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Vollansicht: Mein Vater ist Manager, holt mich hier raus!
Tokio Hotel Forum > Tokio Hotel > Tokio-Hotel FanFics
Seiten: 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7
Crystalbabe
Hey leute,
Ist meine erste Fanfic, also bidde nich so streng sein^^

Kapitel 1:

„Also du kommst wirklich allein klar, Schatz?“, fragte meine Mutter wehleidig, nutzte meinen Überraschungsmoment aus und gab mir einen Abschiedskuss. „Mama, lass das! Ich bin alt genug!“, protestierte ich und setzte mich in meinem Bett auf.
„Und das muss auch dringend aufhören“, fügte ich hinzu, während ich mir ihren leicht roten Lippenstift von der Wange abzuschmieren versuchte. „Natürlich, meine Süße!“ Sie strubbelte mir noch einmal durchs Haar, klebte einen „Notfallzettel“(der einzige Notfall, zu dem es in meinem Zustand kommen würde, war der, dass ich aus dem Fenster sähe und mir ein Ziegelstein auf den Kopf fallen würde. Und auch das war nicht sehr wahrscheinlich.) mit der Telefonnummer der Gastgeberin des heutigen Abends auf meinen Laptop und verschwand.
Ich ließ mich wieder in meine Kissen sinken und verfolgte eine seltsame Show, in der ein seltsamer Mann sich möglichst viele Nadeln durch den rechten Arm bohren ließ. Mann, war ich froh, das Sommerferien waren. Und das war verständlich, denn es war der erste Montagabend in den Ferien und ich hatte eine anstrengende letzte Schulwoche inklusive anstrengendes Familienwochendende (was Gott sei dank nicht sehr häufig vorkam. Also das Familienwochenende) hinter mir gehabt.
Jetzt denkt ihr wahrscheinlich: Hat die nichts besseres an einem Sommerferienabend zu tun, als sich seltsame Shows mit seltsamen Menschen rein zuziehen?! Und da habt ihr sogar recht. Zum Teil zumindest, zu den restlichen 50% ich ziehe mir sehr gerne Freakshows an.
Aber erst einmal zu meiner Person. Ich heiße Katharina Jost, bin fünfzehn Jahre alt und sozusagen dauergestresst. Dabei habe ich eine ganz normale Familie. Meine Mutter arbeitet bei der Hilfsorganisation UNIFCEF, ist dauernd auf irgendwelchen wohltätigen Veranstaltungen, die mich nicht sonderlich interessierten, und versuchte trotz wenig Zeit eine gute Mutter zu sein, indem sie die Überbesorgte spielte und mich behandelte, wie höchstens neun. Mein Vater, der selten zuhause ist und noch seltener Zeit für unsere familiäre Beziehung hat, ist Manager und Musikproduzent.
Eigentlich alles, was man braucht, wenn man einigermaßen brauchbare Musik erzeugen kann und nur noch einen kleinen Anstoß braucht, um in die Welt der Berühmten und Überbezahlten zu gelangen.
Und eigentlich alles was ich nicht als Beruf für meinen Vater brauche. Ständig kommt er mit neuen, selten wirklich fähigen, Musikern an. Wie gesagt, Musiker, die meist wenig Talent und folglich auch wenig Erfolg haben.
Es folgen weitere Details aus meinem Leben. Ich wohne in einem kleinem Haus in Barleben, einer winzigen Vorstadt von Magdeburg, genau wie Dormagen eine winzige Vorstadt von Neuss ist und Ehrenfeld eine weniger winzige Vorstadt von Köln ist.
Naja, genug von winzigen oder weniger winzigen Vorstädten. Weithin wichtiger ist, dass bei euch jetzt wahrscheinlich die kleine und durchaus berechtigte Frage aufkommt, warum ich denn, wie einige Zeilen zuvor erwähnt, dauergestresst bin, wenn ich doch in einer winzigen und für euch vorstellbar todlangweiligen Vorstadt lebe.
Nun diese Frage verdient eine Antwort, die sich theoretisch oder auch praktisch über mehrere Stunden und Seiten von Papier strecken könnte. Da ich aber Niemanden mit meinen uninteressanten und vollkommen unrelevanten Eindrücken vom Leben oder Ähnlichen Dingen belästigen möchte, fasse ich mich kurz. Für meine tägliche Portion Stress sind zwar viele, aber hauptsächlich zwei Dinge verantwortlich. Erster Punkt: Meine Mutter und zweiter Punkt : Die von allen gefürchtete und selten respektierte Schule.
Ich denke, dass man zu diesem Zeitpunkt schon einen kurzen, aber durchaus richtigen Eindruck von meiner Mutter hätte bekommen können. Und so kommen wir zum zweiten Punkt, der Schule. Auch hier werde ich mich kurz fassen, da ich annehme jeder Mensch dürfte die Schule noch ein gutes Stück besser kennen, als meine Mutter.
Ich bin zwar nicht sehr gut, aber auch nicht schlecht in der Schule, obwohl ich der Meinung bin, es macht keinen Unterschied, ob man gute, mittelmäßige, schlechte oder sehr schlechte Noten in der schulischen Einrichtung erhält. Fakt ist: Schule nervt. Das ist eine mutige und nicht nachweisbare Behauptung, würden einige wenige Streber sagen.
Aber ich bleibe bei meiner Theorie, denn wenn es eins gibt, wovon ich weiß, dass es bei der Mehrheit der Jugendlichen gleich ist, dann ist es, dass Schule nervt. Manche nervt sie mehr, manche weniger, aber letztendlich nervt sie alle und ich könnte ein Liedchen davon singen, wie sehr sie mich nervt. Nun kennt jeder, den es überhaupt interessiert die zwei größten Gründe für mein Gestresstsein. Ein anderer könnte auch sein, dass ich mich manchmal selbst ziemlich stresse, was nicht minder an meiner pessimistischen Ader und meinem Hang zur Übertreibung liegt, aber das ist eine andere Geschichte.


Ist bis jetzt noch nicht sonderlich spannen, das Interessante folgt aber noch....
Hoffe es gefällt euch!
Nino@TH
Hey gar nicht mal so schlecht...=)
Mach weiter...=)

lg nino^^
Meli_333
smiling.gif laughing.gif

weiter
Rina
huhu^^ ich bin deine neue leserin^^ gg

büdde weiter!
Crystalbabe
vieeeelen dank für die lieben kommis mach dann auch mal flott weiter....
viel spass:

Kapitel 2:
So und das eigentliche Thema dieses Ausschnittes aus meinem Leben beginnt eine Woche nach Anfang der Sommerferien.
Es müsste der 18. Juli sein, aber ich schwanke zwischen dem 18. und 19. ,da ich in den Ferien jegliches Zeitgefühl verliere und damit bestimmt nicht allein dastehe. Also ich betrete an jenem 18. oder 19. Julimorgen die Küche und sehe meine Eltern bereits frühstücken. „Nett, dass ihr gewartet habt“, brumme ich wohl eher aus schlechter Laune auf Grund meines miesen Schlafes diese Nacht,
als dass es mich stören würde. Meine Eltern nehmen von meiner Beschwerde keine Notiz, sondern werfen mir nur ein mageres „Guten Morgen“ zu, da sie in einem Gespräch vertieft sind. Also setze ich mich, nicht sonderlich ärgerlich , was daran liegt, dass ich kurz nach dem Aufstehen sowieso nicht sehr wortgewandt bin. Mein Vater hält wieder einen langen Bericht über seine Arbeit und irgendwelche fremden Leute, für die es sich nicht gelohnt hätte näher hinzuhören, zumal ich auch nicht sonderlich darauf brannte sie kennen zulernen.
Wie auch immer, mein Vater erzählt und sobald meiner Mutter etwas Spannendes oder auch Unspannendes über ihren Job einfällt muss sie dies natürlich auch sofort der Menschheit alias meinem Vater mitteilen. Ich hingegen stelle auf Durchzug und schmiere mir ein Salamibrötchen.
Aus Langweile folge ich nachher doch dem Gespräch meiner Eltern, allerdings nur oberflächlich. Mitten im Satz meiner Mutter über eine junge somalische Austauschschülerin klingelt das Handy von meinem Vater. Das ist eine weniger bewundernswerte Erkenntnis von mir, da meine Mutter nicht über ein solches „ technisches Equipment“ verfügt.
Das Telefonat meines Vaters dauert nicht lange und nach einigen Minuten kommt er freudestrahlend wieder in die Küche. „ Ich glaube ich habe grade etwas ganz Großes angefangen“, teilt er uns mit. Sein Grinsen gefällt mir ganz und gar nicht. Natürlich redet er mal wieder von irgend so einer komischen neuen Band, die er, beziehungsweise seine Plattenfirma, „entdeckt“ hatte.
Davon gibt es inzwischen mehr als genug. Meine Mutter ist mal wieder total begeistert. „ Das ist ja klasse, David. Was ist das „ Große“ denn genau?“ „ Es ist eine Teeniband. Sie nennen sich Tokio Hotel. Vier Jungs, ganz aus der Nähe. Ich hab sie spielen sehn, sie sind wirklich gut. Ich glaube das wird ein riesen Erfolg.“
Mein Vater macht eine kurze Pause.“ Aber vielleicht sollte ich mir noch eine zweite Meinung einholen...“
Er verstummt abermals kurz, dann fällt sein Blick auf mich. „ Oh, nein“, stöhne ich innerlich.
Ich weiß genau, was jetzt kommt „ Katharina, du bist doch in dem Alter und du würdest die vier doch bestimmt gern mal kennen lernen und dir mal ein Bild von ihnen machen!“ Nie im Leben, Vater!, ist mein erster Gedanke. Zu erstmal: Nein, will ich ganz bestimmt nicht und zweitens: In was für nem Alter bitteschön? Aus dem Boygroup-alter, wäre ich schon lange raus, wenn ich überhaupt jemals drin gewesen wäre.
Ich will gerade sämtliche Gründe nennen, die gegen das Kennenlernen dieser Jungs, da schneidet mir meine Mutter das Wort ab.
„ Das wäre doch toll, Katharina. Du würdest endlich ein paar neue Freunde finden!“ Pff, das ist ja wohl die Höhe! So eine Unverschämtheit! „ Ich habe sehr wohl Freunde, nur weil du gegen jeden was einzuwenden hast, heißt das nicht, dass du mich deswegen die ganze Zeit runtermachen musst! Und wenn ich an die letzten Kandidaten denke, die Papa angeschleppt hat, sind meine Freunde die wesentlich pflegeleichtere Variante!“, warf ich wütend ein. „Aber die Musik war gut“, verteidigte sich mein Vater und verkniff sich ein Lachen. „Aber du kannst sie dir doch wenigstens einmal ansehen. Ich brauche eine zweite Meinung. Komm schon, Kathi!“, fügte er etwas ernster hinzu.
„ Dann adoptier dir ne zweite Tochter!“, rief ich und stapfte auf mein Zimmer.
Keine zehn Pferde könnten mich dazu zwingen, irgendetwas mit diesen komischen Tokio Hotel-Typen zu tun zu haben, und schon gar nicht meine Eltern. Fesseln und knebeln müssten sie mich.



das wars ersmal... sagt bidde bescheid, wenn ich weiter machen soll
byee
Meli_333
jaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa weiter weiter smiling.gif
Rina
hehe^^

sie wird sie trotzdem treffen...

irgendwann...

das weiß ich ;)

bbüdde weider
Crystalbabe
weil ihr so treu und süß seit, mach ich mal weiter danke und viel spass:

kapitel 3:

Naja, fesseln und knebeln war dann im Nachhinein doch nicht nötig. Aber nicht aus freiwilligen Stücken habe ich nachgegeben.
Oh nein. Mir war keine andere Wahl geblieben. Ich wurde dreist und gemein hintergangen. Aber das wusste ich zu dem Zeitpunkt nicht und deswegen hatte ich noch keinen Grund verräterische und/oder richtig fiese Rachepläne zu schmieden. Was sich bei meinem Vater, der schließlich Derjenige war, der mich mit einem ganz leichtem und deswegen doppelt so miesem Trick hinters Licht führte, als ganz und gar schwierig erweisen dürfte.
Bei meiner Mutter wäre das kein Problem, ich könnte mich entweder tätowieren lassen oder einen Sechser nach Hause bringen.
Oder mich tätowieren lassen und einen Sechser nach Hause bringen ( aber da müsste ich schon arg sauer auf sie sein). Kurze Beschreibung dessen, was sie tun würde, wenn ich es so weit treiben würde: Sie würde in Ohnmacht fallen. Aber nicht nur das, sie würde mich bis zum äußersten der ertragbaren Schallgrenze ankeifen und absichtlich noch einmal vor den Augen meines Vaters in Ohnmacht fallen.
So sehr würde sie mich dafür hassen. Was konnte ich also tun, wenn mir übel mitgespielt wurde? Nichts, natürlich.
Außer vielleicht lieb „Danke“ sagen und freundlich nicken.
Aber wie gesagt, als ich an diesem 18. oder 19. Juli wütend auf meinem Bett saß und mich fragte, wieso ich noch gleich sauer war, hätte ich diese ganzen Überlegungen nicht machen können, da ich keine Kristallkugel besaß, die mir von diesem fiesen Komplott hätte berichten können und auch niemand kannte, der eine solche besaß (ganz nebenbei, glaube ich auch nicht an den ganzen Esoterikkram). Als ich dann, für einige Sekunden tatsächlich grundlos, wütend meine Hellviolette Wand anstarre, fällt mir der Anlass auch gleich wieder ein. Verletzung meiner Persönlichkeit durch Beleidigung meiner Freunde, das war’s!
Mag sein, dass ich ziemlich schnell eingeschnappt bin, aber das ist mein gutes Recht.
Zwei Tage später...
Ich blättere gerade alte Zeitschriften durch. Meine Güte was sich nach ein paar Jahren alles so ansammelt. Ich war für Nachmittags mit Annika, meiner besten Freundin, verabredet. Wir wollten uns mit einigen anderen Leuten, unter anderem Annikas Freund, aus unserer Schule treffen. Ich sitze also gerade auf meinem Bett und denke an nichts Böses, da ruft mein Vater mich nach unten.
Was macht er denn an einem Mittwochmittag zu Hause?, frage ich mich, während ich mich ins Erdgeschoss unseres Einfamlienhauses begebe. In der Küche höre ich meinen Vater, der sich mit einem Jungen zu unterhalten scheint und eine dunkele Vorahnung macht sich in mir breit. „ Kathi, da bist du ja“, strahlt mein Vater. Ich nicke nur sarkastisch, da ich die vier fremden Menschen an unserem Küchentisch schon bemerkt habe. „Das sind die Jungs, von denen ich schon erzählt habe. Du weißt schon Tokio Hotel.“
Bloß nicht! „Ach, wirklich? Da können sie sich ja richtig glücklich schätzen“, ist mein gespielt beeindrucktes Kommentar dazu.
„ Tut mir leid, aber ich treffe mich jetzt mit jemandem, der mir nicht vollkommen egal ist.“ Ich mache auf der Türleiste kehrt und maschiere, ohne sie eines Blickes gewürdigt zu haben, zurück in den einzig idiotenleeren Raum in diesem Haus. Meinen Eigenen. Irgendwie fühle ich mich schlecht. Vielleicht ist da jetzt doch ein Idiot. Ich habe mich um ehrlich zu sein scheiße benommen.
Mein Vater meint es ja nur gut und außerdem hat er keinen Schimmer, wie sehr mir andere Menschen, auch wenn sie mir nichts getan haben, manchmal auf den Geist gehen können. Ich würde wahrscheinlich verhasst und einsam sterben. Bis auf Annika an meiner Seite vielleicht.
Nach einer Stunde habe ich beschlossen, mich auf den Weg zu Annika zu machen. Ich ziehe grade meine Jacke an, da kommt einer aus dem Wohnzimmer. Es ist ein blonder mit einem
schwarzen Killah- Cap. „Hey“, sagt er vorsichtig und durchsucht die Taschen einer Jeansjacke, die sicher ihm gehört. „Hallo“, grüße ich wenig begeistert.
„Gustav?! Kannst du bitte mein Handy mitbringen“, ruft jemand. Gustav also. „ Nein, du bist nur zu faul!“, gibt Gustav zurück.
„Ich will dann nicht länger stören“, meint er zu mir. Das musste jetzt kommen. „Tut mir leid, was ich eben gesagt habe.“, entschuldige ich mich.“ Ich war nur leicht, wie sagt man...““...Angepisst?“, vervollständigt Gustav meinen Satz. „Ja, das drückt es gut aus.“
Da kommt auch schon der zweite, mir völlig unbekannte Mensch, aus meinem Wohnzimmer. Er hat schwarzes Haar, welches ihm leicht ins Gesicht gegelt ist und ist etwas größer als Gustav. „Idiot“, zischt er diesem zu und holt ein Handy aus einer Jacke.
„Ach du wohnst ja hier“, stellt er fest, als er mich bemerkte. Was ist das denn für ein Spruch?! „Ja Tatsache. Im Gegensatz zu dir“, gebe ich genervt zurück. Ich öffne die Haustür und drehe mich noch einmal kurz um. „ Ach ja, und viel Glück.
Ich schätze ihr könnt es brauchen.“, verabschiede ich mich. Ich hab überhaupt keinen Bock mich hier vor irgendwelchen komischen Typen in MEINEM Haus rechtfertigen zu müssen. So weit kommt es noch!


ok wenn nochn paar kommis kommen mach ich weiter...
hel
Rina
wie geil!!

richtig schön fies :-P

büdde weider!
Crystalbabe

vielen dank für dein kommi.. ich weiß auch nicht aber ich kann viel besser fies als nett sein (natürlich nur in ff's ^^, obwohl sich das ja auch noch sicher verändern wird whistling.gif )

okee dann mach ich jetzt mal extra für dich weiter:

Kapitel 4:

„Und, wie war es in Belgien?“, frage ich Annika und nehme mir noch ein Stück Pizza.
„Das übliche, meiner Mutter ist mal wieder alles über den Kopf gewachsen. Sie hatte einen Mordskrach mit Peter.“
Ich nicke und sehe aus Annikas Zimmerfenster hinaus auf die Straße. Annika hat es nicht leicht mit ihrer Familie. Sie hat fünf Geschwister, zwei Brüder und drei Schwestern. Ihre Eltern stecken mitten in einer Ehekrise. Peter ist ihr ältester Bruder.
Er ist siebzehn und macht nur noch was er will. Ich kann mir gut vorstellen, was er wieder angestellt hat. Ich bin froh, Einzelkind zu sein. Obwohl das auch nicht immer leicht ist. Alles hat Vor- und Nachteile. Annika darf sich viel mehr erlauben als ich.
Ihre Eltern sind mit ihren eigenen Problemen so sehr beschäftigt, dass sie es nicht interessieren würde, wenn sie sich tätowieren lassen oder Sechser schreiben würde. Egal was sie tut, ihre Geschwister übertreffen es. Und da spreche ich aus Erfahrung.
„Ich bin froh, wenn er auszieht, dann schreit Mama nicht mehr so viel“, sagt sie nach einer Weile. „Das kann ich verstehen“, pflichte ich ihr bei. Aufeinmal wird die Tür aufgerissen und Annikas sechs-jährige Schwester Lisa stürzt herein. „ Mann Lisa, was ist?!“ Meine Freundin ist genervt. „Benjamin hat meiner Barbie den Kopf abgerissen“, schluchzt das kleine Mädchen. „Moment“, stöhnt Annika.
Sie nimmt die jüngere an die Hand und geht mit ihr auf den Flur. Ich folge den Beiden. „Mama!“, schreit Annika nach oben.
Von dort hört man lautes Geschimpfe. Da kommt Peter aus seinem Zimmer, er schnappt sich seine Jacke und drängt sich an uns vorbei zur Treppe. „ Wo willst du hin?“, will Annika, immer noch mit ihrer weinenden Schwester an der Hand, wissen. „Zu Melanie, ich halts hier nicht mehr aus!“, antwortet Peter und steckt sich eine Schachtel Zigaretten in die Tasche. „ Bloß hier raus...“, murmelt er und verschwindet. Nun wird auch Annika die Situation zu viel. Sie schickt Lisa zu ihrer dreizehn Jahre alten Schwester Paulina und führt mich aus dem Haus.
“Geht’s?“ Sie nickt nur. „Wer ist Melanie?“, frage ich, nachdem wir einige Schritte gelaufen sind. „Seine Neue“, sagt Annika und verdreht die Augen. Wir gehen noch ein Stück. „Wie war eigentlich deine Woche?“ Ich zucke mit den Schultern. „Nichts Besonderes, nur, dass Papa wieder ein neues „Projekt“ hat.“ „Und was sind das für welche?“ Ich schüttel verheißungsvoll den Kopf. „Ich hab keine Ahnung, hab bis jetzt nur zwei gesehn, ist wahrscheinlich auch besser so. Die passen hier gar nicht her. Keine Ahnung, wo mein Vater die aufgegabelt hat. So ein Blonder, Gustav, glaub ich und einer mit schwarzen Haaren und soner komischen Frisur. Ist doch immer der selbe Müll.
Mein Vater kapiert nicht, dass ich einen ganz anderen Musikgeschmack habe, als er.“ Annika sieht mich neugierig an.
„Hat der Schwarzhaarige sone Gelfrisur und ein Augenbrauenpiercing?“, fragt Annika. „Ja, kennst du den?“ „Mhm, ich glaub ich weiß, wen du meinst ist.“ „Also wohnt der hier?“ Wir bleiben an einem Spielplatz stehen und setzten uns auf eine Bank. „Kann sein.
Ich kenn ihn nicht direkt. Er ist ein Freund von Tobias.“ Zufälle gibt's! Annika fummelt leicht gedankenverloren an ihrer Hosentasche rum und grinst mich dann belustigt an. „ Er heißt Bill, ist das nicht komisch?“, sagt sie, als wäre es ihr gerade wieder eingefallen.
Ich lache. „Dann ist er ganz sicher nicht von hier!“ Der angesagteste Name in unserer Gegend ist nämlich Johannes.
Zeitlich sind wir mit der Namengebung um einiges stehen geblieben. Mein Vater ist mit David ein purer Glücksfall und das liegt daran, dass er aus dem Westen kommt. Meine Mutter, Hildegard-Josephina, hat die Geschmacksverirrung unserer Stadt mit voll Wucht abbekommen.
Katharina finde ich hingegen noch ganz akzeptabel. Meine Freundin denkt anscheinend das selbe wie ich. „Könnte aber auch für William stehen“, überlegt sie laut. „Jaah, aber William klingt zu Englisch, dann eher Wilhelm.“ Annika prustet los. „Mit manchen Namen ist man so gestraft, da kannst du aussehen, wie der letzte Penner und es klingt spießig.“ „So wie Karl-Friedrich?“ Auch ich muss lachen.
Man muss eben Glück inklusive Eltern haben, die sich noch einen kleinen Teil an ihre Kindheit erinnern können, eben gerade genug, um zu wissen, dass man wenn man Karl-Friedrich heißt fürs Leben gezeichnet ist.


der teil ist jetzt nicht so weltenbewegend (seichte erschaffung von hintergründen oder ähnlichem ist ja auch notwendig ^^)
aber ich verspreche euch, direkt am nächsten morgen gehts richtig los mit der geschichte (also rein inhaltlich)

ich hoffe es gefällt euch bisher ... hel
*~Viki~*
*huhu*

du hast ne neue leserin ....
mich *loool*

weida büdde !!!
Crystalbabe
hehe danke ihr seid voll süß!!

es geht dann mal weiter:

kapitel 5:

Am nächsten Morgen weckt mich mein Vater um zehn nach neun. „Wasn los?“, flüstere ich schlaftrunken. „ Ich wollte dir noch etwas sagen, bevor ich los muss.“ Er setzt sich auf mein Bett. „ Wo warst du gestern?“ Ich trete meine Decke weg. „ Unterwegs...“ „Mit deinen Freuden?“, will er wissen. „Nein, nur mit Annika.“ Die Jungs hatten was anderes im Kopf.
Theo (Theodor =P) kam auf die glorreiche Idee Fußballspielen zu gehen, also ehrlich.
Mein Vater sah mich an.“ Wegen Gestern...“ Oh nein. Jetzt kommt die unaufhaltsame Standpauke! Da bin ich machtlos.
Was soll man da machen? „Ich bin ehrlich enttäuscht von dir.“ Vielleicht einen Herzanfall vortäuschen? Nein, zu durchschaubar und zu dämlich. „Ich verlange ja nicht viel von dir.“ Aber....??? „Ich hab mich entschuldigt“, werfe ich ein. „Bei dem einen da.“ „Ach ja?“ Ich nicke aussagebekräftigend. „Gustav!“, fällt mir der Name wieder ein. Er schluckt. „Darum geht es mir nicht. Du bist generell so unfreundlich und irgendwie desinteressiert.“
Aha desinteressiert also. Jetzt kommen die Kraftausdrücke. „Der eine da, Gelfrisur, der war auch nicht grade freundlich!“
„Bill, meinst du...“ „Jaja, genau den!“ Annika hatte Recht. Bill... seltsam. Ich muss schmunzeln.“ Ich wusste, du würdest es wieder auf andere schieben.“, erklärt mein Vater mir. „Meinetwegen kannst du auch mir die Schuld an deiner Erziehung geben, aber ich würde mir wünschen, dass du deinen Egoismus ein bisschen zügelst.“ Oh nein, er macht ein zwei-Wochen-strafende-Ignoranz-Gesicht.
„Ok ich mach’s!“, rufe ich bevor er zur Tür heraus ist. Er dreht sich überrascht um .“ Was machst du?“ Ich beiße mir auf Zunge, jetzt gibt es kein Zurück mehr.“ Na mir diese Typen anhören.“ Innerlich wehre ich mich zwar dagegen, aber ich versuche möglichst einen „Wenn du willst, mache ich mir auch die selbe Frisur, wie Bill“-Blick aufzusetzen.
Und sobald die Worte raus sind, würde ich sie am liebsten sofort wieder zurücknehmen. Aber so läuft das nun mal nicht.
Wie mein Vater selbst immer sagt: „Das Leben ist kein Wunschkonzert!“ Es ist zu spät. Ich wünsche mir Nichts sehnlicher, als dass ich die Zeit zurückdrehen könnte, bis Gestern mindestens. Aber zugleich versuche ich etwas, was ich selten tat, optimistisch denken.
Auch wenn ich keine Zeitmaschine finde, werde ich wohl einen Tag mit den Vier Jungs, von denen ich weiß, dass einer Gustav heißt und ein anderer Bill, überstehen können. Was soll schon passieren? Zur Not bleibt mir ja noch der Herzanfall.
Und so raffe ich mich auf, suche Grüne Shorts und ein Rosafarbenes Top aus meinem Schrank und begebe mich ins Bad.
Irgendwie tue ich mir in diesem Moment selbst richtig Leid. Halb Zehn und ich stehe freiwillig auf, um mir wieder so eine Neuentdeckung meines Vaters anzuhören. Letztes Mal war das sogar geschenkt zu teuer. Aber über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten. „Kathi beeil dich, ich will los!“, kommandiert mich mein Erzeuger nach unten. „Ich komme!“, rufe ich zurück, löse meinen langen, blonden Zopf und renne die Treppen herunter.
„ Ich will das nicht hören“, nörgele ich, als wir gerade im Wagen sitzen und uns über den Radiosender streiten. Also mein Vater entscheidet und ich beschwere mich. „Bitte mach mal was anderes...ich kann Madonna nicht hören.“ “Meinetwegen, kannst umschalten“, gibt sich mein Vater geschlagen. Ich höre in ein paar Sender rein. A thousand miles von Vanessa Carlton. Schon viel besser.
Ich singe leise mit. „I need you and I miss you...’caus you know I’d walk a thousand miles, if I could just see you, tonight...“ Ganz schön traurig, wenn man so hoffnungslos verknallt ist. Ich bin noch nie wirklich in Jemanden verliebt gewesen. Ich habe einen Freund gehabt, das war aber eher platonisch, nicht sehr gefühlsbedingt. Meine Mutter sagt immer, ich habe das Gefühlsleben eines Holztisches.
Nett, nicht? Ich seufze unbewusst und sehe aus dem Fenster. Wir fahren an einigen Feldern vorbei, bis die Häuseranzahl zunimmt und wir letztendlich die Innenstadt erreichen. Mein Vater hält vor einem breiten Backsteingebäude in einer der vielen Seitenstraßen.
Ich steige aus unserem dunkelblauen Ford und strecke mich.
Irgendwie ist die Stadtluft doch ganz anders. Es ist ziemlich heiß, geschätzte 34 Grad. Mein Vater schließt den Wagen ab und wir betreten das Haus. Es ist anders, als ich es mir vorgestellt habe. Alles ist in hellen Ocker- und Beigetönen gehalten. Es gibt viele Pflanzen und eine Ledercouch unter einem großen Gemälde. Zu meiner linken befinden sich einige Büros hinter Glastüren. Eine Junge Frau mit kurzem, strohblondem Haar, bleibt stehen, als sie uns sieht. „Hallo David“, grüßt sie freundlich.
„Tag, Elionore“ Mein Vater fährt sich mit der rechten Hand durch sein braunes Haar. Das macht er oft, fällt mir auf.
„Das ist meine Tochter, Katharina“, stellt er mich vor. Die Frau gibt mir die Hand. „Schön, dich kennen zulernen.“ „Freut mich auch“, sage ich höflich. Sie nickt und geht weiter. „ Bis später.“ Wir gehen weiter zu einem der Büros. „Das hier ist mein eigentlicher Arbeitsplatz“, berichtet er. Das hätte ich mir gleich denken können. Den Schreibtisch konnte man vor Papier und einigen Schachteln chinesischen Essens kaum erkennen. Ein kleiner Holzschrank stand offen und man konnte sehen, dass auch er vor der Unordentlichkeit meines Vaters nicht verschont geblieben war. „Setzt dich doch“, bietet er mir an und schiebt einen Karton mit CD’s zur Seite.
Ich setzte mich auf einen bequemen , gelben Sessel. „Ich muss noch Anrufe erledigen, dauert nicht lange“, teilt er mir mit und setzt sich an seinen Schreibtisch. Ich sehe mich genauer im Raum um. An einer Pinnwand mir gegenüber hängen viele Zettel, Notizen und wie ich feststelle ein Foto von mir und meiner Mam an meinem 12. Geburtstag. Ich erinnere mich an den Tag zurück. Ich war damals ziemlich glücklich und hatte mich mit 12 Jahren schon so erwachsen gefühlt.
„Na schön“, unterbricht mein Vater meinen Gedankenfluss nach ein paar Minuten.“ Ich bin fertig, fahren wir zum Aufnahmestudio.“
Wir machen uns auf den Weg. Das Studio ist nicht weit von der Plattenfirma entfernt. Es ist ein unauffälliges weißes Gebäude neben einem Starbucks-Cafe in der Bertolt-Brecht-Straße. Ich kenne diese Straße, eine frühere Freundin von mir ist hier zur Schule gegangen. Mein Vater schließt die Eingangstür auf. Das Tonstudio befindet sich im zweiten Stock. Es beginnt mit einem Gang.
Wir gehen nach rechts und mein Vater begrüßt einige Leute. „Und sind die Jungs da?“, fragt er einen Bärtigen, Breiten.
„Ja“, grummelt dieser. „Direkt in eins.“ Mein Vater öffnet die Tür von einem der Räume und wir treten ein. Hinter einer Glaswand stehen vier Jungs, zwei davon sind mir äußerlich unbekannt. Bill diskutiert gerade mit einem braunhaarigen Typen. Wir gehen an der Glaswand vorbei zu ihnen. Mein Vater stellt uns vor. Ein Junge mit sehr weiten Klamotten und einem NY-Cap auf seinem langen verfilzten Haar heißt Tom. Und der, mit den schulterlangen, braunen Haaren heißt Georg. Bill wirft mir einen flüchtigen Blick zu.
„Heute besser gelaunt?“, fragt Gustav, der ein bisschen abseits steht. „Kommt drauf an“, erwidere ich versucht lässig. Irgendwie fühle ich mich gar nicht wohl, so von Blicken durchlöchert. Hätte ich gewusst, dass ich hier stehen würde, hätte ich gestern auch nicht so einen Spruch abgelassen. So, wie Bill mich angesehen hatte, ist es mir sogar ein bisschen peinlich. Mein Vater klatscht in die Hände.
„Dann würde ich sagen, legen wir mal los“ Sie beginnen zu spielen und ich muss zugeben, nicht schlecht, zwar nicht ganz meine Richtung aber Okay. „Das soll die erste Single werden, durch den Monsun“, informiert mein Vater mich, während wir sie durch die Glaswand beobachten. Bill singt, und das wirklich gut. Gustav sitzt am Schlagzeug, die andern Beiden spielen Bass und Gitarre.
Bill sieht beim singen öfter zu uns herüber. Ein merkwürdiges Gefühl durchdringt mich. Als sie verstummen, kommt er zu uns.
„Ich habs mir gestern angehört“, sagt Bill zu meinem Vater. „War ganz in Ordnung, ich hab gedacht, in der letzten Strophe, da geht der Akkord nach oben, könnte man tonal lieber eine tiefer gehen.“ Mein Vater nickt anerkennend. „Gut, das sollten wir mal ausprobieren.
Wartet einen Moment ich muss mal kurz rüber zu Bob.“ Er verlässt den Raum und lässt mich alleine dort stehen. Bill sieht kurz zu mir herüber.
„Ist was?“, frage ich Bill. “Nein, was sollte sein...“ Er sieht mich verwirrt an. „Dann guck doch nicht so“, fauche ich ihn an.“
Bin ja nicht freiwillig hier.“ Ich weiß auch nicht, aber ich fühle mich in seine Gegenwart total unwohl. „Musst du mich nicht für verantwortlich machen, ich hab dich schließlich nicht gebeten zu kommen“, gibt er zurück. „Warum sollte ich auch“, fügt er leise hinzu. „Tja, das ist dann wohl großes Pech für dich, denn wegen dir wäre ich erstrecht nicht gekommen.“
So ein Blödmann. „Und jetzt entschuldige mich bitte, aber ich kann dich nicht mehr sehen“, sage ich möglichst von oben herab und dränge mich an ich vorbei, aus dem Aufnahmeraum. Ich lehne mich gegen die Wand und warte auf meinen Vater.
Mensch dieser Junge ist ja nicht zum aushalten. Die Tür öffnet sich und jetzt kommt auch noch dieser Tom raus.
Mann, wie soll man denn da seine Ruhe haben?!


sorry, ist n bisschen arg lang geworden, hoffe es gefällt euch *kiss*
Rina
soo geil! da ich ja sowieso Tom -Fan

bin,^^ kann sie ruhig auch ihn kriegen^^

bill ist ja unmöglich :-P w00t.gif

nein scherz!

büdde weider kiss.gif
mrs kaulitz897
ich mag wie du schreibst!!!!!voll...weiß nich...schön!!! wub.gif entweder können bill und kathi sich wirklich nicht leiden,oder bill findet sie ganz süß.mach schneeeeeelllllll weiter!!! phone.gif
*~Viki~*
*hehe*
was jetzt mit tom passiert ??

weida büdde !!!!
Crystalbabe
ahh ihr seid echt so knuddelig, da macht es richtig spass weiter zu schreiben.. vielen dank*gerührt ist*
viel spass mit kapitel 6 !!!

Kapitel 6:

"Hey", sagt er ( tom) nur und lehnt sich neben mich gegen die Wand. Ich sehe ihn zweifelnd an. Er kaut ein wenig auf seinem Lippenpiercing herum. "Willst du irgendwie reden?", fragt er. Ich lache spöttisch. "Worüber sollten wir reden, wir kennen uns doch garnicht.
Außerdem geht es mir ausgezeichnet.“ Er nickt gespielt verständnisvoll. "Ach und das eben war einfach nur mal Agressionen ablassen?“
Er nickt zin Richtung Studiotür Studiotür. „Mir kannst du's sagen. Streiten ist mein Spezialgebiet.", bietet er an und lächelt mich total süß an. "Es ist wirklich nichts", erkläre ich. "Er geht mir nur auf die Nerven." Tom nickt gedehnt. "Du müsstest ihn doch kennen.
Immerhin spielt ihr zusammen in einer Band.", füge ich hinzu."Natürlich kenne ich meinen Bruder, aber du hast es ihm auch nicht grade leicht gemacht!" Ich blicke ihn überrascht an. "Ihr seid Brüder?" Er sieht mich belustigt an. "Zwillinge", verbessert er mich.
"Och komm, jetzt verarschst du mich", stelle ich säuerlich fest. Er schüttelt bestimmt den Kopf. "Nein, ehrlich nicht!"
So wie er mich ansieht, muss ich ihm einfach glauben.
"Wie alt seid ihr?", möchte ich wissen. "15", antwortet er. "Und du?" "Auch", pflichte ich ihm bei. "Und ihr wohnt in der Nähe?"
"Ja, in Loitsche", stimmt er mir zu. "Kennst du doch, oder?" Ich nicke. "Ja, ist noch kleiner als Barleben", bestätige ich.
Er schmunzelt. "Und auf welche Schule gehst du?" "Auf's KJF", sagt er. "Was ist mit dir?" "Johann Herder Gymnasium", berichte ich.
"In der Pablo-Neruda-Straße?", fragt er interessiert nach. Ich nicke. Ein freches Grinsen breitet sich auf seinem Gesicht aus.
"Da ist doch n Bordell..."
Ich sehe ihn warnend an. "Spar dir dein Kommentar!" Er sieht schweigend zu Boden. "Du bist irgendwie doch ganz nett", meint er nach einigen Sekunden Stille. "Und du ziemlich aufdringlich", gebe ich angestrengt zurück.
"Mensch, kein Wunder! Ihr seid beide so stur!", sagt Tom eher zu sich selbst. "Ich und wer?"
"Na du und Bill!" Na sicher, wer sonst?!, denke ich ironisch. Ich werfe ihm einen Blick zu. "Und du nicht?"
Er hebt abwehrend die Hände. "Ich doch nicht!" Ich grinse innerlich. "Ihr seit euch nicht ähnlich", bemerke ich.
"Du bist viel netter als er!" Er fährt sich unsicher mit er Zunge über die Lippen. "Kannst du nicht sagen, wir kennen uns doch nicht!"
Ich lächele.
"Wow, siehst du süß aus, wenn du lächelst", staunt er anerkennend. "Du solltest das öfter in deinen Tagesplan einbauen!“
In dem Moment kommt mein Vater auf die Tür von Studio eins zu. "Was sitzt ihr denn hier so?", fragt er und man erkennt deutlich den freudigen Unterton in seiner Stimme.
"Ach nicht's", wehre ich ab und stehe auf. Tom tut es mir gleich. Ich grinse ihn an und er lächelt. Irgendwie ganz süß.
„Wie wärs, wenn wir uns noch ein nettes Eiscafe suchen?“, schlägt mein Vater vor, als er und die Jungs endlich mit den restlichen Aufnahmen und Verbesserungen fertig sind. „Fänd ich gut“, nimmt Tom seinen Vorschlag mit einem verschmitzen Grinsen an.
Er blickt gespannt zu mir herüber. „Ich neige mich der Mehrheit“, sage ich ganz zur Überraschung der anderen.
Ich weiß genau was sie denken, die Zicke hat sich eingekriegt. Aber sollen sie doch, es ist mir schlicht und einfach egal.
Das war und ist immer der einfachste Weg. Nicht viel drauf geben, was andere von einem denken. Und das kann ich gut.
Dachte ich zumindest, aber irgendwie war es mir vor Bill ja sogar peinlich gewesen, wie ich mich benommen hatte.
Aber eben nur ein winzig kleinen Moment. Da soll er sich bloß nichts drauf einbilden.
Nach zwanzig Minuten eifrigem Diskutieren über die Wahl des Eiscafes Seitens der Zwillinge und mir „einigten“ wir uns auf das Engels nahe der Plattenfirma. „Hier ist es doch nett“, versucht mein Vater uns zu überzeugen, der unsere Auseinandersetzung geschlichtet hatte indem er ein Cafe ausgesucht hat, mit welchem keiner von uns so wirklich zufrieden war.
„Komisch, hier stinkts irgendwie nach Pferdemist“, beschwert sich Tom. „Da hast aber einen ausgeprägten Geruchssinn“, lache ich und deute auf eine Kutsche, vor welche zwei Schimmel gespannt sind, sieben Meter von unserem Tisch unter einer Eiche entfernt.
Bill und Georg prusten laut los. Gustav grinst nur zurückhaltend. „So witzig ist das auch nicht“, verteidigt Tom sich und sein Gesicht nimmt erneut diesen leichten Rotschimmer an. „Doch ist es sehr wohl“, lacht sein Bruder und sieht seinen Kumpel, der den Namen Georg trägt, bedeutend an. Bestimmt irgendein Insiderwitz. „Warum eigentlich ich?“, fragt Tom und sinkt etwas tiefer in seinen Stuhl. „Ach, nicht beleidigt sein“, verströstet Bill ihn und kneift ihm in die Wange. „Lass das du Penner!“, sagt Tom und schlägt ihm leicht die Hand weg.
Als ein Kellner vom Cafe mit einem Stift und einem Notizblock an unseren Tisch kommt, bestellen wir und wenige Minuten später machen wir uns alle über unsere riesigen Eisbecher her. Mein Vater führt ein angeregtes Gespräch mit Gustav und Bill und Georg albern herum, indem sie sich über andere Menschen, wie zum Beispiel den schwulen Kellner, lustig machen.
„Boah, Bill du kannst richtig gut einen auf verkehrtherum machen, das kommt bei dir voll glaubwürdig!“, stichelt Tom, als Bill aus Spaß andauernd beim löffeln den kleinen Finger spreizt. Dieser will gerade empört etwas erwidern, da macht Georg ihn auf eine ältere Dame aufmerksam, der beim Eisessen fast das Gebiss in den Glasbecher gefallen ist und Bill widmet sich wieder seinem Bandkollegen, worauf Tom und ich uns über Dieses und Jenes unterhalten. Ich muss zugeben, dass er echt nett und witzig ist.


ich würd mich seeeehr über ein paar kommis freuen smiling.gif
Rina
klar ;)

geil weiter soo :-P

büüüde büüdde weider
*~Viki~*
weida büdde
ganz schnell !!!!!!!!!!
mrs kaulitz897
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w
e
i
t
e
r

<3
Crystalbabe
laughing.gif eigentlich wollte ich heut nichts mehr on stellen, aber ihr seid sooo lieb, da mache ich doch gerne weiter, viel spass:

kapitel 7:

Ein paar Tage später stehe ich Abends vor meinem Spiegel in meinem Zimmer um mich für ein Treffen in einem Club in Magdeburg fertig zu machen. Ich gebe mir besonders viel Mühe, schließlich muss ich wirken, wie Sechzehn. Plötzlich kommt jemand ins Zimmer. Ich piekse mir vor Überraschung fast mit dem Kajalstift ins Auge. „Hey“, begrüßt Tom mich und irgendwie wirkt er abgehetzt, worauf ich aber nicht näher eingehe. „Willst du, dass ich mir das Auge aussteche?“, frage ich leicht wütend. „Nein“, antwortet er verblüfft.
„Dann klopf an, bist doch nicht im Zirkus geboren.“ Ärgerlich drehe ich mich um und creme mir die Hände mit Nivea ein.
„Tut mir leid“, sagt Tom und fährt wie immer mit der Zunge über sein Lippenpiercing. „ Ja, das würd mir mein Auge auch nicht wieder zurückbringen. Sei einfach demnächst etwas rücksichtsvoller, auch wenn’s schwer fällt.“ Er verdreht die Augen. „Weißt du, Bill hat Recht, du musst dich manchmal ganz schön selbst nerven.“ Er sieht mich vorwurfsvoll an. "Ihr scheint ja mächtig über mich herzu ziehen. Echt nett!"„Ja stimmt, das ist jetzt mein neues Hobby", bestätigt er. Nun verdrehe ich die Augen. "Du bist viel zu verkrampft.
Mir musst du nichts vormachen.“, stellt er fachmännisch fest. Super, ich scheine ja wirklich ein offenes Buch zu sein.
So leicht bin ich nun auch wieder nicht zu durchschauen.
„Wenn ich so scheiße bin, warum sprichst du überhaupt mit mir?“ Tom grinst leicht. „Irgendwie komisch....“
„Was ist komisch?“, murmele ich, während ich mir stark die Wimpern tusche. „Genau, das selbe habe ich mich eben auch
gefragt!“, lacht er. „Du bist vielleicht ein Arsch!“ Er grinst zufrieden darüber mich verärgert zu haben und lässt sich in meinen Sessel fallen. „Für mich brauchst du dich aber nicht so schick zu machen“, bemerkt er schließlich.
Ich werfe noch einen prüfenden Blick in den Spiegel und wende mich dann an ihn. „Sehe ich aus wie sechzehn?“
Er zieht nachdenklich die Nase kraus und bedeutet mir mich umzudrehen. Ich tue wie geheißen. Ich trage einen dunklen Jeansmini und ein langes Spitzentop. „Mindestens einundzwanzig“, antwortet Tom charmant. Ich werfe mich stöhnend aufs Bett.
„Nein, im Ernst“, schmolle ich und streiche mir eine blonde Strähne aus dem Gesicht.. „Ich muss nämlich unbedingt ins Samy!“
„Wenn ich mitkomme siehst du aus wie sechzehn...“, meint Tom lächelnd. Ich werfe ein Kissen nach ihm. Er fängt es geschickt auf.
„Ich interpretiere das als Ja.“

„Bist du eigentlich immer so hibbelig oder liegt das an mir?“, wundert sich meine Begleitung. Ich sehe in meinen winzigen Taschenspiegel und richte mir mindestens zum millionsten Mal die Haare. „Die müssen mich einfach reinlassen!“
Ich stecke den Spiegel in meine kleine Handtasche und lege zweifelnd die Stirn in Falten. Wir stehen in der scheinbar endlosen Schlange vor dem total neuem und total angesagtem Club „Samy“ und ich sterbe mittlerweile fast an einem Herzkasper.
Ok, das ist ein bisschen übertrieben, aber da ist heute nun mal einfach jeder und ich will da einfach unbedingt rein.
Tom atmet schwer aus.
Ich sehe ihn ungläubig an. „Du hast damit überhaupt kein Problem, was?“ Er grinst schadenfroh. „Ich habe mich ja auch nicht Stunden gestylt und drehe jetzt vollkommen durch, weil sie mich doch nicht reinlassen könnten.“ Beleidigt drehe ich den Kopf weg.
Er lacht leise und legt seinen Arm um meine Schulter. „Das wird schon“, versucht er mich aufzubauen. „Und wenn nicht gehen wir woanders hin. Ich verstehe nicht wo das Problem liegt.“ Leider gebe ich ihm seine von mir erwartete Erläuterung nicht, da ich in diesem Moment meine Freunde entdecke. „Hey, Leute!“, rufe ich und die vier entdecken mich nach einigem Winken. Ich begrüße Annika, Tobias, Theo, und Michel. "Das ist Tom", stelle ich vor. "Hey was geht so?", fragt Tobias, der Tom wegen seinem Bruder kennt, und schlägt bei ihm ein. "Im Moment siehts gut aus", berichtet dieser knapp und nickt selbstsicher in meine Richtung. Ich schüttele nur den Kopf. "Nicht mal, wenn ich sturzbetrunken bin!" Er lässt gespielt enttäuscht die Schultern hängen und macht einen Schmollmund.
"Hab ich nicht so gemeint mein Schatz", entschuldigt er sich und nimmt meine Hand. "Ich aber schon", gebe ich zurück und ziehe diese weg. "Respekt", grinst Tobias. Tom lächelt mich an. Ich wende mich an Annika. "Glaubst du wir finden heut noch was besseres?", frage ich sie hoffnungslos. Sie wirft ein Blick auf ihren Freund und Tom. "Ich fürchte nicht", meint sie dann.
"Okay, ich versuche die Tränen zurück zu halten, aber ich glaube, das wird mir sehr sehr schwer fallen", bedauere ich grinsend.
Nach ca. 20 Minuten stehe ich endlich vor dem etwas schmaleren der beiden Türsteher. Ich setzte ein charmantes Lächeln auf und versuche die Nervosität nicht nach außen vordringen zulassen. Der zweimeter Mann sieht mich durchdringend an.
Ich bete zu Gott, dass mein Lächeln nicht zu aufgesetzt wirkt. Doch nach ewigen Sekunden gibt er mir ein Okay mit einer einladenden Handbewegung in Richtung Tür. Ich könnte schwören, zu spüren, wie die Glückshormone seilchenspringen.
Im Club ist es laut und es herrscht eine Bombenstimmung. Ich nehme Tom an der Hand, um ihn nicht zu verlieren und wir kämpfen uns mit Annika und Tobias zur Bar durch. "Zwei Smirn off", bestellt Tom. Ich lächele ihn dankbar an, als er mir das Getränk reicht.
Theo zwängt sich durch die Menge zu uns. Er unterhält sich beinahe schreiend und doch kaum hörbar mit Tobias.
„Wo ist denn Michel abgeblieben?“, frage ich die beiden laut, um die Musik zu übertönen. „Mädels aufreißen“, ruft Tobias, fast gequält, was ihm einen strafenden Blick Annikas einbringt, zurück. „Ich versuch dann auch mal mein Glück“ ,teilt uns Theo mit glänzenden Augen mit, als ein wirklich knapp bekleidetes Mädchen an uns vorbeihuscht. Tobias sieht aus wie ein Kleinkind, dem man seinen Lutscher weggenommen hat. Ich verkneife mir Annika zuliebe mein Lachen. Als ich mich zu Tom drehe sieht er auf den Boden.
„Willst du auch Mädels aufreißen?“, frage ich ihn interessiert.
„Nee, heute keine Lust. Vielleicht morgen wieder“, scherzt er. „Dann tanzen wir!“, beschließe ich und ziehe ihn auf die Tanzfläche.
Ich beginne ihn leicht anzutanzen. Er sieht mich kurz an und spielt dann mit.„ Du tanzt gut“, lobt er mich nach wenigen Titeln.
Ich quittiere sein Kompliment mit einem Lächeln, irgendwie bringt er mich dazu.
Es folgt ein langsameres Lied. „Dafür bin ich viel zu aufgekratzt“, gestehe ich ihm und dränge mich wieder zur Bar.
Er folgt mir und grinst mich an. „Noch ein Redbull?“ ,feixt er, als ich mein Glas ausschlürfe. Ich stelle es ab und sehe ihn ernst an.
„Dann tanze ich gleich auf der Theke!“ Er erwidert belustigt meinen Blick. „Fänd ich nich schlecht...“ Ich kneife ihm leicht in dem Arm.
Einige Stunden und etliche Wodka Lemon später beginne ich den Alkohol sehr stark zu spüren. Normalerweise trinke ich nicht so viel. Tom sieht, obwohl er mindestens soviel getrunken hat wie ich, ziemlich nüchtern aus. Als er bemerkt, dass ich ihn beobachte streicht langsam mit der Hand über meinen Arm. "Vorsicht, Krisengebiet", warne ich ihn grinsend. Er sieht mich verwundert an. Ich fasse ihm vorsichtig in den Nacken und hauche ihm einen Kuss auf die Wange. "Wo für war das?", flüstert er mir ins Ohr.
"Dafür, dass du da bist!" Er grinst freudig. "Das ist gut... ich sollte vielleicht öfter da sein!" Okay nun scheint er doch nicht mehr so nüchtern.
"Bist du betrunken?" frage ich ihn und versuche nicht allzu vollgesoffen zu klingen. Er schüttelt erstaunt den Kopf. "Nein, wovon denn? Doch nicht etwa von den 6 Tequillas und dem halben Liter Wodka. Das stecke ich gekonnt weg." Ich grinse ihn an, ohne wirklich verstanden zu haben, was er gerade gesagt hat. "Du bist auch betrunken, stimmt's ?!" Ich lege meinen Kopf auf seine Schulter.
"Nur ein bisschen...", sage ich leise.




Das wars dann mal für heute...
hoffe sehr, dass es euch gefällt *bussi*
gute nacht!
*~Viki~*
cool....
*hehe*
ich galub da geht noch was
*gg*
Crystalbabe

danke für das kommi... der nächste teil ist vielleicht ein bisschen schwer nach zu voll ziehen, aber man muss einfach daran denken, dass die personen ziemlich betrunken sind, viel spass turned.gif

kapitel 8:

An den restlichen Abend kann ich mich kaum noch erinnern. Ich fange erst wieder richtig an wahrzunehmen, als wir ,das heißt Tom und ich, da wir die anderen irgendwie verloren haben, uns gegen 3.00 Uhr Morgens nach Hause schleppen.
„Wie sind wir eigentlich hier hergekommen?“, nuschelt er, als er seine Haustür aufschließt. Ich zucke die Schultern. „Mim Bus gefahren glaubsch...“, versuche ich zu sagen. Ich bin über meinen eigenen Zustand sehr überrascht. „Ich kann garnich mehr richtig reden, was?“, kichere ich und stolpere fast neben ihm in den Flur. Im selben Moment frage ich mich, was ich eigentlich hier zu suchen habe.
Tom schmeißt seinen Schlüssel auf eine Kommode und wirkt sehr mitgenommen. „Okay ich geh dann mal“, teile ich ihm mit einem nicht besonders geschicktem Schlenker auf der Türschwelle mit. Tom zieht mich zurück und schließt sanft die Tür.
„Du gehst so nirgendwo hin“ Man vernimmt ein ganz leichtes Lallen in seiner Stimme. „Süüß“, quitsche ich unbeabsichtigt und umarme ihn ebenfalls unbeabsichtigt holpernd. „Naja, du kannst ja nichts dafür“, witzelt er gespielt beherzt. „Freut mich, dass du in so guter Verfassung bist“, ärgere ich mich, als ich merke, dass ich Schwierigkeiten bei der Bewältigung der Treppenstufen habe und mich erneut auf ihn stützte.
„Ist es okay, wenn ich hier bin?“, wundere ich mich, während wir sein Zimmer im ersten Stock des Einfamilienhauses der Familie Kaulitz betreten. Ich lasse mich auf seine Couch plumpsen. Er setzt sich auf sein Bett. „Klar, meine Eltern sind weg, nur mein Bruder ist hier“.
Er drückt sein Ohr gegen die Zimmerwand. „Glaub ich zumindest“, fügt er hinzu und klopft einmal laut gegen die Tapete.
Nach nur ungefähr fünfzehn Sekunden öffnet Bill die Tür und wirft eine Jeanshose auf den Laminatboden im Zimmer seines Bruders. „Hör gefälligst auf deinen Kram überall zu verteilen!“, schimpft er. „Sorry“, erwidert Tom und klingt nicht gerade bekehrend.
„Schicke Boxer“, grinse ich Bill an. Dieser scheint mich gerade erst zu bemerken. „ Es ist halb vier!“, wehrt er sich und knallt die Tür zu. Ich schaue Tom unsicher an. „Du bist nicht die erste, die ihn so sieht“, erklärt er mit einem undeutbaren Unterton.
Ich nehme an, er habe einen Witz gemacht und lache noch verunsicherter. Er setzt sich neben mich.
Ich nehme seine Hand und ziehe ihn in eine Umarmung. Es ist mir egal, ob ich jetzt nur durch den Alkohol seine Nähe suche.
Ich bin einfach glücklich, jetzt nicht alleine zu sein. „Ich mag dich“, sagt er und lächelt. Seine Haut ist angenehm weich. Ich drücke ihn noch fester an mich. „Ich mag dich auch.“ Seine Körperwärme breitet sich in mir aus wie Feuer. „Du bist lustig“, füge ich kichernd hinzu. Er schiebt mich ein wenig zurück. „Ich glaube wir haben etwas zu viel getrunken.“, gesteht er sich belustigt ein.
Ich nicke bekräftigend und drücke meinen Zeigefinger auf seine Nase. „Du bist ein echter guter Freund“, lobe ich ihn.
Er presst sein Gesicht leicht gegen meinen Hals und saugt vorsichtig. „Was machst du denn da?“, frage ich noch immer kichernd.
„Ich mache dir einen Knutschfleck“, erklärt er grinsend. „Das macht Spass“, sagt er und saugt etwas fester.
„Soll ich dir auch einen machen?“, frage ich nach ein paar Minuten. „Ja“, grinst er und betrachtet sein Werk.
„Der wird aber niemals so gut wie meiner!“ Ich lache. „Wirst du ja sehen…“ Ich drücke meine Lippen gegen seine Wange und sauge etwas stärker, als er zuvor. „Da?“, jammert er. „Ja“, bestätige ich kieksend. „Das kommt viel besser!“ Er macht einen Schmollmund. „Da habe ich morgen aber einiges zu erklären…“ Ich nicke. „Sag du bist im Dunkeln gegen den Schrank gelaufen.“
Er stöhnt. „Mit dem Gesicht?!“ Ich nicke erneut. „Ist doch super.“ Nun beginnt er ebenfalls zu kichern. „Wenn ich uns so beobachten würde, würde ich denken wir sind bescheuert!“ Ich sauge noch immer an seiner linken Wange. „Wir sind besoffen, das ist das Selbe.“
Er kaut wieder auf seinem Piercing herum. „Okay, fertig“, sage ich schließlich versucht fachmännisch. „Willst du dich im Spiegel sehen?“ „Ich glaube lieber nicht“, grinst er, als er sich mit der Hand über den Fleck streicht. „So was kann man nicht fühlen, du Blödmann“, belehre ich ihn. Er steht auf und zieht mich ins Badezimmer. Meine Augen müssen sich erst wieder an das grelle Licht gewöhnen.
„Ach du scheiße!“, lache ich überrascht, als ich die große lilarote Fläche an meinem Hals im Spiegel erblicke. „Tom, was hast du gemacht?!“ „Was hast DU gemacht?!“, kommt es von ihm zurück. Sein Gesichtsausdruck ist echt zum schießen.
Ein violetter Fleck mit dem Durchmesser von mindestens 4 Zentimetern ziert seine linke Gesichtshälfte.
„Du siehst heiß aus!“, grinse ich. Er schüttelt verzweifelt den Kopf. „Wegen dir kann ich zwei Wochen das Haus nicht mehr verlassen!“
Ich umarme ihn tröstend. „Ach du armer…Wie kann man dich denn aufmuntern?“ Ein versautes Grinsen huscht über sein Gesicht.
„Ach da gäbe es schon einige Möglichkeiten…“
„Sei du lieber froh, dass ich keinen Freund habe“, erinnere ich ihn. „Bin ich“, gibt er zurück.
Ich lächele ihn an. „Lass uns mal lieber pennen gehen“, schlägt er mit einem Blick auf die Fensterbankuhr vor.
Es ist fast halb 3. Zwar fühle mich schon etwas nüchterner als zuvor am Abend, dennoch übermannt mich jetzt auch die Müdigkeit.


hoffe auf viele kommis smiling.gif
*~Viki~*
*loooool*

einen knutschfleck auf der wange *gg*
hab ich auch noch nie gesehn !!!

weida büdde !!!
Crystalbabe

ah danke, wie süüß .. mach dann auch mal flott weiter =) nur noch eine annmerkung: Ich hoffe, ihr nehmt es mir nicht übel, dass ich die Personen etwas anders darstelle, als ihr sie für gewöhnlich wahrnehmt, aber das liegt daran, dass ich eigentlich kein tokio-hotel-Fan bin, obwohl ich sagen würde, dass ich die Persönlichkeiten schon irgendwie kenne…naja viel spass mit dem nächsten kapitel

Kapitel 9:

Am nächsten Morgen wache ich auf, als eine Tür geöffnet wird. Ich höre wie sich jemand unterhält. „Wollt ihr etwas essen?“, fragt eine Frauenstimme. „Was hast du denn mit deinem Gesicht angestellt?!“, fragt diese plötzlich mit hoher Stimme. „Nichts Mama, bitte!“, wehrt jemand schlaftrunken ab, der verdächtig nach Tom klingt. Mein Herz rutscht mir irgendwo in Bauchnabelgegend, da ich für einen Moment die Orientierung verloren habe. „Na schön. Wir machen uns jetzt auf den Weg zur Hochzeit.
Vergiss nicht, dein Bruder soll bloß aufräumen. Bis später!“, ertönt erneut die Frauenstimme erneut.
Nachdem die Tür wieder quitschend geschlossen wurde, öffne ich benommen die Augen. Na Klasse! Ich liege in einem fremden Bett und Tom liegt neben mir.
Als er merkt, dass ich wach bin grinst er schüchtern. „Na, weißt du noch wer ich bin?“, begrüßt mich er mich interessiert.
Ich schaue ihn begutachtend an und schüttele den Kopf. „Nein, wer bist du denn?“ Er sieht sich nachdenklich um, als wisse er nicht, wo er ist. „Ach, nicht so wichtig.“, sagt er dann liebevoll lächelnd. Er sieht richtig gut aus mit seiner Boxershorts und seinem braunem T-shirt. Ich bleibe an seinem Gesicht hängen. „Der Knutschfleck steht dir richtig gut!“, sage ich ihm lachend.
„Glücklich bin ich darüber immer noch nicht“, erwidert er etwas ärgerlich. „Tut mir Leid, wenn du willst kann ichs dir überschminken.“, meine ich etwas niedergeschlagen. „Bloß nicht! Mach dir mal keine Gedanken, ich meinte das auch nicht böse.“ „Gut“, strahle ich erleichtert.
Mein Blick verweilt einen Moment auf ihm und mir läuft ein wohliger Schauer über den Rücken.
Ich komme mir ziemlich doof vor, wie ich da neben ihm liege und ihn anstarre. „Kann ich duschen gehen?“, frage ich ihn. „Natürlich.“
Im Badezimmer fällt mein Blick auf mein Spiegelbild. „Oh Schande“, fluche ich leise und wische mir die dicken Kajalränder unter den Augen weg. Ich streife mir das von Tom zum schlafen geliehene T-Shirt vom Körper, hüpfe in die Badewanne und stelle das Wasser an. Es tut gut, wie die heißen Tropfen auf meinen müden Körper prasseln. Ich schließe die Augen und fühle mich richtig wohl.
Eine Viertelstunde später husche ich in ein Handtuch gewickelt über den Flur in Toms Zimmer.
Dieser ist bereits angezogen und telefoniert. Er lächelt mich kurz an und verlegt sein Gespräch nach draußen.
Ich ziehe mich hastig an. Als ich mir gerade mein Top überstreife, kommt Bill hinein, öffnet den Schrank und beginnt sämtlichen Inhalt auf den Boden zu werfen. Ich stehe nur ahnungslos da und frage mich, ob ich etwas oder besser gesagt was ich nicht mitbekommen habe.
Nun kommt der eigentliche Besitzer des Raumes herein. „Was zur Hölle suchst du in meinen Klamotten?!“
Bill sieht ihn kurz an und widmet sich dann wieder Toms Kleiderschrank. „Ein Wundermittel, das Muskelmasse aufbaut während man fern sieht!“
Diese Antwort beschert ihm einen verwirrten Blick seitens seines Bruders. „WAS?! Sag mal hast du gekifft?!“
Er versucht Bill zu stoppen, bevor dieser noch dazu übergeht seine Unterwäsche überall zu verstreuen. „Meine Sweatshirtjacke“, sagt Bill genervt. „Ich habe deine dämliche Jacke aber nicht!“, protestiert Tom. „Und was ist das?“, fragt Bill rhetorisch und hält ihm eine graue Sweatshirtjacke entgegen. „Deine dämliche Jacke?“, rät Tom.
„Ich sags dir, hör auf damit“, schimpft Bill. Tom versucht seine Sachen wieder in die einzelnen Fächer seines Schrankes zu stopfen.
„Das war für den zerkauten Schuh!“ Ich sehe verwundert zwischen den beiden hin und her. „Er hat deinen Schuh zerkaut?“, frage ich Tom, der schwer mit seinen Klamotten kämpft, ungläubig. „Sagen wir es so, er hat unseren Hund meinen Schuh zerkauen lassen.
Und zwar mit Absicht!“ „Na und?! Du sollst nicht meine Sachen verstecken. Das ist nervtötend!“ Tom dreht sich angestrengt zu ihm um. „Dein ewiges Gezicke ist nervtötend!“ „Ach, lass mich in Ruhe!“, beendet Bill das Gespräch. "Übrigens, nettes Teil", bemerkt er, und es steht außer Frage was err damit meint. Tom wendet sich wieder seinem Schrank zu. Ich schaue Bill an.
Er sieht flüchtig an mir herunter. Sein Blick sagt schon einiges „Warum bist du eigentlich noch hier? Hat Tom dich noch nicht bezahlt?“ Das war eindeutig zu viel! Reflexartig gebe ich ihm eine Ohrfeige.
Erst in der nächsten Sekunde wird mir klar, dass ich gerade zum ersten Mal jemanden geschlagen habe.
Ich schnappe mir schnell meine Tasche, laufe über den Flur und die Treppen runter. „Warte mal!“, ruft Bill mir auf halbem Weg hinterher. „Es tut mir Leid!“ Er stößt fast gegen mich, als ich auf einer Stufe halte und mich zu ihm umdrehe.
“Es war nicht so gemeint. Ehrlich nicht!“ Er blickt mich entschuldigend und hoffnungsvoll an.
Ich schweige und versuche mich ein bisschen zu beruhigen. Was denkt der Typ sich eigentlich?
„Ach komm schon, du warst auch nicht besonders freundlich mir gegenüber“, versucht er mich umzustimmen.
Pff, der kann mich mal! „Und deswegen beschimpfst du mich gleich als Hure?“, frage ich ihn gekränkt.
Er reibt sich den Nacken und zieht dann die Nase kraus. In der Sekunde sieht er seinem Bruder doch verdammt ähnlich.
„Ich sagte doch, dass es mir Leid tut.“ Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Irgendwie finde ich ihn total ätzend, andererseits flaut meine Abneigung auch sofort ab, wenn ich ihn ansehe.
„Was willst du überhaupt?!“, will ich von ihm wissen.“ Ich kann dich nicht leiden und du mich auch nicht. Belassen wir es einfach dabei“, schlage ich vor und will mich umdrehen. „Wer sagt denn, dass ich dich nicht leiden kann?“, fragt er mit einem verschmitzten Grinsen. „Dann lass es mich so formulieren, ich kenn dich nicht und du kennst mich nicht.
Und mir wäre es lieber, wenn sich daran nichts ändern würde“, erwidere ich angenervt. „Du hast Recht“, gibt Bill gespielt einsichtig zu. „Du bist zu allen immer lieb und total unkompliziert, ich bin hier der Böse… Was habe ich dir noch gleich getan?“, fragt er mich ironisch. Ich verdrehe nur die Augen. „Mann, du verschwendest meine Zeit.“
Er grinst mich überlegen an. „Ich bin nicht Derjenige, der zu dir nach Hause kommt und dich ohrfeigt!“
Ich seufze. „Das hälts du mir jetzt ewig vor, stimmts?“ „Klar“, meint er mit seinem frechen Grinsen. „Aber eigentlich würde ich sagen, wir sind quitt.“
Ich überlege kurz und mustere ihn. „Na schön, auch wenn ich das sicher bereuen werde, Entschuldigung angenommen“, gebe ich mich geschlagen. Er lächelt etwas erleichtert. „Aber nur, weil ich fürchte, dir noch öfter zu Begegnen.“ „Damit kann ich leben“ grinst er.
Mit dem perfekten Timing kommt Tom die Treppe hinunter. „Ist es jetzt Zeit, dass ich mich einmische?“, fragt er ahnungslos.
„Zu spät“, berichtet Bill ihm. „Wir haben uns eingekriegt.“ Ich nicke zustimmend. „Sie steht total auf mich“, erklärt Bill seinem Bruder mit einem Seitenblick auf mich. „Und wie…“, gebe ich Augen verdrehend zu.


hoffe, es gefällt euch und auf ganz viele kommis^^
Rina
büddde büddde büdde büddde

gaaaaaanz schnell weiter!!!


soo geil!! voll hamma

kiss.gif jaja knutschfleck^^
Rina
ups sry hab nicht gesehn das es weiter geht

trotzdem büdde weiter
Meli_333
geil geil... bitte weiter ja innocent.gif
mrs kaulitz897
ja weiter...das ist voll lustig
ohrfeigt bill einfach...tze.....aber ich musste voll lachen laughing.gif
*~Viki~*
ZITAT(mrs kaulitz897 @ May 14 2007, 11:31 AM) [snapback]53876[/snapback]
ja weiter...das ist voll lustig
ohrfeigt bill einfach...tze.....aber ich musste voll lachen laughing.gif


genau^^
weida büdde !!!!
Crystalbabe


hey ihr süßen, danke für die lieben kommis, werde aber höchst wahrscheinlich keinen teil mehr reinsetzten, weil ich noch ziemlich viel zutun habe... sorry
Nino@TH
wie keinen teil?????????????????????????????????????????????????????????????????????
*geschockt bins*
das kannst du doch nicht machen
Crystalbabe


Oh sorry, ich hab mich glaub ich falsch ausgedrükt, das galt natürlich nur für gestern.. auf jeden fall mach ich weiter tongue.gif
bin auch schon fleißig am schreiben und werde glecih den nächsten teil reinsetzten. danke für die lieben kommis *freu*
fallen_tears
weiter
Crystalbabe
okay muss mich ziemlich beeilen, danke für die kommis, zunächst einen kurzen teil ,vielleicht mach ich heute abend noch einen, viel spass =)

„Ok, dann essen wir mal was, oder?!“, schlägt Tom zurückhaltend vor. “Gut“, sage ich nur. „Bin ich froh, dass du heute nicht ganz so… kratzbürstig bist“, teilt Bill mir beim Frühstück mit. Mir bleibt der Mund offen stehen, als ich gerade in mein Brötchen beißen will. Nicht ganz so KRATZBÜRSTIG?! „Kann das sein, dass du ganz schön direkt bist?“, funkele ich ihn böse an. Ich weiß, dass es wahrscheinlich wirklich oft so ist, aber noch nie hat mir jemand offen ins Gesicht gesagt, ich seie kratzbürstig. So eine Frechheit! Bill senkt den Blick auf seinen Teller. „Kann sein…ich meine ja nur das du bis jetzt immer so zickig warst, warum auch immer.“ Er sieht mich erwartend an. „Bin ja nicht zu jedem so“, gebe ich knapp zurück. „Tja, da hast du wohl Pech, billy“, zieht Toms einen Bruder grinsend auf. Dieser zuckt nur mit den Schultern. Tom steht auf und werkelt auf der Arbeitsfläche der Kücheneinrichtung rum. Ich starre stumm zu Bill rüber. „Wo sind eigentlich eure Eltern?“ „Auf ner Hochzeit von Bekannten“, antwortet Tom mir und klingt schwer beschäftigt. Bill sieht hinter mich in Toms Richtung. Auf einmal fängt er an zu lachen. „Tom, du kannst doch nicht..“, bringt er prustend hervor. Ich drehe mich um und sehe, wie Tom mit aller Macht versucht sein Toast, inklusive Wurst und Salat in den Toaster zu stopfen. Zuerst sage ich gar nichts. Bill kringelt sich immer noch vor lachen, was mich schließlich auch ansteckt. Tom gibt endlich auf und schaut uns beleidigt an. „Lasst mich bloß in Ruhe“, klagt er, während er sich auf seinen Stuhl plumpsen lässt.
Gegen 13.00 Uhr beschließe ich den Heimweg aufzusuchen. „Nett von euch, dass ich hier bleiben durfte“, verabschiede ich mich und drücke Tom kurz an mich. Bill nickt mir kurz zu und verschwindet im Wohnzimmer.


„WO warst du?“, empfängt mein Vater mich wütend an der Tür „Ich hab doch gesagt, dass ich nicht weiß, wann ich komme“, stelle ich genervt klar. Er sieht mich strafend an. „Aber du hast nicht gesagt, wo du bist und hast dich auch heut morgen nicht gemeldet.“ Ich stampfe die Treppen zu meinem Zimmer hoch. „Wie furchtbar“, stöhne ich. Mein Vater folgt mir. „Was hast du denn da am Hals?!“, entrüstet er sich plötzlich. Ich knalle meine Tasche in ein Ecke und werfe mich auf mein Bett. „Nichts“ Er guckt wohlwissend. „Wenn deine Mutter das sieht, gibt es Hausarrest“ Ich drehe mich nicht einmal zu ihm um. „Uhh mal was ganz anderes“ „Jetzt sag schon wo du warst“ „ Ich war bei Tom“, grummele ich. „Bei einem Jungen?“, fragt er entsetzt. „Stell dir vor“ „Hör auf mit diesem Ton, du weißt, was ich davon halte“ „Du hast doch gesagt, ich soll Zeit mit ihnen verbringen oder nicht?!“ „Ja aber nicht so“, bestimmt mein Erzeuger. „Papa ich bin kein kleines Kind mehr“ , seufze ich. „Aber du bist auch noch nicht volljährig“ „Es war nichts, okay, er ist halt nett.“ „Und vor lauter Nettigkeit, hat er sich gedacht, deinen Hals etwas aufzupeppen, das trägt man jetzt so oder was?“ „Boah ich hab doch gesagt es war nichts!“ „Interessant, was du als nichts bezeichnet“, hakt er weiter nach. „Wir sind nur ne Art Freunde“, erkläre ich. „Eigentlich interessiert dich das doch gar nicht, selbst wenn ich dir jetzt sagen würde, dass ich total geil auf ihn bin und wir die ganze Nacht rumgemacht haben, im Grunde ist es dir egal du machst nur son aufstand wegen Mama!“, füge ich wütend hinzu.
*~Viki~*
weida büdde
ganz schnell !!!!!
Rina
yaa büdde weider
Crystalbabe


hey ihr süßen wub.gif tut mir leid, dass es nur so schleichend weitergeht, aber ich hab zur zeit wahnsinnig viel um die ohren...unhappy.gif

aber heute abend gibts nochmal n teil, wenn ichs schaffe auchn großen ... rührt mich voll, dass ihr meine story mögt *knuddel*

HiLf-MiR-fLiEgN-bIlL
hast noch ne neue leserin^^ weiter bitte^^ gaaaaanz toll geschrieben!
Crystalbabe
ach ihr seid ja so süß!! hier ist der versprochene teil, nicht ganz so groß, aber ich hoffe gefällt euch trotzdem... kommis würden mich sehr freuen happy.gif

Kapitel 10:

„Ich sag doch, wir haben euch nicht mehr gesehen“, erkläre ich Annika bereits zum dritten Mal.
„Ich hätte dich wirklich gebraucht“, jammert diese ins Telefon. „Tobias hat mich die ganze Zeit ignoriert.“
Ich bekomme ein schlechtes Gewissen, das hatte ich ganz vergessen!
„Immer noch wegen der Sache mit Paul?“, frage ich kleinlaut. „ Ja, ich weiß nicht mehr, was ich noch machen soll.
Er verhält sich so kindisch.“ „Mag sein, aber er ist doch auch erst 15... was erwartest du? Jungs sind doch immer 2 Jahre hinterher“, versuche ich sie ein bisschen aufzumuntern. Leider löst das genau das Gegenteil aus. „Du hast Recht, ich sollte es einfach beenden, macht doch keinen Sinn, mit dem 13-Jährigen liiert zu sein.“, seufzt sie. „Das hab ich nie gesagt“, beschwere ich mich.
Sie zieht dramatisch Luft ein. „Du hast es aber gedacht“, entscheidet sie. „Tu nicht immer so, als wüsstest du, was ich denke“, sage ich ärgerlich. „Und was hast du dann gedacht?“ Ich mache eine Kunstpause. „Dass es keinen Sinn mehr macht.“
„Du bist merkwürdig“, beurteilt sie und lacht. „Abendessen“, flötet meine Mutter, wie immer Punkt sieben Uhr, von unten.
„Du, Anni, wir reden wann anders weiter, ich muss essen,“ „Viel Glück“, wünscht sie mir und legt auf. Sie weiß wohl doch immer, was ich denke. Mit mieser Laune schleppe ich mich in die Küche. Meine Eltern sitzen bereits und verstummen, sobald ich den Raum betrete.
Die sollen jetzt bloß keine Szene machen! Von wegen: Katharina Jost, du benimmst dich total daneben, du meldest dich die ganze Nacht nicht und treibst dich derweil mit fragwürdigen Leuten herum. So lief es zumindest bis jetzt meistens.
Ich lasse mich schwer auf den leeren Stuhl fallen und starre missmutig auf meinen Teller. „Katharina“, beginnt meine Mutter.
Vielleicht sollte ich einfach nicht zu hören, ich weiß ja eh was sie zu sagen hat. „Ich denke, wir müssen eine andere Regelung finden.
Du kannst nicht einfach machen, was du willst“, fährt sie fort. Ihr ist es vollkommen gleich, dass ich sie gar nicht beachte, oder wenigstens so tue. Ich blicke schwarz den zweieinhalb Stunden Dauerdiskussionen, allerdings nur von einer Seite, entgegen, die unaufhaltsam näher rücken. Zu meiner Erlösung klingelt das Telefon.
„Denk ja nicht, du kannst jetzt stundelang am Apparat hängen, wir sind noch nicht fertig“, warnt mein Vater mich, aber ich bin schon aufgesprungen und reiße den Hörer von der Station. „Jost“, melde ich mich in Windeseile. „Hey, hier ist Tom.“
Ich bin überglücklich, dass er anruft. „Oh danke Tom! Ich liebe dich!“ Ohne seine Reaktion zu beachten, halte ich den Hörer kurz zu, rufe meinen Eltern ein „Ist wichtig!“, entgegen und stolpere die Treppen in mein Zimmer hoch. „Hey, bin wieder da“, melde ich mich erneut und lehne mich mit dem Rücken an die Wand. „Wolltest du mir irgendetwas sagen?“, fragt Tom mich unsicher.
Ich lache. „Nein, du hast mir nur gerade das Leben gerettet, ich wäre bestimmt eines Langeweiletodes gestorben, wenns so was überhaupt gibt…“ Ich höre ihn leise atmen. „Wolltest du mir etwas sagen?“, möchte ich dann wissen.
„Naja, du hast mich jetzt etwas ausm Konzept gebracht“, gibt er zu. „Oh entschuldige, willst du noch mal anrufen?“ Jetzt lacht er.
„Ach was, ich wollt nur fragen, ob du Lust hast, heute mit an die Strandbar zukommen. Ich könnte etwas Unterstützung gebrauchen…“ Ich lege die Stirn in Falten. „Wofür denn?“ Ich kann förmlich durch das Telefon sehen, wie er sich auf die Unterlippe beißt.
„Kennst du das Gefühl, wenn du mit den selben Leuten andauernd zusammen bist, dass du dann einfach mal ein anderes Gesicht sehen musst?“, erklärt er. „So früh schon?“, meine ich versucht nicht zu überrascht zu klingen. „Ich weiß schon, was du meinst.
Wenn du willst komme ich natürlich, aber warum unbedingt mein Gesicht?“ „Weil deins so hübsch ist“, sagt er und man kann sein Grinsen hören. „Oh jeh, so schlimm?“, frage ich ihn besorgt. „Heißt das ja?“ „Nein, das heißt, du bist ein verdammter Schleimer“, gebe ich zurück. Er lässt sich davon gar nicht abringen. „Also um acht an der Bar!“, beschließt er hartnäckig. „Ich überlege“, erwidere ich.
„Oh, das ist toll. Bis gleich!“, sagts und legt auf. Typisch Typen, für die ist jedes Nein ein Ja und jedes Verzieh dich eine Liebeserklärung. Überfahren lege werfe ich den Hörer aufs Bett und einen Blick auf die Uhr. Viertel nach sieben.
Ich schätze, um zwanzig vor muss ich los. Dann fallen mir meine Eltern wieder ein. Oh mist! Ich richte mir noch ein wenig die Haare, schminke mich unauffällig und versuche meine Eltern irgendwie zu überreden mich gehen zu lassen.
„Ich bin mit Annika zum lernen verabredet“, erzähle ich ihnen. Auch wenns blöd ist, ist ja nur ne Notlüge, sie würden es sonst sowieso nicht erlauben. „Glaub nicht, du kannst dem Ganzen so wieder entgehen“, durchschaut mein Vater mich.
„Aber wir müssen ein Projekt für Geschichte machen, das kann nicht warten…“, erkläre ich. Mein Vater nickt, aber begeistert ist er nicht. „Danke, tut mir Leid wegen dem Essen!“, verabschiede ich mich. „Moment mal, es sind doch Ferien“, ruft mein Vater mir noch hinterher, aber ich bin schon zur Tür hinaus. Puh, das war knapp. Glücklich, einem wirklich schlimmen Abend entkommen zu sein, schlendere ich zur Bushaltestelle und überlege, was Tom sagen würde, wenn ich nicht komme. Wahrscheinlich wäre es ihm auch egal.
Gibt ja genug andere Menschen in der Stadt.


Mrs. Listing
ya coole story büdde weiter..... grin.gif
*~Viki~*
weidaaaaaaaaaaaaa
mrs kaulitz897
der satz:für typen ist jedes nein ein ja,und jedes verzieh dich eine liebeserklährung.( smiling.gif oder wie der auch immer war)den hab ich mir gleich aufgeschrieben,den find ich nur zu geil!
mir gefällts gut...weiter
HiLf-MiR-fLiEgN-bIlL
weitaaaa
Crystalbabe
hey ihr!! ich freue mich voll über eure kommis, danke! ich mach dann mal sofort weiter...das 11. kapitel ist unter einfluss von müdigkeit und ein paar drinks zuviel entstanden, also nur zur information, falls man was merkt happy.gif
oke viel spass:

Kapitel 11:

Doch da mir auch nichts Besseres einfällt, und ich Tom ja mehr oder weniger zugesagt habe, eigentlich eher weniger, (ist aber auch egal, jedenfalls rechnet er mit meinem Kommen) stehe ich doch letztendlich vor der Strandbar.
Lasse ich ihn halt in dem Glauben, seine Vorgehensweise seie effektiv. Ziemlich voll heute. Nach einigem Umsehen, bemerke ich Gustav, der angeregt mit dem Barkeeper diskutiert. Ich dränge mich zu ihm vor. „Hey.“ Er sieht mich an und grinst dann.
„Na, wie geht’s dir? Bist du allein hier?“ Ich schenke ihm ein freundliches Lächeln und hoffe sehnlichst, er hat von mir nicht den selben Eindruck wie Bill. „Ganz gut und Tom hat mich „eingeladen“. Er nickt ahnend. „Verstehe…wir können ja zusammen suchen, in letzter Zeit gehen mir die andern öfter mal verloren.“ Nach ungefähr 5 Minuten und gefühlten 20 entdecken wir Georg und Tom auf ein paar Liegen, weiter von der eigentlichen Bar entfernt. Gustav sieht die beiden grimmig an. „Jungs es ist Sonntag, das heißt kein Versteckspielen, kein Weglaufen und vor allem keinen Platz suchen, der weiter als 5 Meter von der letzten Begegnung entfernt ist, oder ich kündige.“
Tom grinst über seinen beleidigten Bandkollegen. Schließlich fällt sein Blick auf mich. „Du bist ja doch hier!“
Er steht auf und umarmt mich fröhlich. Von Georg kommt ein zurückhaltender Handgruß. „Das hast DU doch so beschlossen, oder?“, frage ich Tom verwundert. Er grinst schon wieder. „Ja. Aber ich dachte nicht, dass du auf mich hörst.“
Mist, ich bin auf ihn reingefallen. Er hatte nicht einmal mit mir gerechnet. „Du bist ja blöd. Ich mach mir extra wegen dir total den Stress und dann…“ Das Grinsen weicht aus seinem Gesicht. „Echt?“ Ich lache. „Nein, war eine sehr gute Idee von dir.“
Er wirkt etwas verunsichert. „Bei dir weiß man nie, was du ernst meinst und was ironisch.“
„Mein Charakter ist umgekehrt. Ich denke im Normalzustand ironisch“, gebe ich grinsend zu.
Sein Gesicht ist Gold wert. Eine Mischung aus Verwirrung, Unbehagen und dem Gefühl nicht für voll genommen zu werden.
„Aber das eben war ernst gemeint“, füge ich hinzu. In dem Moment stürmt Bill an uns vorbei und setzt sich wortlos neben Georg auf die Liege. Demonstrativ starrt er in die Luft. „Jasmina?“, fragt Tom und es klingt ziemlich rhetorisch. Bill sieht seinen Bruder an und Tom nickt. „Komplizierte Angelegenheit.“ Bill schaut betreten auf den Boden. „Kannst du mir mal verraten, warum sie immer alles direkt so ernst nehmen und aus jeder Kleinigkeit gleich ein riesiges Drama machen müssen?!“, fährt er Tom schnippisch an.
„Dieser zuckt nur mit den Schultern. „Vergiss es einfach“ „Ja und wenn ich jeh wieder in Mädchen angucken sollte, erschießt mich bitte!“ Die vier Jungs lachen. „DU und nie wieder nem Mädchen hinterher gucken, das ist ja wie Mutter Theresa beim Striptease“, grinst Georg. „Haha“, ahmt Bill ihn gehässig nach. „Ich mache keinen Spaß. Ich hab endgültig genug.“, wiederholt er trotzig.
„Du klingst wie ne betrogene Alte“, schmunzelt Tom. Bill streckt ihm die Zunge heraus. Zum ersten Mal fällt mir sein Piercing an dieser Stelle auf. „Hat er sich heute Mittag stechen lassen“, liest Gustav meine Gedanken. Wow, ich wäre toter als tot, wenn ich mir spontan oder überhaupt die Zunge durchlöchern lassen würde. Bill scheint mich gerade erst zu bemerken. „Hey“, grüßt er mich verspätet.
Er blickt an mir herunter. „Setz dich doch“, bietet er mir an und rückt ein Stück. Nur leider verschwendet er dabei keinen Gedanken an Georg, der aus diesem Grund in den Sand fällt. „Entschuldige“, meint Bill nebenbei, wendet seine Augen jedoch nicht von mir ab.
Ich nehme neben ihm Platz.
„Was hast du heute noch so gemacht?“, möchte Bill von mir wissen. „Nichts, es sei denn du betrachtest Zimmer aufräumen und Müll wegbringen als Tätigkeit.“ Bill lächelt charmant und ich habe das Gefühl, er ist nicht wirklich an diesem Gespräch interessiert.
„Wenn als eine nervige“, antwortet er. Den restlichen Abend verbringen wir mit Biertrinken und damit alle Gesprächsthemen, die es gibt, durchzukauen. Später unterhalten sich die Jungs über die Band, also über Proben und andere anstehende Termine. Für Ferien klingt es jedenfalls ziemlich anstrengend. „Ach übrigens“, fällt Bill ein. „Wir müssen noch unsere Images klären.“ „Images klären?“, fragt Gustav ungläubig. „Jaah“, bestätigt Bill. „Okay dann leg mal los“, fordert Tom ihn auf. „Also zuerst möchte ich klären, dass das nicht auf meinem Mist gewachsen ist… dann hätte ich mir bestimmt was anderes ausgesucht“, erklärt er gefolgt von einem vielsagendem Blick. „Also Gustav du solltest dich mehr als schüchterner Streber geben“ Tom und Georg schütteln sich gleichzeitig vor Lachen.
Ich beobachte die ganze Szene nur, da ich nicht wirklich etwas von solchen Dingen verstehe. Aber dass verschiedene Charaktere in einer Band besser ankommen, weiß ich auch als Laie. Gustav funkelt Bill böse an. „Wie gesagt, ich hab nichts damit zutun.
“Dieser hebt abwehrend die Hände. Die anderen Beiden haben sich immer noch nicht eingekriegt. „Gustav der Spießer“, prustet Georg. „Du darfst jetzt nur noch mit nem Pullunder rumlaufen und Wasser trinken“, feixt Tom weiter. Wenn Blicke töten könnten, würden die zwei jetzt an einer äußerst schweren Herzattacke leiden. „Warum kann Georg das denn nicht machen?“, wendet sich Gustav jammernd an Bill. „Keine Ahnung, aber zu deiner Beruhigung, wir müssen uns ja nicht total verändern. Es ist nur eine ungefähre Richtung.“
„Sag mal, wen ich machen muss“, fordert Georg interessiert. Bill grinst ihn schadenfroh an. „Du bist der stille Notgeile.“ Georg schlägt sich gegen die Stirn. „Das passt wie die Faust aufs Auge“, lacht nun Gustav. „Pass auf, oder ich geb dir gleich ne Faust aufs Auge“, droht Georg, worauf Gustav nur noch lauter lacht. „Zu guter letzt“, fährt Bill fort. „Tom du spielst den aufreißerischen Macho und ich bin der liebenswerte Rebell.“ Es klingt echt komisch, wie die Jungs ihre „Persönlichkeiten“ aufteilen. Einfach so nebenbei wird klargestellt, was man für ein Mensch ist. „Ich will aber nicht“, kommt es sofort von Tom. „Sei froh! Ich muss mich wahrscheinlich auftakeln wie Ozzy Osbourne und einen auf männliche Nonne machen.“ „Ich bleib so, wie ich bin“, stellt Gustav klar.
„Ich denke, wir brauchen uns nicht wirklich zu verändern?“, hakt Georg bei Bill nach. „Ja, ich weiß nicht genau… keiner zwingt uns, dass wir uns total umkrempeln, aber es wäre halt besser, wenn wir uns etwas in diese Richtung geben würden.
Außerdem ist es ja nicht soo ein großer Unterschied.“ „Willst du damit sagen, ich bin ein Spießer?“, fragt Gustav feindseelig.
Oh Gott, das kann ja was werden.

würde mich voll über kommentare freuen...
Biondo
hallööö

also ich les deine ff jez auch *jaaahaa*
und ich find sie voll toll =)
richtig schön geschrieben, gefällt mir :)
mach ma schnell weiter, bin gespannt
und die drinks merkt man nicht ;)

lg biondo
Mrs. Listing
nein wie lol....gustav der spießer.... laughing.gif und georg der stille notgeile... laughing.gif laughing.gif aaaaaahhhhhhhhhhhhhhhh ich schmeiß mich weg
büdde gaaaanz schnell weiter
*~Viki~*
is ja geil .....
*loooooool*
weida
büdde !!!!!!
Nino@TH
Hey ja bitte weiter...
Ganz,ganz,ganz schnell tongue.gif


Rina
gott wie geil^^

büdde ganz schnell weiter
Crystalbabe
hey ihr lieben! hat jetzt was länger gedauert, aber dafür hab ich jetzt ein relativ großes Kapitel für euch, viel spass und fleißig kommentieren tongue.gif

Kapitel 12:

Ich werfe einen Blick auf die Uhr, inzwischen ist es halb eins. „Alles in Ordnung?“, fragt Bill liebevoll. „Ja, mir geht’s gut“, lächele ich. Ich sitze ziemlich dicht neben ihm und vernehme seinen angenehmen Duft, eine Mischung aus cocos und niveacreme…Dem Gespräch der anderen Folge ich schon lange nicht mehr, ich fühle mich wie in Watte. Liegt wahrscheinlich an den 9 Gläsern Bier, denke ich grinsend. Bill hat den Abend über kaum was getrunken. Er unterhält sich gedämpft mit Tom. Ich starre diesen an, da ich aus meiner Perspektive nur Sicht auf ihn und Bills halben Rücken habe. Bill dreht sich leicht und sieht mich an. Tom ist inzwischen dazu übergegangen Gustav mit dem Werfen von Bierdeckeln nach ihm zu triezen. „Sag mal..“, beginnt Bill leise. „Stehst du eigentlich auf Tom?“ Ich fühle mich überrumpelt. Wieso fragt er mich so was? Was soll ich darauf bitte antworten? Abgesehen davon kenne ich Tom so gut wie nicht und Bill genauso wenig. „Weiß nicht…sollte ich? “, möchte ich kichernd wissen. Verdammter Alkohol! „War nur ne Frage.“ Er grinst sich seinen Teil denkend. „Vergiss es“, meine ich nur. „Warum bist du eigentlich so nett zu mir?“, frage ich dann und lege den Kopf minimal schief. Er grinst schon wieder sein unverschämtes Grinsen. „Naja, du bist doch nicht ganz so schlimm, wie ich dachte“, erläutert er versucht
ernst und seine Betonung liegt auf ‚ganz’. „Das ist gemein“, schmolle ich. Habe eben nicht genug Energie zurück zu feuern oder ihn körperlich zu verletzten… „Als ob du mich so toll finden würdest“, verteidigt er sich. „“Du bist okay“, meine ich und lehne mich nach hinten. „Für deine Verhältnisse“, füge ich grinsend hinzu.
Er nimmt einen Schluck aus Gustavs Glas, womit es auch immer gefüllt ist. „Ach, und was sind meine Verhältnisse?“, fragt er charmant interessiert. Ich schüttele den Kopf. “Sag ich dir ein Andermal.“

„Kathi!“, dringt es aus weiter Entfernung zu mir vor. Stille. Dann wieder: “Kathi, wach endlich auf!“ Ich versuche die Person zu ignorieren, die mittlerweile Kissen nach mir wirft. Stöhnend drehe ich mich schließlich doch um. „Annika“, stelle ich blinzelnd fest. Sie nickt zustimmend. „Ich versuche seit einer Stunde, dich zu erreichen.“ Ich, unfähig Gebrauch von meiner Fähigkeit zu sprechen zu machen, strecke mich nur und setzte mich auf. „Es ist halb 2“, beantwortet meine beste Freundin meine unausgesprochene Frage. „Was bedeutet…“, erstelle ich einen weiterzuführenden Satz. „Och komm schon. Du kannst nicht den ganzen Tag verpennen. Lass uns was machen“, bettelt Annika. „Wenn ich dich nicht hätte…“, murmele ich und schwinge mich aus dem Bett. Eigentlich hat sie Recht, müde bin ich nicht mehr. „Ich dachte wir gehen schwimmen, aber heute ist es bestimmt brechend voll. Eisessen wäre auch okay, aber da nutzen wir maximal 40 Minuten vom Tag“, schwatzt meine bessere Hälfte auch gleich los. Ich höre kaum zu, da ich mich gerade wundere, wer diese verquasselte Person überhaupt auf mich losgelassen hat. Wahrscheinlich mein Vater, wenn er mich weckt oder es zumindest versucht, zeige ich ihm dem Mittelfinger, trachte durch einen gefährlichen Wurf mit dem Wecker nach seinem Leben und schlafe weiter. Obwohl, er ist bestimmt gar nicht da… mhh. Das einzige was mir dazu einfällt ist, dass ich mir zur nachtschlafender Zeit, mittags um halb 2, eindeutig zu viele Gedanken mache. „… die beste Lösung für mich wäre. Also was sagst du dazu?“, beendet jemand neben mir seinen Redefluss. „Meine Güte, es geht nicht um den Weltuntergang, sondern nur um die Planung für diesen Tag“, ist meine Meinung. „Also ich fänd einen Stadtbummel eindeutig am bequemsten“, lasse ich durch die Tiefen meines Kleiderschrankes verlauten.
Gesagt, getan. Leider habe ich mich gewaltig getäuscht, Annika ist heute so aufgekratzt, dass sie mich zehnmal das Selbe fragt, bevor ich überhaupt die Zeit gehabt habe, zu antworten.

Nach 4 Stunden bequatschten lassen und rumbuxsiert werden lasse ich mich geschafft auf einen Stuhl vor Pizza Hut fallen. „Wenn mein Füssen abfallen, bringst du mich dann ins Krankenhaus?“, frage ich Annika, die auf Grund zweier süßer Jungs am Nebentisch ihre einseitige Unterhaltung unterbrochen hat. „Klar“, sagt sie lächelnd und ich fühle mich auf einmal nebenssächlich. „Annika, ich bin hier vor deiner Nase“, erinnere ich sie säuerlich. Sie hält gerade Augenkontakt mit dem blonden der beiden Jungs. Wegen meiner Bemerkung wendet sie sich aber schließlich wieder an mich. „Du hast doch eh schlechte Laune“, sagt sie vorwurfsvoll. Pah! Das teile ich ihr auch gleich mit: „Pah! Das stimmt doch gar nicht, ich lausche dir aufmerksam und interessiert, die ganzen 240 Minuten.“ Sie sieht mich belustigt kopfschüttelnd an. „Vor Orsay hast du gesagt, wenn ich nicht den Mund halte, fängst du an zu heulen.“ „Das ist doch gar nicht war!“, verteidige ich mich aufgebracht. „ Ich war nur so berührt von deiner Neuaufassung von… wovon hast du noch mal geredet?!“ Sie lacht. „Du bist unverbesserlich!“ Ich grinse zufrieden, dachte schon, sie wäre sauer. „Tut mir Leid.“
Wir bestellen zwei Sprites und ich genieße einfach mal das schöne Wetter, kommt man ja sonst nicht zu. „Hey“, taucht plötzlich eine bekannte Stimme hinter mir auf. „Tom“, strahlt Annika, aus welchem Grund auch immer. Also der Grund ihres Ausrufs ‚Tom’ ist mir bewusst, da ich vermute, dass Tom höchstwahrscheinlich hinter mir steht, aber warum sie sich so freut, ist mir unklar. Vielleicht steht sie ja auf ihn. Das wäre ziemlich… keine Ahnung, hab ich mir noch nicht so Gedanken drüber gemacht. Die und ihre Schwärmereien, dabei ist sie in festen Händen. Tztz. „Hi“, begrüße ich Tom, der nun in mein Blickfeld getreten ist. Er grinst. „Na ihr beiden.“ Annika bietet ihm und seiner Begleitung, ein Typ den ich nicht kenne mit braunem, kurzem Haar und Stahlblauen Augen, bereits einen Platz an, den die beiden gerne annehmen. „Das ist Christoph“ stellt Tom vor. Ich nicke nur, da meine Freundin ihn sofort in ein Gespräch verwickelt. Warum ist die auf einmal scharf auf jeden Typen, der laufen und um es noch weiter einzuschränken atmen kann?! Armer Tobias… Naja, wenigstens habe ich jetzt Toms volle Aufmerksamkeit. Wir unterhalten uns über wichtige und weniger wichtige Dinge. Ich mag ihn sehr, fällt mir auf, als er grade von einer witzigen Darbietung seines heutigen Tages berichtet. Mit ihm kann ich wirklich gut reden und er lässt mich auch zwischendurch zum Luft holen kommen. Ich grinse, als er geendet hat. „Und was hast du gemacht?“„Ich habe es geschafft aus dem Bett zu steigen, das kann ich irgendwann in der nächsten Zeit versuchen zu toppen“, anekdotiere ich. „Annika hat dich wachgequatscht, nicht wahr?“, fragt er. „Sie ist gnadenlos“, sage ich mit einem zustimmenden Nicken. Er lacht. „Du bist selber einer von den Hyperaktiven, kanns sein?“, frage ich ihn. „Ja, manchmal. Aber das kommt auf die Situation an.“ Just in dem Moment tritt ein aufgebrachter Bill vor unseren Tisch. „Ich hasse Verkäufer!“ Um seine Wut abzulassen kneift er seinen Bruder in den Arm und setzt sich dann neben diesen. „Lass mich raten, er hat das Shirt nicht zurückgenommen?!“ Bill nickt und verzieht das Gesicht. „Ja, aber zuerst musste ich ein halbes Jahrhundert warten, weil der Verkäufer ne Millionen Jahre alt war. Wie kommen die auf so eine Idee, was ist mit den heißen Studentinnen, brauchen die keine Kohle mehr? Und dann als ich endlich dran war, stellt der Penner fest, dass das Umtauschsrecht überschritten ist. Um wie viel bitte, 15 Minuten?!“ Bill schüttelt genervt den Kopf. „Ich hätte ihm das Teil am liebsten ins Maul gestopft!“ Ich muss grinsen. Ich kann das bestens nachvollziehen. Manche Leute nerven einen einfach. Bill senkt seinen Kopf und seufzt leise. „Ich halt ihn fest und du schlägst zu?“, schlägt Tom vor. Bill überlegt kurz. „Oder wir schenken ihm Kopfhörer, die vertragen sich bestimmt nicht mit seinem Herzschrittmacher. Lange macht ders eh nicht mehr!“ Ich schmunzele und Bill schenkt mir ein Lächeln. „Wie geht’s dir?“ Ich denke nach. Wie geht’s mir denn? „Kann nicht klagen und dir? Abgesehen von den Mordgelüsten gegenüber unschuldigen, alten Menschen.“ Er grinst. „Das hat sich gerade wieder abgeregt. Der kann mich mal“, meint er. „Aber sonst, alles super…“
Ich werfe einen Blick zu Annika. Wow, ist das Christophs Hand auf ihrem Schoss? Stopp, ich wills gar nicht wissen! Schnell sehe ich wieder weg. „Ich hab keine Lust mehr auf einkaufen. Ich will ins Kino“, jammert Tom. „Bei der Hitze? Das nenne ich mutig…“ Er setzte ein siegreiches Grinsen auf. „Oder vernünftig… überleg mal, wir sind bestimmt die einzigen…“
„Wenn such ich den Film aus“, bestimmt Bill. „Du hast keinen Geschmack.“ Tom schüttelt den Kopf. „Das kannst du dir abschminken, die Filme, die du sehen willst sind meistens noch gar nicht im Kino oder nicht Jugendfrei“, stöhnt Tom. „Wie stehts mit dir?“, fragt Tom an mich gewandt. „Ich weiß nicht…“ „..ob du mitkommst, oder was du sehen willst?“, möchte Bill wissen. „Ich denke mal letzteres. Für Annika bin ich heut nicht mehr zu haben. Meine nicht vorhandene Energie ist für heute aufgebraucht.“ Tom nickt verständnisvoll.“ Ich hab zwar noch jede Menge, aber egal. Hauptsache irgendnen Film sehen. Ich will mich zur Abwechslung mal von was anderem berieseln lassen als von ihm“, sagt er mit einer Geste in Bills Richtung. Dieser streckt ihm die gepiercte Zunge raus. „Er verbraucht seinen kompletten Wortschatz an einem Morgen“, fügt Tom grinsend hinzu. „Ist doch wahr!“, sagt er dann noch mit einem Blick auf seinen Bruder. „Ich hab ne bessere Idee“, meint Bill plötzlich. „Wir quatieren uns bei Gustav ein und gucken ne DVD, da haben wir mehr Auswahl.“ „Nicht nötig“, erwidert Tom. „Wir haben heut Abend sturmfrei.“ „Noch besser, dann können wir Leute einladen“, beschließt Bill und verschränkt zufrieden die Arme. „Du kommst doch?“ Ich bin gemeint. Mhh, hab ich was Besseres zutun? Nein. Eigentlich habe ich schon Lust. „Ja, klar!“



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