stinchen
12. June 2007, 15:36
Titel: You’re Beautiful
Autor: Greta C. U.
Copyright: Greta C. U. (Alle Personen außer Tokio Hotel unterliegen meinem Copyright)
Genre: Romantik/Humor
Altersfreigabe: FSK12 (Lemons werden per PN verschickt)
Kapitelzahl: Noch nicht feststehend
Hauptpersonen: Alexandra („Alex“ / „Alexa“ / „Lex“ / „Lexi“) Isotti, Bill Kaulitz
Wichtige Nebenpersonen: Tokio Hotel (Tom Kaulitz, Georg Listing und Gustav Schäfer), Lukas Dione (gesprochen „Dion“)
Wissenswertes: Die Geschichte spielt an einer Privatschule, die nach dem Kursprinzip funktioniert, das häufig an amerikanischen Highschools angewandt wird. Das heißt, jedem Schüler werden jene Fächer, in denen er besonders talentiert ist, häufig zugeteilt, andere weniger häufig. Dementsprechend hat jeder Schüler seinen persönlichen Stundenplan. So kann es passieren, dass Schüler unterschiedlichen Alters im gleichen Raum sitzen.
Bills Sicht
Ein wenig aufgeregt war ich schon, als ich vor der Tür des Raumes, in dem gerade der Italienischkurs stattfand, stand. Hoffentlich waren die da drinnen wirklich deutscher Muttersprache. Denn wenn sie nur Italienisch gesprochen hätten, wäre ich nicht mitgekommen. Und ich hatte absolut keine Lust, mich zu blamieren.
Ein letztes Mal atmete ich tief ein, dann klopfte ich.
„Si?“, hörte ich eine ganze Gruppe Jugendlicher rufen. Sollte wohl so viel wie „Herein“ heißen. Also drückte ich die Klinke runter und trat ein. 29 Paar Augen musterten mich interessiert. Der Lehrer – oder Professor, wie das hierzulande hieß – hielt es nicht für nötig, mich anzusehen.
„Perchè sei arrivato in ritardo?“, fragte er. Ich verstand kein Wort. Wahrscheinlich hatte er nach meinem Namen gefragt.
„Bill Kaulitz.“, antwortete ich also. Die Klasse lachte auf. Anscheinend hatte ich mich also doch blamiert.
„É nuovo, non sa l’Italiano!“, rief ein Junge mit Brillen. Offensichtlich ein Vertrauensschüler oder so.
Der Professor musterte mich kurz und fragte auf gebrochenem Deutsch:„Wie eiste du?“
„Bill Kaulitz.“
„Wie alte biste?“
„17, im September 18.“
„Und du sprichste keine Italienisch?“
„Nein.“
„Woher kommste du?“
„Magdeburg, das ist in Sachsen-Anhalt in Deutschland.“
„Gut…Äh… Sitz dich wo du willst.“, befahl der Professor. Ich sah mich um. In der ersten Bank vor dem Pult war ein Platz neben einem blonden Mädchen. Sonst nirgends. Also setzte ich mich neben das blonde Mädchen.
Sie hob ihren Kopf und sah mich freundlich an. Mein Herz machte einen Sprung, als ich sie ansah. Ihr blondes Haar fiel leicht gewellt über die Schultern, ihre hellblauen Augen leuchteten als Kontrast zu ihrem gebräunten Teint.
„Ich bin Alexa!“, sie streckte mir die Hand hin. Während ich sie ergriff und „Bill“ sagte, musterte ich kurz ihre Hände. Sie waren zart und gepflegt, die Nägel im French-Style lackiert.
„Ich weiß…“, meinte sie und ihre Stimme klang wie Musik in meinen Ohren. „Was weißt du?“, fragte ich verwirrt. „Na, dass du Bill bist. Sieht man auch.“ Ich verstand nicht, worauf sie hinauswollte und das sah man mir wohl auch an. Alexa lachte und sagte:„Wenn man nur eine Bravo aus den letzten Monaten gesehen hat, dann weiß man, wer du bist.“ Ich verstand. „Also nix mit Inkognito, oder?“, schlussfolgerte ich grinsend. „Nee, nicht wirklich. Aber wahrscheinlich wirst du nicht so oft erkannt wie bei den Pataten.“ Alexa grinste mich viel sagend an. „Pataten?“, hakte ich nach. „So nennen wir hier die Deutschen. Weil die so viele Kartoffelspezialitäten haben.“, erklärte sie. „Ach so… Und ihr seid bei uns die Spaghettifresser!“, konterte ich witzelnd.
„Äh…Scusate, ma vi potreste concentrare sulla lezione? Anzi, Alexa, potresti spiegare tutto un po’ a Bill.”, mischte sich der Professor ein und ich verstand wieder mal kein Wort. Alexa dagegen schien alles zu verstehen. Sie nickte und wandte sich dann mir zu. „Also… Du sprichst ja gar kein Italienisch, oder?“, flüsterte sie. „Abgesehen von „vaffan culo“ nicht.“, gab ich ehrlich zu. Alexa lächelte schwach über meinen Witz mit dem italienischen Schimpfwort. „Also… Ich erklär dir jetzt alles ein bisschen, ok? Italienisch ist ’ne super-einfache Sprache, das haste bald drauf.“ Ich nickte und hoffte, dass dieses Mal, wo ich eine so tolle Nachhilfelehrerin hatte, mein Sprachvermögen endlich mal auch auf einer anderen Sprache als Deutsch funktionieren würde.
Nino@TH
12. June 2007, 16:06
hey du :)
die story fängt schon mal richtig gut an
der liebe bill und italienisch...na das kann ja heiter werden :P
schreib weiter bitte :P
Mrs. Listing
12. June 2007, 16:28
wie geil is das denn ich glaub ich hab ne neue lieblings ff
das am anfang mit bill is zu geil büdde gaaaaaaaanz schnell weiter!!!!!!!!
*~Viki~*
12. June 2007, 17:04
*huhu*
der anfang ist ja schon geil ....
freu mich schon auf die nächsten !!
bills chica
12. June 2007, 18:20
wie süüüüüüüüüüüüßßßß de rkleine süße nixpeiler bill ach wie herlich ich stell mir des grad vor ah :D
mrs kaulitz897
13. June 2007, 13:01
ohhh,das ist wirklich süß
und obwohl ich kein bischen italienisch kann,hab ich schon ein kleines bischen verstanden,also nur so ungefähr was dieser prof. wollte.
*stolzbin*
lol....hast du das selbst so geschrieben,oder....?
naya...weiter bidde!
Sylphe
13. June 2007, 13:26
das ist wirklich mal ein gelungener anfang.
interessante idee.
bin gespannt, was noch so alles kommt und vor allem, was bill nach italien verschlagen hat.
Milka
18. June 2007, 14:39
Hay
die ff is ja ma cool
ich stell mir grade bills blick vor wo der sich vor der ganzen klasse blamiert hat
naja mach schnell weiter bye
bills chica
21. June 2007, 18:10
weidaaaaaaaaaaaaaaaaa
Mrs. Listing
27. June 2007, 08:17
hey jetzt schreib doch ma WEITER!!!!!!!!!!!!!!!!

*VorAufregengDurchsHausJumpUndMichTotKreischenTu*
stinchen
15. July 2007, 10:47
SORRY!!!! Ich hatte Prüfungen und bin nachher innen Urlaub gefahren... Ich war eben voll im Stress und konnte gar nicht mehr weiterschreiben....
Aber jetzt bin ich ja back und kann wieder posten:
Bills Sicht
Die Italienisch-Stunde verging schneller als ich mir gewünscht hatte. Alexa stand auf und packte ihre Sachen zusammen. Ich tat es ihr gleich und fragte sie, was sie jetzt in der Pause tat. „Ich dachte daran, dir die Schule ein wenig zu zeigen, wenn du nichts dagegen hast.“, meinte sie und grinste verschmitzt. „Gerne.“, sagten meine Lippen von alleine und formten sich anschließend zu einem Grinsen. Oha, das kannte ich irgendwoher. „Okay, dann mal los.“ Alexa ging voraus und ich folgte ihr aus dem Klassenzimmer. Dabei warf ich ganz kurz einen Blick auf ihre Hinteransicht.
Nicht schlecht!
„Also…“, begann sie, als wir vor dem Klassenzimmer standen. „Seit wann hängst du denn mit Losern ab, Lex?“, rief ein Junge zu Alexa. Sie wandte sich um und musterte ihn abschätzend. Bei dem Blick wäre mir nicht ganz wohl gewesen. Dem Typen anscheinend auch nicht. „Erstens, wüsste ich nicht, seit wann du mich ‚Lex’ nennen darfst, und zweitens, wer an dieser Schule ein Loser ist und wer nicht, bestimme immer noch ich, verstanden?“, schnauzte sie und warf dem Jungen noch einen abfälligen Blick zu, „Außerdem… Ich glaub, der Loser hier bist du, Marco.“ Wow. Das saß! Marco, wie der Junge anscheinend hieß, lief rot an und machte auf den Absatz kehrt. Alexa ließ ihren Blick nicht von ihm ab, bis er über die Treppe verschwunden war. Dann wandte sie sich wieder mir zu. „Lass dir von solchen Wannabes ja nicht auf den Nerven rumtrampeln, okay?“ Ich nickte.
„Gut. Dann können wir ja weitermachen. Hier sind wir im ersten Stock… Hier werden die Sprachkurse in Italienisch, Englisch und Französisch abgehalten. Für Italienisch und Englisch gibt es zwei Räume, für Französisch einen. Außerdem sind das Lehrerzimmer, das Sekretariat und die Direktion hier. Das war’s eigentlich schon. Am besten, wir gehen rauf.“, schlug Alexa vor. Ich nickte und überlegte, was ich sagen sollte. Das passierte mir sonst nie. Ich wusste immer, was ich sagen sollte, aber bei Alexa fiel mir nicht mal ein richtiger Buchstabe ein. Zum Glück schien es ihr nicht so zu gehen. „Du siehst aus, als würdest du auf Diesel stehen…“, meinte sie, während wir die Treppen hochstiegen. „Ja! Woher weißt du denn das?“ Ich war richtig überrascht darüber, denn heute trug ich ausnahmsweise mal keine Dieseljeans. Alexa zuckte die Schultern. „Das hab ich sofort gewusst, als ich dich gesehen hab. Ich weiß immer, was Leute für Typen sind, wenn ich sie sehe. Manche wissen es nur selbst noch nicht.“ Und als Beweis dafür wies sie auf ein Brünettes Mädchen mit blassem Teint. „Sie wäre ein typisches Chanel-Girl. Aber sie beharrt auf Cavalli, dabei sieht man auf den ersten Blick, dass sie sich darin nicht wirklich wohl fühlt.“, erklärte Alexa. Sie hatte Recht. Ich kannte mich schließlich auch aus, aber das mit der Typ-Lehre war mir neu. Aber es schien was dran zu sein. „Und was bin ich für ein Typ?“, fragte ich, weil mich das Ganze interessierte. „Eigentlich Diesel und Dolce e Gabbana. Aber du kannst alles tragen, weil du kein gewöhnlicher Typ bist.“, antwortete sie und lächelte. Dann sprang sie darauf um, was im zweiten und dritten Stock unterrichtet wurde. Der dritte Stock war anscheinend recht unspektakulär, denn diesen wollte sie auslassen. Im vierten Stock befand sich der Musik- und Kunstsaal.
„Ich glaube Musik müsste dir Spaß machen.“, grinste Alexa, während wir die Treppen hochstiegen. „Glaub ich nicht. Ich kann mit dem ganzen Notenlehre-Schnickschnack nichts anfangen.“, gab ich zu. „Dafür bist du auch schon zu alt. Ab dem achten Jahrgang wird nur noch praktisches Zeug gemacht. Heuer wird ein Musical einstudiert. Du wirst sehen, der Professor ist echt auf Draht.“, meinte sie und stieß die Tür zum Musiksaal auf, den wir inzwischen erreicht hatten. Drinnen lehnte ein Mann mittleren Alters mit schwarzen Haaren an einem Flügel und las.
„Hey Armin!“, rief Alexa und der Mann schaute auf. „Hi Lexi!“, begrüßte er sie. Sie küssten sich schnell drei Mal auf die Wange, dann stellte Alexa mich dem Musikprofessor vor.
„Wenn du wirklich so gut im Songs schreiben bist, dann wirst du hier nur gute Noten haben.“, meinte der Lehrer. „Wenigstens ein Fach, in dem ich nicht total mies sein werd…“, murmelte ich, „Italienisch is nicht leicht.“
Alexa und der Professor lachten. „Das haste bald drauf.“, meinte Alexa zu mir und wandte sich dann dem Professor zu. „Wir hauen dann mal wieder ab. Bill hat das Unterirdische noch nicht gesehen.“
Mit „das Unterirdische“ waren der Chemiesaal, ein Hörsaal und ein EDV-Saal gemeint. Im Chemiesaal wurde auch der normale Biounterricht gehalten. Deshalb standen in den Schränken eine Menge Modelle und an den Wänden hingen Tafeln mit chemischen Kürzeln und sonstigem Fachwissen, von dem ich noch nie was gehört hatte. An denen schritt Alexa vorbei und lief zielstrebig auf ein Skelett zu.
„Das ist Stanley. Mit dem wirst du öfters was zu tun haben – vor allem wenn du an die Tafel geholt wirst…“ Sie grinste und hielt mir zur Begrüßung die Hand des Skeletts hin. Ich zögerte. War es am Ende echt?
„Bill, du Diva! Stanley ist aus Plastik!“, rief Alexa und lachte. Ich nickte verlegen und griff nach der Hand des Skeletts und meinte:„Hallo Stanley, freut mich sehr. Ich bin Bill.“
Zufrieden nickte Alexa und machte sich wieder auf den Weg nach draußen. Dabei erzählte sie mir, dass es aber auch echte Knochen an der Schule gab.
„Da gibt’s zu jedem Stück ’ne Menge Legenden… Die erzähl ich dir schon noch. Aber jetzt müssen wir noch zur Turnhalle.“
Man musste praktisch nur die Notfalltreppe aus dem Chemielabor nehmen, dann war man auf dem Schulhof und von dort aus ging es in die Turnhalle. Auch wenn man die Treppe nur im Notfall benutzen durfte, wegen irgendwelchen Sicherheitsbestimmungen, nahmen wir diesen Weg.
„Ist ’n Notfall. Sonst müssen wir in der nächsten Pause auch noch Schule anglotzen. Und ich hoff mal, da haben wir was Besseres zu tun.“, rechtfertigte Alexa das Ganze grinsend.
Die Turnhalle lag zwar unterirdisch, aber durch die großen Fenster an der Decke fiel eine Menge Licht rein und so war sie sehr hell.
Neben Helligkeit trumpfte sie auch noch mit ihrer phänomenalen Größe. So etwas hatte ich echt noch nie gesehen. Eigentlich hätte man locker ein Konzert drin spielen können. Und das tat die Schulband auch. Hier fanden generell alle Aufführungen statt, erzählte mir Alexa, während wir zu den Leuten runter gingen.
Ein sportlicher, blonder Junge in meinem Alter, der ganz leicht an Gustav erinnerte, kam auf uns zu. Er beachtete mich gar nicht weiter, nahm aber Alexa in den Arm und küsste sie. Ein komisches Gefühl breitete sich in mir aus. Etwas verwirrt und peinlich berührt blickte ich zu den beiden. Als sie voneinander abließen, meinte Alexa:„Das ist Lukas. Mein Freund. Und das, das ist Bill. Er ist neu.“ Lukas streckte mir eine Hand entgegen, die ich ergriff. In Gedanken war ich aber noch etwas weggeblasen.
Alexa hatte einen Freund. Irgendwie wollte mich der Gedanke nicht loslassen.
Mrs. Listing
15. July 2007, 13:51
juhu endlich gehts weiter!!!!!!
dacht schon du hast uns vergessen!!!!
der teil is voll gut geschrieben
büdde schreib gaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaanz schnell weiter!!!!!!!!!!!!
Lola
15. July 2007, 16:00
neue leserin
ist echt toll
ohje ohje armer bill
weitaaaa biiddee
*~Viki~*
16. July 2007, 14:20
nö jetzt hat sie nen freund :(
aber ich hoffe bald nicht mehr :)
weida büdde !!
Crystal_Eyez
16. July 2007, 22:51
Wenn Bill sich da erst ma ran macht hatte der Junge die längste Zeit ne Freundin
stinchen
25. July 2007, 16:11
Lol... Ihr seid einfach die geilsten!!!
Alexas Sicht
Langsam schlenderte ich neben Bill durch die Stadt. Der Italienischprofessor hatte mich in der zweiten Pause gefragt, ob ich Bill gleich heute Nachhilfe geben könne. Eigentlich ja, aber ich hatte mich eigentlich mit Lukas treffen wollen, bevor ich zum Tanzen ging. Nun hatte ich Lukas aber absagen müssen. Zum Glück hatte er es mit Fassung getragen. Offensichtlich konnte er sich erinnern, wie es war, kein Italienisch zu können. Schließlich hatte er lange in Kanada gelebt, bevor er nach Italien gekommen war.
„Schöne Stadt…“, sagte Bill und schreckte mich aus meinen Gedanken. „Ja.“, meinte ich, „Nur ein bisschen klein.“
„Warst du mal in Loitsche?“ Bill grinste.
„Ich weiß noch nicht mal, wo das ist.“, gab ich ehrlich zu.
„In der Nähe von Magdeburg. Da hab ich bis jetzt gewohnt. Was heißt, wenn ich mal zu Hause war.“, klärte Bill mich auf.
„Ah… ja. Und warum hat es dich so plötzlich nach Bozen verschlagen? Ich mein, du kannst grad mal ein Schimpfwort, Dankeschön und Hallo auf Italienisch.“
Bill grinste. Dabei fiel ihm eine blonde Strähne vor die Sonnenbrille. „Ich war ja an so ’ner Art Internetschule. Aber da waren Tom und ich fast die einzigen und deswegen hat die Pleite gemacht. Und dann haben sich unsere Leute zusammengesetzt und Schulen inspiziert. Tja, und eure hat allen am besten gefallen.“
Ich nickte. Konnte ich verstehen. Die Schule hatte einen ausgezeichneten Ruf, mit einem Abi an dieser Schule konnte man selbst in den besten und teuersten Universitäten der Welt problemlos studieren. Man hatte keine Probleme mit ellenlangen Wartelisten und wurde einfach immer genommen. Außerdem waren fast alle Schüler aus reichen Familien. Die wenigen anderen waren wirklich extrem intelligent und hatten ein Stipendium bekommen, das alles andere als leicht zu erreichen war. Meine beste Freundin Kia gehörte zu dieser Gruppe. Ihre Familie kam aus Südkorea und es hatte eine Weile gedauert, bis sie Fuß gefasst hatten. Kia war wirklich hochintelligent, sprach perfekt Deutsch, Italienisch, Englisch und nicht zuletzt ihre Muttersprache Koreanisch. Außerdem rechnete sie besser als unser Mathelehrer. Neben ihr kam ich mir ständig ganz schön doof vor.
„Wo sind eigentlich deine Bandkumpels?“, fragte ich Bill, der vor einem Technik-Schaufenster stehen geblieben war und die Angebote studierte.
„Wirst du gleich sehen…“, sagte er und grinste verschmitzt. Dann riss er sich vom Anblick der tollen Kameras los und ging ein paar Schritte. Ich trottete ihm hinterher. Irgendwie kam es mir komisch vor, dass er das Bahnhofviertel ansteuerte. Da konnte er doch unmöglich wohnen. Da wohnten ausschließlich Ausländer. Es war sozusagen das Ghetto in Bozen. Wenn man mal Drogen oder sonst was brauchte, musste man nur in dieses Viertel gehen.
„Äh… Bill…“, versuchte ich ihn vorsichtig darauf aufmerksam zu machen, dass er wohl den Weg verfehlte.
„Ja?“ Er blickte mich etwas unsicher an. Zwei schwarze Mädchen kamen an uns vorbei und warfen einen abfälligen Blick auf meine Gucci-Schuhe. Was der zu bedeuten hatte, wusste ich nur allzu gut.
„Ich glaube, das ist nicht ganz das richtige Viertel.“, bemerkte ich nervös. Bill schien in seiner Unsicherheit bestätigt und nickte. „Ich glaub auch.“
„Also, wo wohnst du?“, fragte ich ihn eindringlich, um so schnell wie möglich hier wegzukommen. „Runkelsteingasse.“, presste Bill nur hervor, als wir wieder einen dieser Blicke zugeworfen bekamen. Erstens, waren wir beide weiß, was sofort auffiel, zweitens, waren wir viel zu gut angezogen für dieses Viertel.
Die Runkelsteingasse war am anderen Ende der Stadt. Und Busse hielten in diesem Viertel fast keine. Warum, wusste ich nicht.
Eine Gruppe Jugendlicher, die offensichtlich aus dem nahen Osten stammten, kam auf uns zu. Ihre Blicke ließen nichts Gutes an uns übrig.
Bill sah mich unsicher an. Ich wusste nicht ganz, wie ich jetzt reagieren sollte. Weglaufen oder stehen bleiben? Besser zweiteres. Selbstbewusst wirken. Dann konnten die uns nicht viel anhaben.
„Figli di Puttana!“, zischte einer aus der Gruppe und spuckte Bill an. Das war zu viel. „Stai zitto. Non ti abbiamo fatto niente.“, fauchte ich zurück und blickte dem Jungen direkt in die Augen. „Zitta te, Stronza.“, konterte er und schubste mich weg. Die Gruppe lachte. Der Junge machte nun ein paar Schritte auf Bill zu. Der warf mir einen fragenden Blick zu.
„Deutsch, Bill, Deutsch!“, formte ich mit den Lippen und betete, dass Bill verstand, was ich meinte. Er nickte und stellte sich dem Jungen mit geschwellter Brust entgegen. Bill war mindestens 15 cm größer und sein Blick hielt stand.
„Was willst du?“, knurrte Bill, als der Junge immer näher an ihn ran kam. Der Junge wirkte für einen Augenblick irritiert und murmelte etwas auf einer Fremdsprache. Gerade, als er eine Faust hob, um Bill eine zu verpassen, hielt mich plötzlich wer fest. Ich kreischte auf, besann mich dann auf mein früheres Judo-Training und befreite mich. Ein Blick zu Bill und ich sah, dass er den Jungen zu Boden gestoßen hatte.
„Lauf, Bill!“, schrie ich und rannte los. Ich hörte, wie er losspurtete. Leider konnte ich seine Schritte nicht von denen, der anderen Jugendlichen unterscheiden, weil ich zu schnell war.
„Bill?“, rief ich zurück. „Halts Maul und lauf!“, schrie dieser, packte meine Hand und zog mich weiter. Die anderen hatten sich inzwischen ihre Baggypants hochgezogen und waren somit schneller geworden. Ich konnte sie schon keuchen hören, als ich ein leeres Taxi entdeckte.
Ohne nachzudenken riss ich Bill auf die Straße und brüllte aus Leibeskräften:„TAXI!!!“
Das Taxi hielt an, Bill riss die Tür auf und wir sprangen beide ein.
„Runkelsteingasse 12!“, sagte Bill schnell. Der Fahrer hatte offensichtlich verstanden, worum es ging und gab mächtig Gas.
Erschöpft legte ich meinen Kopf auf Bills Schulter und schloss die Augen. Irgendwie gab mir das ein Gefühl von einer Geborgenheit, die ich noch nie erlebt hatte.
Geborgenheit?
Mir fiel augenblicklich Lukas ein und ich hob meinen Kopf von Bills Schulter.
„Sorry, ich wollte nicht…“, flüsterte ich.
„Schon gut.“, meinte Bill und seine Stimme hatte einen warmen Unterton.
mrs kaulitz897
25. July 2007, 16:48
Was heißt das alles was die sich da an den Kopf geworfen haben ?
Puttana hört sich irgendwie nicht ...naya...nicht gut an...
Weiter bitte!
stinchen
25. July 2007, 17:48
Ähm, nee, "Puttana" is nicht gut... Würd ich besser nicht zu ner Italienerin sagen, ok?
Ich bin schon am Weiterschreiben, aber im Sommer kann das ein bisschen dauern...
*~Viki~*
25. July 2007, 19:12
also fühlt sie sich doch zu bill
ein bisschen hingezogen oda ??
weida büdde !!