor noch nicht gesehen.
Im Prinzip ging mich der Familienstand der Jungs und ihrer Mutter auch
überhaupt nichts an.
Es ist schon komisch. Gestern habe ich das erste Mal mit ihnen gesprochen, und heute
wohne ich bei ihnen. Sie können sich glücklich schätzen, so eine Mutter zu haben.
So hatte ich sie mir immer vorgestellt. Meine Mum,
die ich nie hatte richtig kennenlernen dürfen.
Rasch entkleide ich mich und stelle mich unter die heiße dusche.
Ich wickle mich in eines der großen Duschhandtücher, die an der Wand an kleinen
weißen Haken hängen.
Als ich in den Spiegel schaue erschrecke ich kurz. Da meine ganze Schminke verlaufen ist,
sehe ich aus wie Ozzy Osbourne an seinen schlechtesten Tagen.
Schnell schaue ich mich nach Wattepads um, um mich wieder einigermaßen herzurichten.
Hatte ich schon erwähnt, dass Bill sich schminkt? Genau aus diesem Grund finde ich sowohl
Kajal, als auch ein wenig Wimperntusche.
Die kleine gelbe Wanduhr, die direkt über der Badezimmertür hängt, zeigt
18,10 an, was bedeutet, dass mir bis zum Essen nicht mehr viel Zeit blieb.
Schnell schlüpfe ich in meine Klamotten und föne mein Haar.
Als ich das Badezimmer verlasse, bin ich wieder die Shana, die meine
Klassenkameraden kennen- leicht geschminkt und unauffällig gekleidet.
- 18 -
Im Flur folge ich den lachenden Stimmen, die ich Bill und Tom zuordnen konnte.
„Wuhh...wen haben wir denn da??“ keck grinst mich Tom an, der daraufhin einen
Stoß von Bill in die Rippen bekommt.
„Was denn...ich dachte ja nur..“< „Ja das wollen wir gar nicht wissen“ wird Tom von Bill unterbrochen
der sich an seinen Platz setzt.
„Jetzt weißt du was ich mit Unterstützung meinte“ lacht Bills Mum, als sie 4 Pizzen an den Tisch bringt.
Das erste Mal an diesem Tag huscht mir ein ehrliches Grinsen über das Gesicht.
Nach dem Essen gehe ich wieder in mein „Zimmer“ und lasse mich auf mein Bett fallen.
Schon seit ich vom Tisch aufgestanden bin, bekomme ich das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht.
Was ich doch für ein verdammtes Glück habe, denke ich mir, als es im selben Moment an der Tür klopft.
„Hm??“ antworte ich und setze mich auf.
„Kann ich reinkommen??“ höre ich Tom von draußen.
„Klar!“ lache ich als sich die Tür langsam öffnet.
„Was gibt’s??“ erwartungsvoll schaue ich ihn an, als er mit einem Engelsgesicht auf mich zukommt,
welches irgendwie gar nicht zu ihm passte. Denn so wie ich ihn bis jetzt kennengelernt hatte,
hatte es Tom faustdick hinter den Ohren.
„Ahhh...sag nichts...lass mich raten“ grinse ich und krame meine Zigaretten aus meiner Jackentasche.
„Ähm...okay..erwischt“ lacht Tom legt das unschuldige Gesicht wieder ab.
Zusammen stellen wir uns an das kleine Fenster des Garagentores, das geschickterweise so liegt, dass uns seine Mum unmöglich erwischen konnte.
„Weiß es deine Mum nicht??“ frage ich leise und stoße den Rauch aus.
„Ich denke sie ahnt es...aber es ist besser, wenn sie uns nicht dabei erwischt.“ grinst er und nimmt einen langen Zug.
„Uns?“ lache und wackle mit den Augenbrauen...
„Also ja ich mein damit mich und..ja...ist egal“ stottert er und zieht an seine Kippe.
„Bill...“ vervollständige ich seinen Satz....
„Von mir weißt du nichts..“ flehend sieht er mich an und drückt seine Zigarette aus.
„Schon klar...“ räume ich ein und schließe das Fenster.
„Ich geh dann mal...“ verabschiedet er sich und geht zur Tür.
„Kay..ach und Tom??“- „Hmm??“ „Bis zum nächsten Mal ne?!“ grinse ich und zwinkere ihm zu.
Miss Russia
2. March 2008, 20:35
Neue Leserin!
Deine FFs sind alle subbi toll! Bin echt froh, dass ne weitere hier is.
Die is auch suppi toll!
Toller Schreibstil!
Einfach alles!
Freu mich, wenns weiter geht!^^
hannrella
2. March 2008, 21:19
Dem schließe ich mich voll und ganz an. Du schreibst wirklich ganz toll, mal nich so kitschig...

Hab auch deine anderen gelesen. Lese hier auch schon ne weile mit, bin aber immer so faul nen kommentar zu hinterlassen... sorry.

Hab ich ja jetzt nachgeholt... Freu mich schon, bis es weiter geht!!!!!
Pinkii
5. March 2008, 18:21
soso.. jetzt rauchen die 2 auch noch..xD
wird ja immer besser.. XD
aber die sind voll nett zu ihr.. =)
des find ich echt süüüß..
naja aber die frage is ja noch:
mit wem kommt sie zusammen..?XD
bill oder Tom..? ich glaub ja Bill.. XD
oder kommt sie überhaupt mit jemand zusammen..?
ach bestimmt..
naja wir werden sehn..
alsoo mach gaaaanz schnell weiter..!!!
Emo_Core
6. March 2008, 19:12
Danke ihr 3..=)
ich freu mich immer riesig über Kommies...=))))
- 19 -
Geistesabwesend schlüpft sie in ihre Schlafklamotten.
Aus welchem Grund auch immer gelang es ihr nicht, das dauerhafte,
breite Grinsen aus dem Gesicht zu bekommen, das sicherlich nicht nur mit
der „Befreiung“ von ihrer Stiefmutter zu tun hatte, vielmehr jedoch mit ihrer jetzigen Situation.
Voller Optimismus, dass der kommende Tag sicherlich noch besser werden
würde, legt sie sich in ihre Schlafstätte und kuschelt sich in die gut duftenden
Kissen. Doch würde ihre Stiefmutter das alles auf sich sitzen lassen??
Am nächsten Morgen kann ich mich nur schwer um 5.30 aus dem Bett schleppen.
Schließlich muss ich ja nicht unbedingt den Jungs über den Weg laufen.
Nachdem ich mich schnell geduscht habe husche ich wieder in mein
Zimmer um mich anzuziehen und zu schminken.
Zu einer schwarzen Jeans ziehe ich mir ein weißes Shirt und eine schwarze
Sweatjacke an. Dazu weiße Ohrringe und meine Haare binde zu einem hohen Pferdeschwanz.
6.30. In einer halben Stunde würde unser Bus kommen- also genug Zeit um mir noch eine
Zigarette zu gönnen. Rasch öffne ich das kleine Fenster und
krame mein Bushido-Feuerzeug aus meiner Hosentasche.
Ja Bushido- eigentlich der einzigste Rapper der mir gefällt.
Nicht nur beim Rauchen steigt weißer Qualm auf. Schon beim einfachen Atmen. So
kalt war es über Nacht geworden.
„AHA!“ höre ich eine Stimme direkt hinter mir und zucke vor Überraschung zusammen.
Erschrocken fahre ich herum und versuche die Zigarette hinter meinem Rücken zu verstecken.
„B..Bb..Bill ich..ich hab dich gar nicht gehört. W.was gibt’s denn..?“ stottere ich vor mich hin.
Super Shana..mal wieder gar nicht auffällig. Klar weiß Bill dass ich rauche. Jedoch weiß ich nicht, ob es
für ihn bzw. seine Mum in Ordnung ist, wenn ich es hier im Haus tue.
„Och du nichts Besonderes“ grinst er und versucht mir immer wieder hinter den Rücken zu schauen.
„Was versteckst du denn da??“ lacht er und piekst mir in den Bauch.
„Nichts...wie kommst du denn darauf“ versuche ich möglichst überzeugend zu klingen.
„Ahja...und was qualmt dann da so?“ lacht er und deutet hinter mich.
„Mist...“ rutscht es mir heraus..daran hatte ich nun überhaupt nicht gedacht.
Ich gebe mich geschlagen und zeige ihm die Kippe die fleißig vor sich hinqualmt.
„Aha“ sagt er während sich seine Miene verdüstert.
„Bill es tut mir leid..ich wusste nicht...“ entschuldigend sehe ich ihn an und warte seine Reaktion ab.
„Geb sie her..“ murmelt er woraufhin ich sie ihm freiwillig aushändige.
„W.was machst du denn jetzt“ überrascht schaue ich ihn an als er sich an mein Fenster stellt und mich breit angrinst.
„Danke“ nuschelt er und zieht kräftig an meine Zigarette.
„Du bist doch das aller Letzte“ lache ich und stoße ihn gegen die Schulter.
„ Ich weiß...“ nickt er und schließt das Fenster.... „Komm wir müssen los“ informiert er mich, die
immer noch völlig empört auf der Stelle steht. Kopfschüttelnd folge ich ihm in den Flur,
wo Tom schon auf uns wartet. Natürlich lässt es Bill sich nicht nehmen, Tom von seiner
geilen Aktion zu erzählen- mir bleibt nichts anderes übrig als weiterhin zu lächeln.
- 20 -
Nun steht sie da- seit 5 Jahren zum ersten Mal.
Angeregt unterhält sie sich in der 5- Minuten-Pause mit Tom, ganz zur Verwunderung
der anderen, die sie mit großen Augen beobachten.
War das wirklich dasselbe Mädchen, das noch vor kurzer Zeit kein Wort
von sich gab, dasselbe Mädchen, das in Saus und Brauß lebte und sich jetzt tatsächlich mit
„Ärmeren“ abgab.
Gab es doch noch so Etwas wie Wunder??
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
Da ich heute 2 Stunden früher als die Zwillinge aus habe, fahre ich schon nach Hause, um
mich wenigsten ein wenig nützlich zu machen.
Nach langem Suchen finde ich endlich einen Putzeimer, den ich mit heißem
Wasser fülle und dann in das Zimmer trage, indem ich gestern noch mit Bill und Toms Mum stand.
Bevor ich jedoch mit meiner „Putzaktion“ beginnen kann, muss ich die Abdeckfolie
vom Streichen aufräumen, die wohl
zum Schutz des Bodens gedient hatte. Ihre Mum hatte das wirklich toll hinbekommen.
Die eine Wand, die weiß grundiert ist, ziert ein schwarzer Stern.
Über andere Wand, schwarz grundiert, zieht sich ein weißer Totenkopf.
Es konnte nicht anderst sein- dies musste Bills Zimmer werden.
Über eine Stunde schrubbe ich der Laminatboden und die Leisten, die trotz der Folie einige
Farbspritzer abbekommen hatte.
„Shana?!“ höre ich jemanden aus dem Flur rufen.
„Ja??Ich bin hier..“ gebe ich zurück als ich den schwappenden Wassereimer die Trepe hinunteschleife.
„Was machst du denn schon hier? Hast du denn keine Schule mehr?“ fragend sieht mich
Siemone- Bills Mum- an und streift ihre Jacke ab.
„Ich hatte schon früher aus...“ kläre ich sie auf und stellen den Eimer ab.
„Was hast du denn damit vor?“ lacht sie und beäugt skeptisch das gräuliche Wasser, das
vom Putzen völlig verfärbt ist.
„Ich hab oben sauber gemacht...“ sage ich zurückhaltend.
„Das hättest du doch nicht machen müssen, trotzdem lieb dass du uns hilfst“ meint sie erstaunt und
streicht mir über die Schulter.
Pinkii
6. March 2008, 19:27
..xD Bill wieder..XDDD
des war klar..
aber ich finds voll nett, dass shana jetzt da mit hilft..
also langsam glaub ich, dass es was mit Bill wird..
bin mir aber noch nicht sicher..
naaaaja wir werden sehn..xDD
also gaaaaaaaaaaaaanz schnell weiter...!!
Bill und Tom
6. March 2008, 20:11
ach unser billy mit der kippe , wie geil xD
ich gaub ih wäre vor lauchen umgefallen wenn
bill das bei mir mahen würde xD
aber was mich interesiert ob das mit dem rauchen
bill und toms mam rausbekommt ?
egal mach auf jeden fall weiter
Emo_Core
9. March 2008, 20:15
Warum bekomm ich so wenig Kommies? ;__;
- 21 -
Und wieder geschieht etwas, was sie nicht kennt.
Jemand schätzt ihre Arbeit und bedankt sich dafür.
Etwas, was sie vorher nie kennenlernen durfte.
Wieder huscht ihr ein Lächeln über das Gesicht, was ihr, seit sie hier ist,
des Öfteren passiert.
„Shana??“ höre ich Siemones Stimme aus der Küche.
„Ja.. Moment ich komme“ rufe ich aus dem Wohnzimmer zurück, dass ich soeben von bereits
ausgeräumten Umzugkartons befreit habe.
„Hmm?“ mache ich mich bemerkbar, als ich die Küche betrete.
„Könntest du mir vielleicht den Gefallen tun, und frisches Brot vom Bäcker holen. Ich kann hier schlecht weg
wegen dem Braten“ erklärt sie und deutet auf den Ofen, aus dem ein leises Brutzeln zu hören ist.
„Klar mach ich“ lächle ich sie an und schnappe mir meine Jacke, um das Haus zu verlassen.
In der Auffahrt kommen mir Bill und Tom entgegen, die sichtlich von ihrem „harten“ Tag erschöpft sind.
„Was machst du denn schon hier?“ baut sich Tom empört vor mir auf, kann sich ein Grinsen aber nicht verkneifen.
„Ich hatte schon früher aus und jetzt gehe ich zum Bäcker.“ gebe ich eben so frech zurück und kneife
Tom in den Bauch, bevor ich an ihm vorbeihusche.
Zwar muss ich einige Minuten bis zum nächsten Bäcker laufen, doch durch die Tatsache, dass
ich darum gebeten wurde, und es nicht einer dieser „Aufträge“ war, mache ich das gern.
- 22 -
Als ich eine dreiviertel Stunde später das Haus erneut betrete, habe ich irgendwie das Gefühl,
das Etwas nicht stimmt. Wie schon so oft bestätigt sich mein Gefühl wenig später,
als ich die Küche mit der großen Brottüte betrete und außer Bill, Tom und Siemone noch eine fremde Frau am Küchentisch vorfinde.
„Hallo?“ sage ich leicht irritiert und lege das Brot auf die Arbeitsplatte.
„Danke“ murmelt Siemone, die mich wie Bill und Tom mitleidig ansieht.
„Hallo Shana“ sagt die Fremde monoton und sieht mich scharf an.
„Ich bin vom Jugendamt“ stellt sie sich vor. Jugendamt- wie ich dieses Wort hasse. Es bedeutet nie etwas Gutes.
Ich nicke nur und sehe hilflos zu Bill und Tom.
„Deine Stiefmutter hat uns informiert, dass du nicht mehr weiterhin bei ihr wohnen wirst, was bedeutet,
das wir wieder einen Platz im Heim für dich beantragen werden, da du noch
nicht volljährig bist.“ leiert sie ihren Text herunter, bei dem es mir vorkommt, als hätte
sie ihn auswendig gelernt..Ich bin sprachlos- nicht in der Lage auch nur das Geringste zu erwidern.
„Und da deine Stiefmutter bis dahin immer noch die Aufsichtspflicht über dich hat, wirst du noch heute
wieder zu ihr ziehen.“ schließt sie ihre Ausführungen ab.
„Nein...bitte nicht“ flüstere ich verzweifelt und schüttle immer wieder den Kopf...Tränen sammeln sich in
meinen Augen und rinnen über meine Wangen, aus Angst vor neuen Demütigungen und den Schlägen, die mich wieder erwarten.
„Du hast keine andere Wahl...ich muss dich bitten deine Sachen einzupacken und mir zu folgen.“
„Tun sie mir das bitte nicht an..“ sage ich so leise, dass ich sogar selbst bezweifle, dass sie es gehört hat.
Im selben Moment kommt Bill auf mich zu und schließt mich in seine Arme. „Wir holen dich da raus..“
flüstert er mir zu.
„Entschuldigen sie“ rufe ich die Frau vom Jugendamt zurück, die sich schon auf den Weg in den Flur gemacht hatte. So ein unsympathischer Mensch-meine Stiefmutter ausgeschlossen- war mir glaube ich noch nie begegnet.
„Was ist denn noch“ fragt sie genervt und dreht sich um.
„Wie lange werde ich bei ihr und im Heim bleiben müssen“ schluchze ich und spüre Siemones Hand auf meiner Schulter.
„Bei Frau Brand ungefähr 1 Woche und im Heim so lange, bis wir jemanden gefunden haben, der sich freiwillig um so einen Problemfall wie dich kümmert.“ fährt sie mich an und wendet sich wieder von mir ab.
- 23 -
„Können sie alte Kuh eigentlich nicht freundlicher sein, und was heißt hier bitte Problemfall?“platzt Tom heraus, der sich die ganze Zeit zurückgehalten hatte.
„Tom..“ ermahnt ihn Siemone, die sichtlich verlegen ist.
„Was bildest du Bengel dir ein. Hat man dir nichts beigebracht?“ bläßt sich die Namenlos auf und geht einen Schritt auf Tom zu.
„Das reicht. Hätten sie die Güte und würden draußen warten. So etwas wie sie möchte ich nicht länger in meinem Haus haben.“ greift Siemone in die außer Kontrolle geratene Situation ein. Empört stöckelt die Fremde aus dem Haus.
Wortlos begebe ich mich in mein Zimmer und packe das Wichtigste in meine Reisetasche.
„Danke für Alles..“ drücke ich heraus, immer noch völlig darauf konzentriert, die Tränen zurückzuhalten.
„Ich werde sehen was ich für dich tun kann..“ versucht Siemone aufmunternd und schließt mich kurz in die Arme.
Wütend und bedrückt zugleich sehen mich die Zwillinge an, als ich das Haus verlasse, und der Beamten über die Straße zum Grundstück von Monika Brand folge- dem Menschen, den ich am Meisten hasse
und an den Ich eine weitere Woche meines Lebens vergeude.
Wie ein kleines Kind setzt sie mich vor der Haustür ab und wartet, bis ich ins
das Haus betreten und die Tür hinter mir geschlossen habe.
Und da steht sie, funkelt mich an und setzt ein dreckiges Grinsen auf.
„Na ist wohl Alles nicht so gelaufen, wie Prinzesschen sich das vorgestellt hat“ lacht sie und verschränkt die Arme vor der Brust.
Pinkii
9. March 2008, 20:36
Ohhh nein..
die Tussi von Jugendamt is ja mal scheiße ey..
Aber Tom war supi.. =)) *klatsch*
ach man die Shana tut mir so leid..
die dumme Stiefmutter macht sie jetzt bestimmt voll fertig..
Simone is voll liieb..
die werden sie da bestimmt wieder rausholen.. =)
da bin ich mir sicher..
also maach gaaaaanz schnell weiter..=)
Mary1988
10. March 2008, 13:04
oh nein!!! bitte bitte, die sollen doch des arme mädchen am besten adoptieren???
mega geschichte TOP
hannrella
10. March 2008, 14:44
Wird ja immer spannender!!! Ich schau wenn ich on bin immer als erstes nach, ob du schon weiter geschrieben hast.

Super, dass du acuh immer so viel auf einmal reinstellst, da hat man dann auch mal richtig was zu lesen. Einfach toll...
Emo_Core
10. March 2008, 18:10
Danke ihr lieben, hab mich sehr gefreut..=)))
- 24 -
„Lass mich einfach nur in Ruhe“ fahre ich sie an und renne die Treppe hinauf in mein altes Zimmer.
„Du schläfst im Keller“ ruft sie mir hinterher, woraufhin sie in schallendes Lachen ausbricht.
Auf dem Absatz mache ich kehrt und laufe die Kellertreppe hinunter.
Tatsächlich hatte sie ein altes Kissen und einen zerissenen Teppich auf das alte, löchrige Sofa bereitgelegt.
Das war erst der Anfang. Wurde mir nach und nach klar. Sie würde es eiskalt ausnutzen.
Sie will nur eines. Sie will mich heulend am Boden sehen. Aber das werde ich ihr nicht geben.
Keine einzige Träne wird sie von mir sehen.
Den ganzen Tag sitzt sie in ihrem „Verließ“ und fiebert dem nächsten Tag entgegen, an dem sie
zum Glück wieder in die Schule konnte.
Nur der Hunger treibt sie nach oben in die Küche, wo sie nach etwas essbarem sucht.
Das einzige was sie findet ist ein kleine Becher Joghurt- der ihr zum Verhängnis werden sollte....
So schnell wie möglich schaufle ich den Joghurt in mich hinein,
um ihr nicht begegnen zu müssen.
Zu spät.
Als ich den Becher im Mülleimer versenke, höre ich sie durch die Eingangshalle
stöckeln. „Was machst du da!“ fährt sie mich an und kommt auf mich zu.
„Ich hatte Hunger.“ gebe ich scharf zurück und will an ihr vorbeigehen, als sie mich am Ärmel packt und
zurückzieht.
„Was!“ gifte ich sie an und mache mich so groß wie möglich.
„Hunger??Ich geb dir deinen Hunger!“ kreischt sie und schlägt mir ins Gesicht. Warme Flüssigkeit rinnt
mir aus dem Mund und von der Lippe.
„Na ist dir das Essen vergangen?“ lacht sie zufrieden und verlässt die Küche.
So ein verdammter Mist. Sie hatte mich voll erwischt.
Ich spucke den gesamten Inhalt auf den Boden, auf dem ich nun einen dunkelroten Fleck sehen kann.
Wie ich sie hasse.
- 25 -
Am nächsten Morgen verlasse ich so schnell ich kann das Anwesen.
Anstatt den Bus zu nehmen laufe ich in die Schule.
Ich will Bill und Tom so lange wie möglich von meinem Anblick verschonen.
Sie hatte mich doch stärker getroffen als ich dachte. Wird wohl an den ganzen Klunkern liegen,
die sie an der Hand trägt, dass meine Unterlippe nun von einem tiefen Riss gezeichnet ist.
Aber ich hatte es ihr nicht gezeigt. Ich hatte ihr meine Schmerzen nicht gezeigt, und das ist
gut so.
Als ich die Schule endlich erreicht habe, bin ich komplett durchgefroren. Zitternd betrete ich das Schulhaus und streife durch den langen Gang, der zu unserem Klassenzimmer führt.
Schüler sind bereits keine mehr zu sehen, da der Unterricht schon vor 7 Minuten begonnen hatte.
Zögernd klopfe ich an die Tür und öffne sie vorsichtig. Frau Marg ist bereits mitten in ihrem Englischunterricht,
schaut jedoch kurz auf, als ich den Raum betrete. Ich traue mich nicht einmal, Tom anzusehen.
„Shana, was ist denn mit dir passiert?“ verblüfft starrt mich meine Lehrerin an und deutet auf mein Lippe.
„Ist nicht so schlimm“ wimmle ich sie ab und lass mich in die letzte Bank fallen.
Schon vor dem Gong hatte ich meine Sachen wieder zusammengepackt, um schnell den Raum verlassen zu können. Doch hatte ich nicht mit Bill gerechnet, der schon draußen auf uns wartet und dem ich genau in die Arme laufe. „Shana warte!“ höre ich Toms Stimme im Rücken und spüre deutlich Bills entsetzten Blick von vorne.
„Shana..war....war...sie..“ stottert Bill und schaut abwechselnd mich und Tom an.
„Ja sie war es!“ antwortet Tom für mich und zieht mich und Bill hinter sich her, bis wir schließlich den
Pausenhof erreichen.
Auch mein lautstarkes Protestieren hatte nichts geholfen
Pinkii
10. March 2008, 18:18
Ohaaaaa..
die Tussi is so gemein..
ich hass die..
hoffentlich machen Bill & Tom jetzt was dagegen..
die können die ja nicht so einfach bei ihr lassen..
aber des machen die bestimmt nicht..
Aber das die Lehrerin nix macht wundert mich..
Shana schafft des trozdem.. =)
die is stark..!! die kommt damit klar.. =)
also jetzt mach mal ganz schnell weiter..<33
hannrella
11. March 2008, 10:46
oh... wow. du bist aber schnell

Kann sie ihre Stiefmutter nicht einfach anzeigen, wegen Misshandlung oder so? Dann wird sie ihr doch eigentlich sofort weggenommen und kommt in ne Pflegefamilie oder ins Heim... Schlimme Situation...
Devil483
11. March 2008, 14:48
shana tut mir voll leid!!!
die soll ihre siefmutter anzeigen.
mach ganz schnell weiter!
Emo_Core
12. March 2008, 17:38
Je mehr Kommies, umso schneller kann ich schreiben..=)
- 26 -
Der Himmel ist grau die Bäume kahl und auch Vögel sind nicht mehr zu hören.
Nicht nur die Natur scheint tot, auch die Stimmung zwischen den 3 Personen,
die jetzt im Kalten stehen und sich gegenseitig anstarren
ist bedrückend.
Es tut ihm so weh. Es tut ihm so unendlich weh sie so zu sehen.
Und es tut ihm noch mehr weh, dass er ihr nicht geholfen hat.
Er hat sie allein gelassen, dabei wusste er genau, was passieren würde.
Doch nicht nur er wird von seinem schlechten Gewissen
gequält. Auch sein Bruder, der gerade noch so aufbrausend gewesen ist, steht nun da-
und auch ihm fehlen die Worte.
„Hey jetzt schaut doch nicht so...“ sage ich bestimmt und drücke mir ein Lächeln heraus.
Mir war nicht zum Lachen, schon lange nicht mehr. Doch ich kann
ihren Anblick nicht ertragen.
Ich will nicht, dass sie meinetwegen ein schlechtes Gewissen haben.
„Shana...schau dich doch mal an...was sie mit dir gemacht hat...“ krächzt Bill, dem
es scheinbar die Sprache verschlagen hatte.
„Wir..wir hätten dir helfen müssen..“ schaltet auch Tom sich ein, bleibt aber ruhig.
„Ihr müsst gar nichts. Was hättet ihr denn tun sollen. Ihr habt doch schon genug für mich getan.
Es sind doch nurnoch 6 Tage.“ versuche ich aufmunternd, könnte bei dieser Erkenntnis
jedoch schon wieder in Tränen ausbrechen.,
„Nurnoch 6 Tage Shana? Sieh dir doch nur mal an was sie an einem mit dir gemacht hat.
Was wenn sie wieder ausrastet“ platzt es nun aus Bill heraus, der so langsam
wieder Farbe ins Gesicht bekam.
„Ich schaff das schon. Ich werde mir mein Essen einfach selbst kaufen und ihr so weit wie möglich aus dem Weg gehen.“ erkläre ich und schlucke den immer größer werdenden Kloß in meinem Hals hinunter.
„Wie meinst du das??Was hat das denn bitte mit dem Essen zu tun?“irritiert schaut mich Tom an und legt dir Stirn
in Falten.
„Ist egal...“ sage ich leise du wende mich ab, da ich meine Tränen nicht mehr länger zurückhalten kann.
- 27 -
„Nein ist es nicht“ höre ich Bill hinter mir, der mich kurz darauf am Arm festhält.
„Warum hat sie dich geschlagen“ bohrt Tom weiter und hebt die Stimme.
„Ich hab doch nur Etwas gegessen....“flüstere ich leise und begreife so langsam selbst,
mit welch einer kranken Person ich es tatsächlich zu tun hatte.
„Was?!“ entfährt es Tom der sich jetzt vor mich stellt und mich eindringlich ansieht.
Ich zucke nur mit den Schulter und entziehe Bill meinen Arm, um mir die Tränen aus dem
Gesicht zu wischen,
„Bill wir müssen mit Mum reden..“ höre ich Tom bestimmt zu Bill sagen und dann Schritte die
sich von uns entfernen.
„Es tut mir so leid, Shana“ flüstert Bill leise und nimmt mich in den Arm. Es tut gut,
jemanden zu haben, der einen tröstet, doch wirklich helfen konnte er mir ja auch nicht.
Langsam löse ich mich von ihm, lächle ihn noch einmal gequält an und verlassen dann
wortlos den Schulhof. Der Unterricht interessiert mich im Moment nicht.
Wie in Trance streift sie durch die Straßen.
Alles um sie herum zieht an ihr vorbei, fast so als würde sie im Nebel laufen.
Sie weiß einfach nicht mehr weiter. Zwar hatte sie zuerst versucht, möglichst optimistisch an
diese Woche heranzutreten, doch wusste sie jetzt eines ganz genau.
SIE war noch lange nicht mit ihr fertig.
Und auch diese Befürchtung sollte sich früher als lieb bestätigen.
Devil483
14. March 2008, 12:23
du schreibst voll gut!
hoffentlich können bill und tom ihr helfen!
mach bitte ganz schnell weiter!
hannrella
15. March 2008, 04:36
was soll ich noch groß schreiben... mach bitte schnell weiter, kanns kaum abwarten wies weiter gehts!!!!
Emma94
17. March 2008, 17:16
OMG!!!!!!!!!!!!!!!! die arme Shana!!!
mach bitte schnell weiter!!
Emo_Core
19. March 2008, 12:09
- 28-
Ohne großen Lärm zu machen laufe ich durch die Eingangshalle so schnell
ich kann in mein „Verließ“. Ich hatte Glück, da sie noch bei der Arbeit war. So musste ich sie nicht
sehen. Lange Zeit sitze ich zusammengekauert auf meiner alten Schlafstätte und warte eigentlich nur auf eines.
Das die Haustür ins Schloss fällt und SIE kommt.
Erst als das Telefon schrillt und schon nach dem zweiten Klingeln verstummt, weiß ich
dass sie zu Hause ist. Lautstark diskutiert sie mit der Person am
anderen Ende. „Sie haben mir den Auftrag fest zugesagt“ höre ich sie kreischen und kurz darauf
reißt sie meine Tür auf.
„Was sitzt du hier so faul rum? Mach dich gefälligst nützlich!“ schreit sie mich an und zieht mich am Arm
hinaus in die Küche. „Lass mich los verdammt nochmal“ wehre ich mich zu ersten Mal.
„Ich lass dich dann los, wann es mir passt“ giftet sie mich an und stößt mich von sich weg.
„Lass mich doch einfach nur in Ruhe. Ich hasse dich und das weißt du genau.“ bluffe ich sie
an und mache einen Schritt auf sie zu. Kurzerhand bricht sie in schallendes Lachen aus, wird aber
kurz darauf wieder ernst. „Soll ich dir mal zeigen wie sehr ich dich hasse??“ droht sie mir
und stößt mich so kräftig gegen
die Schultern, dass ich stolpere und mir im Fall den Kopf an den Tischkante stosse.
Ein spitzer Schrei entfährt mir. Sie grinst nur dreckig und verlässt die Küche. Lässt mich einfach liegen,
als wäre nichts gewesen.
Warme Flüssigkeit läuft mir durch die rechte Augenbraue über mein Auge die Wange hinunter.
So schnell es meine wackligen Beine zulassen, schleppe ich mich ins Badezimmer um ihr Werk zu begutachten.
Und wie immer hatte sie volle Leistung gebracht. Eine lange schmale Platzwunde
zieht sich über die rechte Hälfte meiner Stirn und auch mein Augenlid verfärbt sich langsam blau.
Vorsichtig tupfe ich mir das Blut aus dem Gesicht und desinfiziere die Wunde.
Wie sehr ich sie doch hasse.
Träge schleppt sie sich in den Keller und legt sich seufzend auf das alte Sofa.
Alles was sie jemals wollte waren Freunde und Liebe.
Sie wollte nie Geld, oder teure Geschenke. Sie wollte doch
nur verstanden und respektiert werden. Und zwar so wie sie war.
Und all das hatte ihr eine einzige Person genommen.
Eine Einzige......
- 29 -
Um 6 Uhr wache ich hustend auf. Tatsächlich hatte ich bis jetzt durchgeschlafen.
Mein Kopf brummt schrecklich, und beim Aufsetzen dreht sich Alles.
Vorsichtig schleppe ich mich ins Bad. Bei meinem eigenen Anblick
bleibt mir die Luft weg. Ich sehe aus wie nach einer Massenschlägerei.
Mein Auge ist blau, dazu die Platzwunde an meiner Stirn und der tiefe Riss in der Lippe
machte das Gesamtbild perfekt.
So konnte ich unmöglich in die Schule gehen. Zurück in meinem Zimmer ziehe ich mir
eine schwarze Strickmütze über den Kopf und vorsichtig bis ins Gesicht, so, dass sie grade den
langen, roten Riss überdeckt.
Als ich das Haus verlasse, streife ich mir eine Sonnenbrille über und stecke mir eine Zigarette an.
Außenstehende mussten echt denken ich wär nicht ganz bei Trost. Mitten im Winter
mit Sonnenbrille! Von allem Selbstbewusstsein verlassen schlurfe ich über den Schulhof und betrete
das Schulhaus. Und als mein Blick auf die große Wanduhr fällt, fällt mir auf, dass ich wieder viel zu spät bin.
Vorsichtig klopfe ich an die Tür unseres Klassenraumes.
Von drinnen höre ich die Stimme meiner Französisch- und gleichzeitig meiner Klassenlehrerin.
Mist. Ich hatte völlig vergessen, dass wir Französisch haben. Das bedeutet dass sich nicht nur Tom,
sondern auch Bill bei den anderen befindet.
Zögernd öffne ich die Tür und schiebe mich in den von Schülern gefüllten Raum.
„Wo kommst du denn jetzt her wenn ich fragen darf“ ertönt die Stimme von Frau Neuhaus.
„Verschlafen“ murmle ich und lasse mich in die hinterste Bank fallen.
Durch die schwarzen Gläser meiner Sonnenbrille kann ich sowohl die Blicke von Bill, Tom und den andern erkennen, als auch die meiner Lehrerin.
„Shana ich weiß ja nicht was dich hier blendet, aber hättest du vielleicht die Güte die Brille abzunehmen?
Und ich glaube in einem beheizten Raum wirst du auch die Mütze nicht brauchen.“
Verdammter Mist. Was jetzt?? Regungslos bleibe ich sitzen. „Ich glaube das ist keine gute Idee“....
Ouh man... Shana 1A Erklärung.
„Shana ich fordere dich jetzt ein letztes Mal auf.“ droht Frau Neuhaus mir aufgebracht und kommt auf mich zu.
Da mir nichts anderes übrig bleibt ziehe ich mir die Mütze vorsichtig vom Kopf und lege meine Sonnenbrille
auf den Tisch.
„Ahhh“ entfährt meiner Lehrerin ein spitzer Schrei. „Shana...du..du siehst ja furchtbar aus..“ stammelt sie und läuft
aufgescheucht auf und ab.
Das Tuscheln beginnt. „Wie ist das passiert“ fragt sie nun nach und stellt sich direkt vor mich.
Tränen sammeln sich in meinen Augen-ich schweige.
Wortlos stehe ich auf und renne aus dem Zimmer.
„Shana warte!“höre ich noch Bill rufen und Schritte hinter mir auf dem Gang.
Keuchend lasse ich mich im Hof auf eine Bank fallen. Und wie ich es vermutet hatte, waren
Tom und Bill mir gefolgt und laufen jetzt über den Hof auf mich zu.
Emma94
19. March 2008, 14:32
ich hab schon wieder pipi in den augen xDD soo toll
weiter!!
hannrella
21. March 2008, 05:27
ohje, die arme. du hast ja echt kein mitleid mit ihr, wird ja immer schlimmer...
Emo_Core
27. March 2008, 16:23
Naja...was Kommentare angeht...lässt ja scho iwie zu wünschen übrig aber nja...danke an euch 2..
- 30 -
„Verdammte Scheiße Shana... was um Gottes Willen hat sie mit dir gemacht??“ platz Bill heraus und
lässt sich vor mir auf die Knie fallen.
Da mir nichts Passendes einfällt sehe ich die beiden
einfach nur schweigend an. Was hätte ich schon sagen sollen. Sie hat mich geschubst??
„Du kannst unmöglich wieder zu ihr gehen“ mischt sich nun auch Tom ein, der
seine Wut wie immer nicht verbergen kann.
„Komm mit!“ fordert mich Bill auf und greift nach meiner Hand.
Erschrocken zucke ich zurück, woraufhin er mich fragend ansieht.
Ich konnte das nicht. Ich konnte einfach nicht mehr.
„Lass mich“ sage ich leise und springe auf um einen Meter Abstand von den beiden
zu nehmen. „Was denn??“ irritiert kommt Tom auf mich zu und schaut mich fragend an.
„Ihr könnt mir nicht mehr helfen.“ sage ich bestimmt und kämpfe mit Tränen.
„Natürlich können wir dir helfen. Wir WERDEN dir helfen“ sagt Bill kopfschüttelnd, so als
ob er meine Reaktion absolut nicht verstehen könne.
„Versteht ihr nicht?? Vielleicht soll es einfach so sein. Vielleicht habe ich es einfach
nicht anders verdient. Es muss einen Grund dafür geben. Einen Grund dafür, dass
ich erst meine Mum und dann meinen Dad verloren habe. Dass ich es einfach nicht Wert bin.
Vielleicht soll es einfach so sein, dass ich bei ihr bleiben muss. Wahrscheinlich habe ich nichts anderes
als Schläge verdient. Ich bin doch nicht mal mehr in der Lage so etwas
wie Liebe zu empfinden. Ich weiß ja nicht mal was das ist. Noch nie in meinem beschissenen Leben
hatte ich Freunde oder war ich verliebt. Noch nie habe ich jemandem eine Freude gemacht.
Noch nie hat mir jemand gesagt- hey du bist toll, ich freu mich dass ich dich kenne.
Versteht ihr ich bin einfach nur kaputt. Ich hab euer Interesse nicht verdient. Was bringt es denn.
Nächste Woche bin ich wieder im Heim. Und dann. Bin ich wieder allein.
Glaubt mir, ihr seid ohne mich besser dran.“ ohne Luft zu holen lasse ich
all meine Gedanken raus. Über keines der gesagten Worte habe ich wirklich nachgedacht.
Sie kamen einfach. Völlig entgeistert und mit offenem Mund schaut mich Bill an.
Seine Augen scheinen beinahe schwarz. Sein Blick ist leer, fast verletzt.
Und Tom?? Er schüttelt nur immer wieder den Kopf. Ohne ein weiteres Wort
drehe ich mich um und beginne zu Laufen.
- 31 -
Wieder höre ich Schritte hinter mir. Jemand legt mir die Hand auf die Schulter.
Als ich mich umdrehe steht Bill direkt hinter mir. „Was??“ sage ich heißer.
Dann holt er aus und gibt mir eine Ohrfeige. Entsetzt starre ich ihn an und halte meine Wange.
„Was..was soll das“ flüstere ich und merke wie mir die Tränen kommen.
Bei keinem einzigen Schlag von Monika habe ich geweint, aber bei ihm verletzt es mich irgendwie.
Innerlich.
„Sag so etwas wie eben nie wieder“ sagt er eben so leise wie ich und zieht mich fest, aber
dennoch vorsichtig in den Arm.
Irgendwie schwach vergrabe ich mein Gesicht in seinen Haaren und kralle meine Finger
in seiner Jacke. „Danke...“ sage ich leise und lasse ihn los. Dann gehe ich einfach.
Ich weiß, dass sie es verstehen werden.
Wieder sitze ich allein in in meinem Zimmer und starre an die Wand.
An der Haustür klingelt es. Die Uhr zeigt 16 Uhr an.
Müde schlurfe ich in die Eingangshalle und sehe sie die Treppe hinunterkommen.
Wortlos öffne ich die Haustür, in der Siemone mit einem mir fremden Mann steht.
„Oh mein Gott“ stöhnt Siemone und schlägt die Hand vor den Mund.
„Bist du Shana?“ fragt der Fremde und mustert mein Gesicht.
„Ja das ist sie.“ sagt Monika überfreundlich und lehnt sich an den Türrahmen.
„Mein Name ist Deger ich bin vom Jugendamt. Frau Kaulitz hat mich kontaktiert.“
stellt sich der Fremde vor. „Ach hat sie das?“ presst Monika hervor und schenkt
Bill und Toms Mum einen bösen Blick.
„Dürfte ich fragen was mit dir passiert ist??“ sagt herr Deger und schaut mich an.
Gerade als ich antworten will, fällt mir meine Stiefmutter ins Wort.
„Sie ist von der Treppe gestürzt. Das arme Kind“ heuchelt sie ihm vor und streichelt mir über den Kopf.
„Stimmt das Shana??“ hakt der mann vom Jugendamt nach, und Siemone auch muss sich zurückhalten.
„Natürlich“ antwortet Monika wieder für mich. „Könnte ich das mal bitte von Shana selbst hören.
Ich denke sie ist alt genug“ wendet sich Herr Deger leicht genervt an Monika.
„Sag es ihm“ befielt sie mir.
„Nein das stimmt nicht“ rutscht es mir heraus. „Sie..sie war es..“ sage ich leise und senke meinen Blick zu Boden.
„Stimmt das?“ fragt er ernst und füllt irgendeinen Fragebogen aus.
„Nicht direkt“ versucht SIE sich rauszureden. „Eine Ohrfeige vielleicht mal, wie es so üblich ist aber...“
„Das reicht.. Shana würdest du bitte deine Sachen aus deinem Zimmer holen? Im Übrigen,
sind Ohrfeigen alles nur nicht üblich. Sie können sich auf ein Verfahren wegen Kindesmisshandlung vorbereiten.“
Hatte ich das gerade richtig gehört?? Verfahren. Er glaubte mir. Ich wage einen kurzen Blick auf Monikas Gesicht, dem das blanke Entsetzen entspringt.
hannrella
27. March 2008, 20:50
wusst ichs doch, na endlich!!! sorry, ich hab mal wieder keine zeit viel zu schreiben, aber ich freu mich wie immer, wenns bald weiter geht!!!